25.08.2026 Hochwald schließt Molkerei in Kaiserslautern – 74 Jobs weg trotz Rekordumsatz
„Hochwald“ schließt den Großteil seiner Molkerei an der Merkurstraße bereits im September 2026. Nach „BILD“-Informationen betrifft das 74 Arbeitsplätze, während der „SWR“ von rund 80 Stellen spricht. Der Konzern nennt fehlende Wirtschaftlichkeit als Grund. Das Werk belieferte zuletzt vor allem China, jedoch sanken die Absätze und die Auslastung ließ sich nicht verlässlich planen. Die Belegschaft erfuhr Ende Juni von der Entscheidung, während eine kleine Milchannahmestelle vorerst weiterläuft. Für Milchbauern aus Westpfalz, Saarland und Frankreich sollen Abholung und Verträge dagegen unverändert bleiben.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/hochwald-schliesst-molkerei-in-kaiserslautern-74-jobs-weg-trotz-rekordumsatz
24.08.2026 Aus für 300 Jobs: Hightech-Unternehmen zieht sich aus Barleben zurück
Es sollte ein Vorzeigeprojekt für den Hightech-Standort Sachsen-Anhalt werden: „Sioux Technologies“ wollte in Barleben bei Magdeburg ein Forschungs- und Entwicklungszentrum aufbauen. Rund 20 Mio. € Investitionen und bis zu 300 hochqualifizierte Arbeitsplätze waren angekündigt. Jetzt steht fest: Daraus wird nichts. Als entscheidend nennt das Unternehmen veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen: Die Nachfrage in verschiedenen Märkten sei zurückgegangen, gleichzeitig habe der Preisdruck bei Entwicklungsleistungen zugenommen.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/sioux-technologies-barleben-300-jobs-10321613
22.08.2026 Auch gesunde Unternehmen schließen: Jetzt gerät das Firmensterben außer Kontrolle
187.744 Unternehmen haben 2025 in Deutschland aufgegeben, so viele wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr. Mehr Unternehmensschließungen bundesweit gab es zuletzt im Jahr 2007 [Beginn Finanzkrise] mit rund 208.000. Das geht aus der neuen gemeinsamen Analyse des 2Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung“ in Mannheim und der Wirtschaftsauskunftei „Creditreform“ hervor, die diese Woche veröffentlicht wurde. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Geschäftsaufgaben 2025 um knapp 10% – es ist der zweite deutliche Anstieg in Folge.
Quelle: apollo-news.net/auch-gesunde-unternehmen-schlieen-jetzt-gert-das-firmensterben-auer-kontrolle
20.08.2026 Solarindustrie verliert Europas letzten Solarglashersteller – Rettung endgültig gescheitert
Anfang August 2026 ist die letzte Rettung der „Glasmanufaktur Brandenburg“ endgültig gescheitert. Für den insolventen Hersteller fand sich kein neuer Investor, obwohl noch im April Gespräche mit einem Interessenten liefen. Damit verliert die europäische Solarindustrie ihre letzte Solarglasproduktion. Die zuletzt rund 160 Beschäftigten hatten bereits im Frühjahr ihre Kündigung erhalten. Entscheidend waren fehlende Finanzierungsmöglichkeiten sowie der jahrelange internationale Preisdruck. „GMB“ verwies zudem auf günstigere und teils subventionierte Konkurrenz aus China. Nun sollen Maschinen, Anlagen und das Grundstück verwertet werden.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/solarindustrie-verliert-europas-letzten-solarglashersteller-rettung-endgueltig-gescheitert
19.08.2026 Lear zieht Produktion aus Deutschland ab – Produktionsverlagerung kostet 180 Jobs
Der US-Autozulieferer „Lear“ zieht seine Produktion am hessischen Standort Gründau aus Deutschland ab. Die Produktionsverlagerung soll möglichst schnell beginnen und bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Produktion und Logistik verschwinden damit vollständig aus dem Werk. Maschinen und Aufträge gehen laut „IG Metall“ in die Slowakei, nach Serbien und nach Tunesien. Knapp 180 Arbeitsplätze fallen dadurch weg. Als Begründung nennt das Unternehmen nach Gewerkschaftsangaben den hohen Investitionsbedarf in Gründau. Besonders betroffen sind viele langjährige Beschäftigte zwischen 50 und 60 Jahren. Rund 120 Arbeitsplätze im Engineering sollen jedoch in Deutschland bleiben.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/lear-zieht-produktion-aus-deutschland-ab-produktionsverlagerung-kostet-180-jobs
18.08.2026 Für 5,1 Milliarden in die USA: Deutschland verliert den nächsten Weltmarktführer
Der Ventilatoren- und Motorspezialisten „EBM-Papst“, der in seiner Branche als Weltmarktführer angesehen wird und seit mehr als sechs Jahrzehnten – seit der Gründung 1963 – in Familienhand ist, geht nun an den amerikanischen Konzern „Madison Air“. Dabei handelt es sich um einen börsennotierten US-Anbieter von Luftqualitätslösungen. Besonders dynamisch entwickelt sich derzeit das Geschäft mit Kältetechnologien, die unter anderem für die Kühlung von Rechenzentren eingesetzt werden, was auch einer der Hauptgründe für die Übernahme durch „Madison Air“ ist. Immer häufiger steigen ausländische Investoren bei deutschen Mittelständlern ein, erkaufen sich weitreichenden Einfluss oder übernehmen die Unternehmen vollständig.
