24.10.2026 Die drei Fake News und der Druckkochtopf Europa
Der italienische Philosoph und Moralphilosoph Professor Andrea Zhok von der „Universität Mailand“ schreibt ungeschminkt: Abgesehen vom Bedauern über Plünderungen und Vandalismus sei der einzige wirklich katastrophale Ausgang der laufenden Proteste, dass sie aufhörten.
Ideal wäre natürlich ein geordneter, einstimmiger Generalstreik der gesamten Arbeitswelt – unbefristet, bis die Regierungen alle kriegstreiberischen Pläne in den Papierkorb werfen, die Rüstungsausgaben in sozialen Wohnungsbau und die Wiederherstellung des Gesundheitswesens umlenken und den zivilen Handel mit der ganzen Welt (einschließlich Russland, China und Iran) wieder aufnehmen.
„Es wäre schön, aber im Leben wie in der Geschichte wählt man zwischen den verfügbaren Optionen, nicht zwischen denen, die man sich wünschen würde.“
Am 23.10.2026 legte Zhok in „Le tre fake news costruite ad arte contro le manifestazioni“ nach und entlarvte die mediale Narrative des „eurobellizistischen Frontes“:
▶ Die „Revolte der Maranza“: Obwohl die Mehrheit der Demonstranten Italiener in Italien, Franzosen in Frankreich, Spanier in Spanien usw. sind, kursieren fast ausschließlich Bilder von Plünderern. Politische Forderungen gegen Teuerung und für Sozialstaat muss man mühsam suchen. Das gewünschte Bild: undankbare Gäste, die die Gesetze der Gastgeber nicht akzeptieren.
▶ Der „Zivilisationskonflikt“: Die Maranza als Vorhut einer islamischen Eroberung Europas. Hier werde an legitime Selbstbewahrung gegenüber unkontrollierter Migration appelliert – Migrationen, die ausgerechnet von denselben Kräften gewollt wurden, die jetzt den Krieg vorantreiben. Das Schema: „Invasion islamischer Faulenzer-Barbarei“ versus „tugendhafte Bürger, die jeden Morgen den Laden öffnen und heldenhaft die Opfer für das Vaterland ertragen“.
▶ „Wir haben die Hände gebunden, lasst uns Ordnung schaffen“: Der in den letzten Jahren aufgebaute repressive Apparat (Einschränkung von Streik- und Demonstrationsrecht) werde plötzlich als zu zögerlich dargestellt. Strategische Infiltranten dienten dazu, härtere Repression zu rechtfertigen.
Zhok weist auf dokumentierte Versuche hin, mit Infiltratoren eine Schwelle der Konfrontation zu überschreiten, die die Repression rechtfertigen soll. Das Spiel der medialen Darstellung arbeite genau in diese Richtung.
Zhoks Schlussfolgerung ist unmissverständlich: Wer sich diese am Tisch konstruierten Lügen einreden lasse, verdiene es, ewig in Ketten zu bleiben.
Quelle: tkp.at/2026/10/24/die-drei-fake-news-und-der-druckkochtopf-europa
Es gibt genügend politische Interessen bzw. Gründe, legitime Proteste zu diskreditieren bzw. die illegitimen Ausschreitungen zu unterstützen.
Der „Wertewesten“ ist Dank der „Eliten“ am Ende. Wirtschaftlich. Finanziell. Moralisch.
Würden wir tatsächlich in einer Demokratie leben, würden Politiker Proteste wegen verfallender Schulden, Lehrermangel oder fehlender Wohnungen ernst nehmen. Was passiert stattdessen? Es werden Milliarden in Projekte gesteckt, die nur Konzernen nutzen.
Andrea Zhok hat recht, wenn er schreibt, es müsste eigentlich einen Generalstreik geben. Aber das wird nicht passieren. Die westliche „Wertegemeinschaft“ ist viel zu fragmentiert (worden), als dass ein Bürger für ein Anliegen anderer solidarisch mit auf die Straße geht.
Apropos Schüler-Demonstrationen: Ist euch schon mal aufgefallen, dass Demonstrationen gegen den Klimawandel immer medienwirksam positiv begleitet wurden, dieses Mal aber von „gewaltsamen Schulprotesten“ [seit wann können Schulen protestieren?] oder „eskalierenden Schülerprotesten“ die Rede ist?
Sowohl die Schundfunkmedien als auch die Staats-Journallienden sind mit Schuld an dem Desaster, das auf uns zurollt.
Und der europäische Gutmensch sitzt zustimmend nickend auf seinem Sofa, wenn härtere Maßnahmen gefordert werden. Und merkt nicht, wie er politisch-medial aufs Neue manipuliert und abermals lobotomisiert wird.
Verbote von „Sozialen Medien“ werden bereits diskutiert. Selbstverständlich nur „vorübergehend“.
Die nächste Eskalationsstufe dürfte der Notstand sein.
#JustMy2Cent
Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.
Quelle: Carl Schmitt – deutscher Staatsrechtler – nur-Zitate.com
(selbstverständlich „umstritten“, da Jurist im Nationalsozialismus)