Quelle: apollo-news.net/fr-51-milliarden-in-die-usa-deutschland-verliert-den-nchsten-weltmarktfhrer
17.08.2026 Exportrekord täuscht über Krise hinweg – Firmenpleiten 75 Prozent über früherem Niveau
Deutschland meldet steigende Exporte und Wirtschaftswachstum, doch zugleich nehmen die Firmenpleiten weiter zu. Die Warenausfuhren lagen im Juni 2026 um 6,6%über dem Vorjahreswert und erreichten einen Monatsrekord. Auch das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal um 0,9%zum Vorjahr. Dennoch registrierte das „IWH“ im Juli 1.689 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften. Das waren 7% mehr als im Juli 2025. Gegenüber einem durchschnittlichen Juli der Jahre 2016 bis 2019 liegt die Zahl sogar 75% höher. Außerdem waren bei den größten Insolvenzunternehmen 26%mehr Beschäftigte betroffen als ein Jahr zuvor. Die Frühindikatoren des „IWH“ erreichten gleichzeitig einen neuen Höchststand.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/exportrekord-taeuscht-ueber-krise-hinweg-firmenpleiten-75-prozent-ueber-frueherem-niveau
17.08.2026 Maschinenbau: Engmatec schließt nach Insolvenz – alle 150 Jobs am Bodensee weg
Der Maschinenbau verliert mit „Engmatec“ einen weiteren mittelständischen Industriebetrieb in Deutschland. Anfang August 2026 steht fest, dass das Unternehmen seinen Betrieb bis Ende Oktober vollständig beendet. Rund 150 Beschäftigte verlieren ihre Arbeitsplätze, die Kündigungen erfolgten bereits Ende Juli. Die Sanierung in Eigenverwaltung scheiterte jedoch, weil sich kein Investor für „Engmatec“ fand. Zuvor hatten verschobene Kundenprojekte, Stornierungen und wachsender Preiswettbewerb aus Asien die wirtschaftliche Lage verschärft.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/maschinenbau-engmatec-schliesst-nach-insolvenz-alle-150-jobs-am-bodensee-weg
16.08.2026 Carl Zeiss Meditec streicht bis zu 700 Jobs – auch Jena muss mit Einschnitten rechnen
„Carl Zeiss Meditec“ konkretisierte Anfang August 2026 sein Sparprogramm und rechnet weltweit mit 600 bis 700 wegfallenden Arbeitsplätzen. Im Mai hatte der Medizintechnikkonzern noch bis zu 1.000 möglicherweise betroffene Stellen genannt. Finanzvorstand Justus Felix Wehmer verweist vor allem auf schwache Geschäfte in China und den USA. Zugleich sank das bereinigte EBITA nach neun Monaten von 177 auf 124,5 Mio. €. Für Deutschland und den Hauptsitz Jena nennt das Unternehmen bisher keine konkrete Zahl. Dort arbeiten rund 640 Beschäftigte für „Meditec“, während Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern laufen.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/carl-zeiss-meditec-streicht-bis-zu-700-jobs-auch-jena-muss-mit-einschnitten-rechnen
15.08.2026 Dax-Konzerne verdienen im zweiten Quartal so viel wie nie – und streichen 41.000 Jobs
Die Unternehmen im „Deutschen Aktienindex“ haben einer Analyse zufolge im zweiten Quartal von April bis Juni 2026 so viel verdient wie nie: Der operative Gewinn der 40 Konzerne stieg um 16%im Vergleich zum Vorjahresquartal auf den Rekordwert von 52,6 Mird. €, wie die Beratungsgesellschaft „EY“ am 14.08.2026 mitteilte. Getragen werde dies Wachstum aber von wenigen Branchen. Binnen eines Jahres strichen die Dax-Konzerne zudem 41.000 Stellen.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/dax-konzerne-verdienen-im-zweiten-quartal-so-viel-wie-nie-und-streichen-41-000-jobs
Das erinnert mich an den Spruch eines Bereichsleiters meines ehemaligen Arbeitgebers in den 90ern: „Wir haben eine Verantwortung unseren Aktionären gegenüber“. An dieser menschenverachtenden Einstellung hat sich seit 30 Jahren nichts geändert.
14.08.2026 Deutschlands Autojobs stürzen auf 20-Jahres-Tief: „Die Lawine fängt erst an“
In der deutschen Autoindustrie arbeiten so wenige Menschen wie seit 2005 nicht mehr. Laut dem „Statistischen Bundesamt“ sind allein innerhalb des letzten Jahres 42.300 Arbeitsplätze verschwunden, die Beschäftigtenzahl sank zum Ende des ersten Halbjahres 2026 auf 691.500. Doch der historische Tiefstand bildet einen großen Teil der angekündigten Einschnitte noch nicht ab. „Die Lawine hat noch längst nicht ihre volle Größe, sondern fängt erst an zu rollen“, warnt Ferdinand Dudenhöffer, Gründer des „Center for Automotive Research“. Die nächsten Jahre würden „bitter“.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/deutsche-autojobs-stuerzen-auf-20-jahres-tief-die-lawine-faengt-erst-an-10292457 (Abo)
12.08.2026 Stellenabbau bei Schaeffler: 1.300 weitere Jobs fallen weg, Schulden steigen
Der Stellenabbau bei „Schaeffler“ erfasst rund 1.300 weitere Arbeitsplätze in Deutschland. Der Konzern reagiert damit auf schwache Automärkte, hohe Umbaukosten und Verluste im E-Auto-Geschäft. Die Sparte E-Mobility verbuchte im ersten Halbjahr ein bereinigtes Minus von 402 Mio. €. Zugleich stiegen die Nettofinanzschulden bis Ende Juni auf 5,545 Mrd. €. Das Altersteilzeitprogramm kostet zunächst 51 Mio. €, soll jedoch ab 2027 Einsparungen bringen.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/stellenabbau-bei-schaeffler-1-300-weitere-jobs-fallen-weg-schulden-steigen/
11.08.2026 Immer mehr Ingenieure arbeitslos – 58.392 Fachkräfte aus Technik und IT ohne Stelle
Der am 03.08.2026 veröffentlichte „VDI/IW-Ingenieurmonitor“ meldet für Deutschland einen neuen Höchststand. Im vierten Quartal 2025 waren monatlich durchschnittlich 58.392 Personen aus Ingenieur- und Informatikberufen ohne Stelle. Damit waren so viele Ingenieure arbeitslos wie seit Beginn der Erhebung 2011 nicht. Die Zahl stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 16,7%. Gleichzeitig sank das Angebot offener Stellen um 18,2% auf 96.760. Die anhaltende Konjunkturschwäche und die Krise des Fahrzeugbaus verschlechtern deshalb die Chancen für Berufseinsteiger und erfahrene Fachkräfte.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/immer-mehr-ingenieure-arbeitslos-58-392-fachkraefte-aus-technik-und-it-ohne-stelle
10.08.2026 Batteriefabrik Schwarze Pumpe: Altech gibt Werk mit bis zu 1.000 Arbeitsplätzen auf
Im sächsischen Teil des Industrieparks „Schwarze Pumpe“ hat „Altech“ am 30.07.2026 sein „Cerenergy“-Projekt beendet. Die Batteriefabrik „Schwarze Pumpe“ scheiterte, weil das Unternehmen trotz neunmonatiger Gespräche keinen strategischen Partner fand. Eine an Bedingungen geknüpfte Förderung des Bundes von bis zu 46,7 Mio. € reichte deshalb nicht für den Finanzierungsabschluss. „Altech“ löst nun die Projektgesellschaft auf, verkauft das Grundstück zurück und streicht Pläne für bis zu 1.000 Arbeitsplätze.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/batteriefabrik-schwarze-pumpe-altech-gibt-werk-mit-bis-zu-1-000-arbeitsplaetzen-auf
08.08.2026 Kreditvergabe verschärft Krise der Autozulieferer – Banken verlangen mehr Sicherheiten
Ende Juli 2026 verschärften Banken die Kreditvergabe an deutsche Autozulieferer. Sinkende Bestellungen der Autobauer treffen dabei auf hohe Kosten für neue Antriebe, Software und moderne Produktionsanlagen. In einer „VDA“-Umfrage unter rund 40 Unternehmen bezeichneten 44% das Verhalten ihrer Banken als restriktiv. Weitere 22% berichteten sogar von einer ablehnenden Haltung. Besonders gefährdet sind deshalb mittelständische Betriebe mit niedrigen Margen und hoher Verschuldung. Ihnen drohen Liquiditätsprobleme, Stellenabbau und weitere Insolvenzen.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/kreditvergabe-verschaerft-krise-der-autozulieferer-banken-verlangen-mehr-sicherheiten
05.08.2026 Größtes Mercedes-Werk Europas steht nun in Ungarn – Deutschland verliert den Anschluss
„Mercedes-Benz“ hat seinen ungarischen Standort am 13.07.2026 nach einem milliardenschweren Ausbau offiziell erweitert. Das größte „Mercedes“-Werk Europas steht damit nun in Ungarn. Der Konzern vergrößerte das Gelände von 200 auf 440 Hektar und plant langfristig bis zu 400.000 Fahrzeuge jährlich. Dort startet außerdem die neue elektrische C-Klasse. Als wesentlichen Vorteil nennt „Mercedes“ Faktorkosten, die 70%unter dem deutschen Niveau liegen. Ungarn erwartet zugleich bis zu 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Deutschland verliert dagegen neue Kapazität und Modelle, während die Bundesregierung den Kostenabstand trotz erster Entlastungen bisher nicht entscheidend verkleinert hat.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/groesstes-mercedes-werk-europas-steht-nun-in-ungarn-deutschland-verliert-den-anschluss
01.08.2026 Mehrere Filialen in Berlin und Brandenburg betroffen: Große Bäckerei-Kette insolvent
Das Traditionsunternehmen „Bäckerei Wahl“ aus dem brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald besteht bereits seit 1972. Ende der 70er-Jahre zog die Bäckerei nach Bestensee, wo sie sich über fünf Jahrzehnte zu einer mittelständischen Institution entwickelte. Wie Geschäftsführerin Anett Wahl bestätigte, seien neben der spürbaren Kaufzurückhaltung der Kunden auch die gestiegenen Kosten für die Insolvenz verantwortlich.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/mehrere-filialen-in-berlin-und-brandenburg-grosse-baeckerei-kette-insolvent-10253677
01.08.2026 Pharmastandort Deutschland: Lilly halbiert Alzey-Werk, Boehringer streicht 900 Millionen
Alzey und Ingelheim – Anfang Juni 2026 haben „Eli Lilly“ und „Boehringer Ingelheim“ ihre Investitionspläne am Pharmastandort Deutschland stark gekürzt. „Lilly“ halbiert sein ursprünglich 2,3 Mrd. € schweres Werk in Alzey. Deshalb sinkt die Zahl der geplanten Arbeitsplätze von 1.000 auf 500. „Boehringer“ streicht zugleich 900 Mio. € für neue Projekte von 2027 bis 2030. Beide Konzerne verweisen auf die Gesundheitsreform und attraktivere Bedingungen im Ausland.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/pharmastandort-deutschland-lilly-halbiert-alzey-werk-boehringer-streicht-900-millionen
01.08.2026 Rolly Toys schließt deutsches Werk: 113 Beschäftigte verlieren ihre Jobs
Neustadt bei Coburg verliert zum 31.12.2026 einen traditionsreichen Spielzeughersteller. „Rolly Toys“ beendet nach der gescheiterten Sanierung die Produktion im oberfränkischen Stammwerk. Auslöser waren der Verlust des zweitgrößten Kunden, hohe Energie-, Material- und Einkaufskosten, Konkurrenz aus China und US-Zölle. Die Rettung scheiterte jedoch endgültig, weil kein Investor die Fertigung am deutschen Standort fortführen wollte. Deshalb verlieren 113 Beschäftigte ihre Arbeitsplätze. Viele von ihnen sind zwischen 50 und 62 Jahre alt. Die Marke könnte fortbestehen, doch die Produktion dürfte an einen anderen Standort wechseln.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/rolly-toys-schliesst-deutsches-werk-113-beschaeftigte-verlieren-ihre-jobs
31.07.2026 Stellenabbau bei Dürr: 500 Jobs weg – vier deutsche Standorte betroffen
Der Stellenabbau bei „Dürr“ trifft weltweit rund 500 Beschäftigte der Tochter „BBS Automation“. Der Konzern kündigte den Einschnitt am 22.07.2026 an. In Deutschland fallen an vier Standorten etwa 200 Arbeitsplätze weg. Betroffen sind Garching, Hallbergmoos, Sonthofen und Freiberg am Neckar. Schwache Bestellungen der Autoindustrie und niedrigere Markterwartungen zwingen „Dürr“ zur Neuordnung. Der Abbau läuft 2026 und 2027, wobei betriebsbedingte Kündigungen möglich bleiben. Außerdem soll das Programm jährlich rund 30 Mio. € einsparen.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/stellenabbau-bei-duerr-500-jobs-weg-vier-deutsche-standorte-betroffen
27.07.2026 Stellenabbau bei O2: 1.100 Jobs und 60 eigene Shops fallen weg
Der Stellenabbau bei „O2“ trifft bis Ende des Jahres bis zu 1.100 Vollzeitstellen in Deutschland. Damit fällt etwa jede sechste der zuletzt 6.820 Vollzeitpositionen weg. Außerdem schließt Telefónica Deutschland rund 60 eigene Shops. Franchise-Filialen bleiben jedoch bestehen. Der Konzern begründet den Umbau mit einem gesättigten Mobilfunkmarkt, stärkerer Digitalisierung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Zugleich fehlen Einnahmen durch den Wechsel des Großkunden „1&1“ zu „Vodafone“. „Verdi“ warnt deshalb vor Nachteilen für Beratung und Kundenservice.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/stellenabbau-bei-o2-1-100-jobs-und-60-eigene-shops-fallen-weg/
25.07.2026 Klebeband-Produzent Monta beantragt Insolvenz – 150 Jobs hängen an Investor
Der Klebeband-Produzent „Monta“ beantragte am 16.07.2026 beim Amtsgericht Kempten Insolvenz in Eigenverwaltung. Das Unternehmen will seine laufende Sanierung fortsetzen und die Finanzierung neu ordnen. Eine einzelne Ursache nennt Monta jedoch nicht. Die Produktion sowie die Auslandstöchter arbeiten zunächst weiter. Rund 150 Arbeitsplätze sind deshalb vorerst gesichert. Ohne einen langfristigen Investor bleibt die Zukunft nach Januar 2027 jedoch offen.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/klebeband-produzent-monta-beantragt-insolvenz-150-jobs-haengen-an-investor
24.07.2026 Auto-Krise: Nächster Zulieferer streicht 500 Stellen
Auch in diesem Jahr hält die Kürzungswelle unvermindert an. Das jüngste Beispiel liefert der Maschinen- und Anlagenbauer „Dürr“ aus Bietigheim-Bissingen nördlich von Stuttgart. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass bei der Tochtergesellschaft „BBS Automation “ weltweit rund 500 Stellen wegfallen sollen, davon etwa 200 an den vier deutschen Standorten.
Quelle: apollo-news.net/e-auto-krise-schlgt-voll-durch-nchster-zulieferer-streicht-500-stellen
21.07.2026 Fahrradparkhaus trotz Millionen-Subvention pleite
Der Betreiber der Fahrradparkhäuser V-Locker hat kürzlich seinen Kunden per E-Mail mitgeteilt, dass das Schweizer Unternehmen wegen Überschuldung Insolvenz beantragt hat. Seitdem herrscht Funkstille: Störungen werden nicht mehr bearbeitet, die technischen Systeme nicht mehr gewartet. Der Bau der vier Standorte in Bonn verschlang 3 Mio. € – etwa die Hälfte kam aus EU-Fördertöpfen. Rechnerisch hätte sich jeder Parkplatz bei voller Auslastung erst nach 75 Jahren amortisiert, tatsächlich lag die Belegung zuletzt bei nur etwa 30%. Das Projekt in Frankenthal wurde erst Ende Mai 2026 in Betrieb genommen. Die Stadt als Eigentümerin hat knapp 1,3 Mio. € investiert; davon trug das Land Rheinland-Pfalz mit 1,25 Mio. €den Löwenanteil aus dem „Kommunalen Investitionsprogramm für Klimaschutz und Innovation“.
Quelle: report24.news/wokistan-scheitert-fahrradparkhaus-trotz-millionen-subvention-pleite
19.07.2026 Die Privatbrauerei Eichbaum schließt nach 347 Jahren – 240 Beschäftigte verlieren ihre Stellen
Die insolvente Privatbrauerei Eichbaum leitet seit dem 13.07.2026 die Stilllegung ihres Werks ein. Der geplante Einstieg eines Investors scheiterte, weil der Betrieb trotz Sanierung Verluste schrieb und Massedarlehen nicht zurückzahlen konnte. Deshalb verlieren rund 240 Beschäftigte ihre Stellen. Auch die geplante Transfergesellschaft fällt aus. Ein kleines Team soll vorhandene Aufträge bis Ende September abwickeln, während Anlagen und Firmengelände verkauft werden.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/die-privatbrauerei-eichbaum-schliesst-nach-347-jahren-240-beschaeftigte-verlieren-ihre-stellen
17.07.2026 Wind- und Solarprojektentwickler SOWITEC meldet Insolvenz an – Börse stoppt Anleihehandel
Der Wind- und Solarprojektentwickler „SOWITEC“ aus Sonnenbühl hat am 14.07.2026 beim Amtsgericht Tübingen Insolvenz beantragt. Betroffen sind die Konzernmutter sowie drei weitere Gruppengesellschaften. Das Unternehmen ist zahlungsunfähig und insolvenzrechtlich überschuldet. Zuvor scheiterten Verhandlungen über Lieferantenforderungen und Ansprüche aus Avalbürgschaften. Deshalb setzte die Börse den Handel mit beiden Unternehmensanleihen aus. Die Insolvenz trifft außerdem Beschäftigte, Anleger und laufende Energieprojekte.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/wind-und-solarprojektentwickler-sowitec-meldet-insolvenz-an-boerse-stoppt-anleihehandel
15.07.2026 Autowerke in Deutschland vor dem Aus: Fabriken werden zur Milliardenlast
In Deutschland wird die Schließung von Autowerken zur realen Option, weil viele Fabriken zu teuer und zu schwach ausgelastet sind. „VW“ drohen massive Stellenstreichungen, während „Mercedes“ Sonderzahlungen kürzt und „BMW“ nach einer Gewinnwarnung spart. Die Werke erreichen im Schnitt nur noch eine Auslastung von 67%. Dadurch geraten Beschäftigte, Zulieferer und ganze Autoregionen unter massiven Anpassungsdruck. Deutschland liegt damit zwar über dem europäischen Schnitt. Für ein Hochlohnland reicht das jedoch kaum aus.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/autowerke-in-deutschland-vor-dem-aus-fabriken-werden-zur-milliardenlast
15.07.2026 Babenhausen verliert Rechenzentrum: Drei-Milliarden-Projekt auf Aumovio-Areal geplatzt
Der US-Investor „Stack Infrastructure“ wollte auf dem früheren „Continental“-Gelände einen großen Rechenzentrums-Campus entwickeln. Außerdem war ein kleiner Bereich für weitere Gewerbeansiedlungen vorgesehen. Nach bisherigen Angaben hätte das Projekt bis zu 3 Mrd. € Investitionsvolumen erreicht. Bürgermeister Dominik Stadler sieht den Rückzug auch als Folge der Kommunalpolitik. Die Mehrheit aus CDU und Freien Wählern wollte zuerst klare Bedingungen festlegen. In einem Eckpunktepapier ging es um Kühlung, Energieversorgung, erneuerbare Energien, Lärm, Abwärme und kommunale Infrastruktur.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/babenhausen-verliert-rechenzentrum-drei-milliarden-projekt-auf-aumovio-areal-geplatzt
14.07.2026 Deutsche Autoindustrie wandert nach Ungarn ab: 70 Prozent günstiger
Die Standortkosten in Deutschland sind so teuer geworden, dass die heimischen Autobauer ihre Produktion zusehends ins Ausland verlagern. Zum bevorzugten Ziel wird dabei Ungarn. „Mercedes-Benz“, „BMW“ und „Audi“ erhöhen dort ihre Kapazitäten.
Quelle: apollo-news.net/70-prozent-gnstiger-deutsche-autoindustrie-wandert-nach-ungarn-ab
09.07.2026 2100 Zalando-Mitarbeiter in Erfurt verlieren ihren Job – Sozialplan steht
Nach monatelangem Tauziehen musste ein Spruch der Einigungsstelle gefällt werden, weil sich Management und Betriebsrat bis zuletzt nicht einigen konnten, teilte der Betriebsrat mit. Ein Unternehmenssprecher bestätigte den Abschluss eines Sozialplans. Er regelt vor allem die Abfindungen für die Arbeitnehmer, die von der Schließung des Logistikzentrums betroffen sind. Es bleibe bei dem Termin Ende September, sagte ein Unternehmenssprecher.
Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/article/zalando-erfurt-streit-um-sozialplan-vor-schliessung-des-logistikzentrums-10181880
29.06.2026 Deko-Kette Depot schliesst 66 Filialen
Betroffen sind unter anderem Geschäfte in Berlin, Bonn, Braunschweig, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg, München und Stuttgart. Die meisten sollen nach dem Räumungsverkauf bis Ende Juli schließen, einige sind bereits geschlossen. Übrig bleiben damit laut Gries vorerst gut 80 Depot-Filialen. Es könnten jedoch noch mehr schließen, die Verhandlungen mit den Vermietern dauerten an. Etwa 330 Beschäftigte verlieren Gries zufolge ihren Job.
Quelle: cash.ch/news/top-news/deko-kette-depot-schliesst-66-filialen-949055
28.06.2026 Playmobil beendet Produktion in Deutschland: 350 Stellen fallen weg
Playmobil beendet Ende Juni 2026 seine Figurenproduktion in Deutschland. Im mittelfränkischen Dietenhofen steht die Fertigung bereits seit dem 22.06.2026 still. Die „Horst Brandstätter Group“ verlagert die Herstellung wegen hoher Lohn-, Energie- und Infrastrukturkosten nach Malta und Tschechien. Rund 350 Beschäftigte verlieren deshalb ihren Arbeitsplatz. Entwicklung, Verwaltung, Vertrieb, Marketing und Logistik bleiben jedoch in Deutschland.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/playmobil-beendet-produktion-in-deutschland-350-stellen-fallen-weg
26.06.2026 Der große VW-Ausverkauf: Motorentochter wird für Milliardensumme veräußert
Der Sparkurs bei „VW“ nimmt immer schärfere Konturen an. Nachdem der Konzern zuletzt den Abbau von 50.000 Stellen angekündigt und mehrere Standorte auf den Prüfstand gestellt hat, folgt nun der nächste Einschnitt: Die Motorentochter „Everllence“ geht für 7,4 Mrd. € an einen US-Finanzinvestor.
Quelle: apollo-news.net/der-groe-vw-ausverkauf-motorentochter-wird-fr-milliardensumme-veruert
Das „Wallstreet Journal“ bezeichnete „Everllence“ als VWs „Tafelsilber“.
26.06.2026 Vier Werke schließen, 100.000 Jobs weg – Spar-Maßnahmen bei VW verschärft
Der Vorstand des „Volkswagen“-Konzerns wird seinen Spar-Kurs nachschärfen und zusätzliche Stellen abbauen. In den nächsten Jahren sollen weltweit 100.000 Arbeitsplätze wegfallen. Bisher wollte man nur halb so viele Stellen abbauen. Zudem werden vier Werke geschlossen – alle in Deutschland. Neben den Volkswagen-Werken in Hannover, Zwickau und Emden schließt auch ein Audi-Werk im schwäbischen Neckarsulm. Die Schließungen sollen „mittelfristig“ erfolgen.
Quelle: apollo-news.net/vier-werke-schliessen-100-000-jobs-weg-spar-massnahmen-bei-vw-verschaerft
25.06.2026 Jetzt bestätigt: Bahn streicht 6.200 Stellen in der Gütersparte
Bei „DB Cargo“ steht der Sanierungsplan weitgehend fest. In der Woche des 15.06.2026 schlossen Vorstand und Arbeitnehmerseite den Interessenausgleich. Damit kann die Gütersparte der „Deutschen Bahn“ den Abbau jetzt konkret planen. „DB Cargo“ stellte den Plan am 19.02.2026 vor. Er sieht bis 2030 den Wegfall von 6.200 der rund 14.000 Stellen in Deutschland vor. Der Zeitdruck kommt jedoch aus Brüssel. Die EU-Kommission genehmigte am 29.11.2024 Hilfen von rund 1,9 Mrd. €, knüpfte die Genehmigung aber an einen Restrukturierungsplan bis Ende 2026. Seit Anfang 2025 darf die „Deutsche Bahn2 Verluste von „DB Cargo“ nicht mehr über den früheren Verlustausgleich decken. Der Umbau trifft deshalb Personal, Werke, Rangierstandorte und zentrale Abläufe im Schienengüterverkehr.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/jetzt-bestaetigt-bahn-streicht-6-200-stellen-in-der-guetersparte
24.06.2026 Älteste Werft Deutschlands schließt: In Hamburg endet ein Stück Schiffbaugeschichte
In Hamburg-Neuenfelde endet am 30.06.2026 der Schiffbau auf dem Gelände der früheren „Sietas-Werft“. Die letzten 17 Schiffbauer verlassen den Standort, nachdem Insolvenzen, gescheiterte Rettungsversuche und blockierte Verkaufswege den Betrieb über Jahre geschwächt hatten. Die Werft gilt als ältester deutscher Schiffbaustandort, deshalb trifft das Ende Beschäftigte, Zulieferer und Hamburgs Industriegeschichte zugleich.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/aelteste-werft-deutschlands-schliesst-in-hamburg-endet-ein-stueck-schiffbaugeschichte
23.06.2026 Creditreform-Studie: „Der Pleite-Höhepunkt ist noch nicht erreicht“: Immer größere Unternehmen von Insolvenzen betroffen
Die Anzahl der Firmenpleiten steigt weiter. Vor allem größere Unternehmen sind zunehmend betroffen. Für das erste Halbjahr meldete die Wirtschaftsauskunftei „Creditreform“ 12.900 Fälle von Firmeninsolvenzen. Das ist der höchste Stand seit 2013. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind die Fälle um 8% gestiegen. Denn immer mehr Firmen würden in die Auswirkungen schwacher Nachfrage, anhaltender Unsicherheit und hoher Kosten geraten. Erst wenn die Wirtschaft wieder wachse, was nach derzeitigem Stand frühestens 2027 der Fall sein werde, könnten sich die Insolvenzen wieder stabilisieren.
Quelle: apollo-news.net/der-pleite-hhepunkt-ist-noch-nicht-erreicht-immer-grere-unternehmen-von-insolvenzen-betroffen
23.06.2026 Hohe Gaspreise, steigende CO2-Kosten: Warum die Chemieindustrie abstirbt – und die Stimmung kippt
Die monatlich vom „Ifo-Institut“ erhobenen Geschäftserwartungen sind im Mai auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2022 gefallen. Mit einem Wert von minus 42,0 Punkten liegen sie damit nochmals gut zehn Punkte unter dem Niveau des Vormonats April. Auch der „Ifo-Geschäftsklimaindex“ für die Branche ist zuletzt deutlich eingebrochen. Er sank im April auf minus 29 Punkte, nach minus 28,6 Punkten im März. Das entspricht dem niedrigsten Stand seit fast drei Jahren. Hintergrund ist in erster Linie die sich zunehmend verschärfende Kostenbelastung am heimischen Wirtschaftsstandort, die die Unternehmen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit einschränkt und finanziell unter Druck setzt.
Quelle: apollo-news.net/hohe-gaspreise-steigende-co2-kosten-stimmung-in-chemieindustrie-auf-tiefstand
20.06.2026 Nach fast 400 Jahren: Brauerei unter anderem wegen zu hoher Energiekosten insolvent
Seit 1627 braut und verkauft das Braunschweiger Hofbrauhaus Wolters Bier – gegründet wurde sie inmitten des dreißigjährigen Krieges. Trotz massiver Schäden durch den Zweiten Weltkrieg wurde die Brauerei wieder aufgebaut und erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung. Doch die gestiegenen Produktions- und Energiekosten zwingen die Brauerei jetzt, nach rund 400 Jahren, in die Insolvenz.
Quelle: apollo-news.net/nach-fast-400-jahren-brauerei-unter-anderem-wegen-zu-hoher-energiekosten-insolvent
20.06.2026 Heidelberger Druckmaschinen verlagert Erfolgsmodell nach China und streicht 450 Stellen
„Heidelberger Druckmaschinen“ baut seine internationale Fertigung im Geschäftsjahr 2026/2027 weiter aus. Der Konzern produziert sein meistverkauftes Modell inzwischen vollständig im chinesischen Qingpu. Außerdem erweitert er die Montage im kostengünstigeren Nord-Mazedonien. Hohe Kosten, schwächere Bestellungen und eine gesunkene operative Marge treiben den Umbau an. Gleichzeitig sollen am deutschen Stammsitz Wiesloch-Walldorf rund 450 Stellen entfallen. Damit verliert der Standort Arbeitsplätze und weitere industrielle Wertschöpfung.
Quelle: blackout-news.de/wirtschaft/heidelberger-druckmaschinen-verlagert-erfolgsmodell-nach-china-und-streicht-450-stellen
19.06.2026 Studie: Zahl der Industriebeschäftigten auf Zehnjahrestief gesunken
Die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Industrie ist einer Studie zufolge im Jahr 2025 auf ein Zehnjahrestief von nur noch 6,6 Millionen Arbeitnehmern gefallen. Der Anteil der Industrie am gesamten Arbeitsmarkt sei von 22% im Jahr 2014 auf 19% gesunken, da parallel der Dienstleistungssektor und andere Bereiche gewachsen seien.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/studie-zahl-der-industriebeschaeftigten-auf-zehnjahrestief-gesunken
16.06.2026 Dortmunder Baumarktkette Hellweg insolvent
Die krisengeplagte Dortmunder Baumarktkette „Hellweg“ ist insolvent. Demnach habe das Unternehmen vor dem Amtsgericht Essen Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet – Sanierungsexperten übernehmen die Geschäftsleitung. Unterdessen bleiben alle Filialen und der Online-Shop des Dortmunder Unternehmens vorerst geöffnet. Die 2.900 Mitarbeiter erhalten in den kommenden drei Monaten Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit.
Quelle: apollo-news.net/dortmunder-baumarktkette-hellweg-insolvent
16.06.2026 Das Stahl-Debakel: Wie das falsche Versprechen vom grünen Wirtschaftswunder das Saarland ruiniert
Die Illusion vom grünen Wirtschaftswunder zerstört die Stahlindustrie im Saarland. Weil Arbeiter um ihre Jobs bangen, demonstrierte nun eine Allianz aus „IG Metall“, Betriebsräten und SPD-nahen Kräften: für eine planwirtschaftliche Verteuerung herkömmlichen Stahls. Wer den nachgelagerten Mittelstand derart rücksichtslos explodierenden Klima- und Materialkosten opfert, mag sich regional einen künstlichen Schutzwall erhoffen, doch er zieht damit verhängnisvolle Konsequenzen für den gesamten Wirtschaftsstandort nach sich.
Quelle: apollo-news.net/das-stahl-debakel-wie-das-falsche-versprechen-vom-grnen-wirtschaftswunder-das-saarland-ruiniert
16.06.2026 Porsche streicht im Werk Leipzig 200 Stellen: Gewinneinbruch trifft sächsisches Vorzeigewerk
„Porsche“ will in Leipzig bis Ende August 2026 rund 200 feste Stellen abbauen, weil der Sportwagenbauer nach sinkenden Verkäufen und einem massiven Gewinneinbruch seine Kosten senkt. Das Unternehmen setzt dabei auf freiwillige Aufhebungsverträge mit Abfindungen, während die Beschäftigungsgarantie bis 2030 laut „IG Metall“ bestehen bleibt. Betroffen ist ein Werk mit rund 4.600 Festangestellten, das „Macan“ und „Panamera“ fertigt und deshalb direkt an der Nachfrage nach hochpreisigen Modellen hängt.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/porsche-streicht-im-werk-leipzig-200-stellen-gewinneinbruch-trifft-saechsisches-vorzeigewerk
13.06.2026 Druckmaschinenhersteller Manroland schließt Werk in Offenbach: 750 Jobs fallen weg
In Offenbach endet 2026 ein bedeutendes Kapitel hessischer Industriegeschichte, weil Druckmaschinenhersteller „Manroland Sheetfed“ den regulären Geschäftsbetrieb zum 01.06.2026 einstellt. Das Unternehmen hatte im März ein Schutzschirmverfahren eingeleitet, nachdem hohe Verluste und ein stark geschrumpfter Markt für neue Bogenoffsetmaschinen die Lage verschärft hatten. Besonders der Rückgang im wichtigen China-Geschäft traf den Standort, deshalb verlieren rund 750 Beschäftigte ihre Arbeit. Die Produktion ist Ende Mai ausgelaufen, während Restabwicklung und mögliche Verkäufe einzelner Geschäftsbereiche noch bis Jahresende dauern.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/druckmaschinenhersteller-manroland-schliesst-werk-in-offenbach-750-jobs-fallen-weg
10.06.2026 Die Perlon-Gruppe mit sieben Gesellschaften in Deutschland, Polen und China geht an die Wuxi Xingda Nylon Company
Das teilte die mit der Sanierung beauftragte Ulmer Anwaltskanzlei SGP Schneider Geiwitz mit. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Rund 450 der insgesamt rund 510 Arbeitsplätze in den drei deutschen Standorten der Gruppe in Bobingen bei Augsburg, dem baden-württembergischen Munderkingen und im hessischen Wald-Michelbach sollen erhalten bleiben. Der Verkauf ist demnach bereits vollzogen.
Quelle: apollo-news.net/ausverkauf-der-industrie-warum-ein-chemie-weltmarktfhrer-an-einen-chinesischen-investor-geht
09.06.2026 Fraunhofer-Gesellschaft offenbar vor Streichung von 1.200 Stellen: Sparkurs trifft Forschung
Bei der „Fraunhofer-Gesellschaft“ stehen laut Medienberichten rund 1.200 Vollzeitstellen zur Disposition. Auslöser sind demnach rückläufige Aufträge, steigende Kosten und knapper werdende öffentliche Mittel. Im Jahr 2025 soll bereits ein strukturelles Defizit von rund 2% entstanden sein. Betroffen wären nach den Berichten die Institute und die Zentrale in München. „Fraunhofer“ hängt bei der Finanzierungsstruktur erheblich von öffentlichen Mitteln und öffentlich finanzierten Forschungsprojekten ab, während auch Industrieaufträge eine zentrale Rolle spielen.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/fraunhofer-gesellschaft-offenbar-vor-streichung-von-1-200-stellen-sparkurs-trifft-forschung
09.06.2026 Arbeitsagentur braucht Milliarden vom Bund: Deindustrialisierung trifft jetzt den Arbeitsmarkt
Die Arbeitsagentur erwartet wegen der schwachen Wirtschaft und steigender Arbeitslosigkeit ein Milliardenloch. Der aktuelle Finanzbericht an den Haushaltsausschuss zeigt deshalb, wie stark die Deindustrialisierung inzwischen den Arbeitsmarkt erreicht. Bis2030 könnten rund 23,4 Mrd. € an Liquiditätshilfen des Bundes nötig werden. Betroffen sind Beitragszahler, Steuerzahler und Beschäftigte in kriselnden Branchen. Besonders gefährlich ist der Anstieg beim beitragsfinanzierten Arbeitslosengeld.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/arbeitsagentur-braucht-milliarden-vom-bund-deindustrialisierung-trifft-jetzt-den-arbeitsmarkt/
09.06.2026 Nextmove: Ostdeutscher Elektroauto-Vermieter meldet Insolvenz an
Einer der größten Vermieter von Elektroautos in Deutschland hat Insolvenz angemeldet. Über den thüringischen Elektroauto-Vermieter Nextmove wurde am 01.06.2026 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Das geht aus einer Bekanntmachung des Amtsgerichts Erfurt hervor. Den Antrag hatte das Unternehmen mit Sitz in Arnstadt bereits im April gestellt.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/nextmove-e-auto-vermieter-aus-thueringen-meldet-insolvenz-an-10075104
04.06.2026 Schlechte Standortbedingungen: Pharmakonzerne ziehen sich aus Deutschland zurück
„Eli Lilly“ ist das größte Pharmaunternehmen der Welt. Jetzt halbiert es seine Investitionspläne für Deutschland und denkt sogar darüber nach, neue Medikamente hierzulande nicht mehr einzuführen. Auch Boehringer streicht Investitionen in Höhe von 900 Mio. €.
Quelle: apollo-news.net/schlechte-standortbedingungen-pharmakonzerne-ziehen-sich-aus-deutschland-zurck
02.06.2026 Ikea streicht in Dortmund Hunderte Jobs: IT-Aus und Stellenabbau treffen Standort hart
In Dortmund-Ellinghausen baut „Ikea“ im Zuge einer internationalen Restrukturierung massiv Stellen ab. Vom Stellenabbau betroffen sind die „Ikea IT Germany GmbH“ und die „Ikea Purchasing Services Germany GmbH“. Der Möbelkonzern will Kosten senken und Aufgaben in größere Einheiten verlagern. Deshalb fallen am Standort zahlreiche Jobs weg. Nach Unternehmensangaben sind mehr als 250 Stellen betroffen. Interne Angaben nennen jedoch bis zu 350 betroffene Mitarbeiter. Bei der „Ikea Purchasing Services Germany GmbH“ reicht die Planung bis Ende 2026. Außerdem soll die Dortmunder IT-Einheit schließen.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/ikea-streicht-in-dortmund-hunderte-jobs-it-aus-und-stellenabbau-treffen-standort-hart
31.05.2026 Siemens: 377 Jobs bei Evosoft bis Ende 2027
Siemens greift bei seiner IT-Tochter „Evosoft“ durch. Alle deutschen Standorte sollen bis Ende 2027 schließen, betroffen sind 377 Arbeitsplätze. Der Schritt zeigt, wie stark der Konzern seine Kostenbasis prüft. „Evosoft“ bietet Softwarelösungen und IT-Dienstleistungen an. Künftig sollen Projekte stärker an Standorte im Ausland gehen. Das Ziel: niedrigere Kosten und eine schlankere Auftragsvergabe.
Quelle: boerse-express.com/news/articles/siemens-aktie-377-jobs-bei-evosoft-bis-ende-2027-911636
28.05.2026 Grüner Stahl in der Krise – Deutschlands Stahlwerke finden kaum Käufer
In Deutschland stockt der Umbau der Stahlindustrie, weil grüner Stahl trotz geplanter Milliardeninvestitionen kaum zahlungsbereite Kunden findet. Betroffen sind wichtige Stahlwerke in Duisburg, Bremen, Eisenhüttenstadt, Salzgitter und im Saarland. Auslöser sind hohe Stromkosten, teurer Wasserstoff und eine schwache Nachfrage aus Schlüsselbranchen. Zugleich verschärfen billige Importe aus Asien den Wettbewerb. Deshalb geraten Förderprojekte, Industriearbeitsplätze und die Klimaziele der Stahlbranche in Gefahr.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/gruener-stahl-in-der-krise-deutschlands-stahlwerke-finden-kaum-kaeufer
26.05.2026 Kollaps der deutschen Wirtschaft: 341.500 Industriejobs sind seit 2019 verloren gegangen
Nach dem aktuellen Industriebarometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ernst & Young“ für das erste Quartal 2026 sind seit dem Vorkrisenjahr 2019 insgesamt 341.500 Industriejobs verloren gegangen – ein Rückgang um gut 6%. Allein im ersten Quartal 2026 lag die Beschäftigung in deutschen Industrieunternehmen um 127.300 Stellen beziehungsweise 2,3% unter dem Vorjahresniveau. Damit hat sich der industrielle Arbeitsplatzabbau weiter verfestigt.
Quelle: apollo-news.net/kollaps-der-deutschen-wirtschaft-341-500-industriejobs-sind-seit-2019-verloren-gegangen
26.05.2026 Venator schließt Werk in Krefeld – rund 400 Jobs fallen im Chempark Uerdingen weg
In Krefeld-Uerdingen schließt die Chemiefirma „Venator“ Ende Mai ihren Standort im Chempark, nachdem der Insolvenzverwalter keinen Käufer fand und die Produktion dort bereits seit September 2025 stillstand. Deshalb verlieren mehr als 380 Beschäftigte ihre Arbeit. Damit endet für den Standort eine monatelange Suche nach einer tragfähigen Lösung. Ausschlaggebend war der gescheiterte Verkaufsprozess. Für die Belegschaft bleibt deshalb vor allem der Wechsel in eine Transfergesellschaft.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/venator-schliesst-werk-in-krefeld-rund-400-jobs-fallen-im-chempark-uerdingen-weg
25.05.2026 Nach mehr als 50 Jahren: Schoko-Traditionsbetrieb geht in die Insolvenz
„Süße Sachen, die Freude machen“. Dieses Motto liest man auf der Homepage von „DreiMeister“. Doch die Firma sowie mehr als 100 Mitarbeiter müssen offenbar um die Zukunft bangen. Laut einer Veröffentlichung vom 21.05.2026 beim Amtsgericht Arnsberg ist über die „DreiMeister Spezialitäten GmbH & Co. KG“ ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden.
Quelle: merkur.de/wirtschaft/in-die-insolvenz-suesswaren-traditionsbetrieb-geht-94319554.html
19.05.2026 Nächster Weltmarktführer am Ende: Industrieofenbauer ELIOG ist insolvent
Der Spezialist für maßgeschneiderte Industrieöfen und Wärmebehandlungsanlagen gilt seit Jahrzehnten als Weltmarktführer in diesem Segment. Eine Sanierung wird nun angestrebt. Gegründet wurde das Unternehmen 1924 in Düsseldorf als Hersteller elektrischer Industrieöfen. Besonders hart traf Eliog der Einbruch im Automobilgeschäft. Die deutsche Automobilindustrie – einer der größten Abnehmer von Industrieöfen – steckt in der tiefsten Krise seit Jahrzehnten. Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW kürzen ihre Investitionsbudgets, während Zulieferer zunehmend Liquidität horten, statt neue Investitionen vorzunehmen.
Quelle: apollo-news.net/nchster-weltmarktfhrer-am-ende-industrieofenbauer-eliog-ist-insolvent
17.05.2026 Wegen hoher Energie- und Standortkosten: Großer Autozulieferer MoldTecs ist insolvent
Betroffen sind zwei Standorte: der Sitz der „MoldTecs GmbH“ in Sonneberg sowie der Standort Bad Harzburg. Wie viele Stellen konkret bedroht sind, ist bisher offen. Laut dem Unternehmen arbeiten am Standort Bad Harzburg rund 180 Beschäftigte, in Sonneberg sollen es laut Informationen des MDR 330 Mitarbeiter sein. Das Unternehmen ließ wissen, dass der Geschäftsbetrieb vorerst uneingeschränkt weiterlaufen werde. Als Hauptgründe nannte „MoldTecs“ hohe Energie- und Standortkosten. Auch der steigende Wettbewerbsdruck und die rückläufige Nachfrage haben dem Unternehmen in den vergangenen Jahren zu schaffen gemacht.
Quelle: apollo-news.net/wegen-hoher-energie-und-standortkosten-groer-autozulieferer-moldtecs-ist-insolvent
17.05.2026 Energieintensive Industrie: Produktion geschrumpft und zehntausende Jobs gestrichen
Die energieintensiven Industriezweige in Deutschland – Hersteller etwa von Zement, Glas oder Papier – haben wegen höherer Kosten in den vergangenen vier Jahren die Produktion stark zurückgefahren und zehntausende Jobs gestrichen. Von Februar 2022 bis März 2026 schrumpfte die Produktion um 15,2%. Die Zahl der Beschäftigten sank um 6,3% oder 53.300.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/energieintensive-industrie-produktion-geschrumpft-und-zehntausende-jobs-gestrichen
17.05.2026 Festo streicht 1300 Stellen in Deutschland – Traditionsfirma reagiert auf Umsatzkrise
Der Automatisierungsspezialist „Festo“ plant in Deutschland den Abbau von rund 1300 Stellen. Das Unternehmen reagiert damit auf schwächere Märkte, stärkere Konkurrenz aus Asien und geopolitische Krisen. Dazu beeinflusst die aktuelle Wirtschaftskrise das Geschäft erheblich. Der Umsatz fiel 2025 um 3,7% auf rund 3,33 Mrd. €. Für die rund 8200 Beschäftigten in Deutschland wächst deshalb die Unsicherheit.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/festo-streicht-1300-stellen-in-deutschland-traditionsfirma-reagiert-auf-umsatzkrise
16.05.2026 Europäische Chemiebranche kurz vor dem Zusammenbruch: Werksschließungen in vier Jahren versechsfacht
Die europäische Chemiebranche leidet: Innerhalb von vier Jahren haben sich die Werkschließungen versechsfacht. Dadurch ist etwa ein Zehntel der Produktionskapazität verloren gegangen, und rund 20.000 Arbeitsplätze gingen verloren. Der Iran-Krieg könnte die Krise weiter verschärfen. Denn die Industrie schwächelt vor allem wegen hoher Energiepreise, einer schwachen Nachfrage und der Konkurrenz aus China.
Quelle: apollo-news.net/europische-chemiebranche-kurz-vor-dem-zusammenbruch-werksschlieungen-in-vier-jahren-versechsfacht
16.05.2026 Wacker Chemie streicht 1.300 Stellen – Burghausen verliert massiv Industriearbeitsplätze
„Wacker Chemie“ baut in Burghausen im Landkreis Altötting bis Ende 2027 rund 1.300 Stellen ab, weil der Konzern sein Sparprogramm PACE umsetzt. Deutschlandweit sollen etwa 1.600 Arbeitsplätze wegfallen. Die Chemieindustrie leidet unter hohen Kosten, schwacher Nachfrage und starkem internationalen Wettbewerb. Der größte Risikofaktor bleibt die sinkende Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, deshalb trifft der Einschnitt Beschäftigte, Familien, Zulieferer und die regionale Wirtschaft erheblich.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/wacker-chemie-streicht-1-300-stellen-burghausen-verliert-massiv-industriearbeitsplaetze
14.05.2026 Golden Toast-Hersteller Lieken schließt Großbäckerei in Essen
„Golden Toast“-Hersteller „Lieken“ will seine Großbäckerei in Essen-Borbeck Ende 2026 schließen. Die Belegschaft wurde am 08.05.2026 über die Pläne informiert. Das Unternehmen nennt sinkende Nachfrage, rückläufige Produktionsmengen, hohe Energie-, Betriebs- und Instandhaltungskosten sowie Sanierungsbedarf als Gründe. Betroffen sind rund 120 Arbeitsplätze. Zugleich verliert Essen einen weiteren industriellen Produktionsstandort der Lebensmittelbranche.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/golden-toast-hersteller-lieken-schliesst-grossbaeckerei-in-essen
13.05.2026 Automobilindustrie: Zulieferer Boryszew in Gardelegen schließt zum Jahresende
Der insolvente Autozulieferer „Boryszew Kunststofftechnik“ in Gardelegen wird zum Jahresende schließen. Trotz mehr als einjähriger Suche konnte kein langfristiger Investor gefunden werden. Betroffen sind allein am Standort in Sachsen-Anhalt 330 Beschäftigte.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/zulieferer-boryszew-in-gardelegen-schliesst-zum-jahresende-330-mitarbeiter-betroffen-10036078
10.05.2026 Soluxtec insolvent – einer der letzten deutschen Solarmodulhersteller kämpft ums überleben
Soluxtec hat am 29.04.2026 beim Amtsgericht Bitburg Insolvenz beantragt. Der Solarmodulhersteller produziert seit rund 15 Jahren in Bitburg und Föhren, doch der Preissturz bei Photovoltaikmodulen hat das Geschäftsmodell schwer getroffen. Rund 70 Mitarbeiter sind betroffen, während ihre Gehälter zunächst über Insolvenzgeld gesichert sind. Der zentrale Risikofaktor bleibt der globale Verdrängungswettbewerb. Damit gerät einer der wenigen verbliebenen deutschen Solarmodulhersteller in akute Gefahr.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/soluxtec-insolvent-einer-der-letzten-deutschen-solarmodulhersteller-kaempft-ums-ueberleben
05.05.2026 Interlübke insolvent: Iran-Krieg trifft deutschen Möbelhersteller mit voller Wucht
Der Möbelhersteller Interlübke aus Rheda-Wiedenbrück hat Ende April 2026 Insolvenz angemeldet, nachdem der Iran-Krieg die Kosten stark erhöht hatte. Das Amtsgericht Bielefeld setzte Rechtsanwalt Dr. Yorck Tilman Streitbörger als vorläufigen Insolvenzverwalter ein. Besonders riskant wurde die Lage, weil das Werk noch mit Öl heizt und zugleich Spediteure, Holzlieferanten und Lacklieferanten ihre Preise erhöhten.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/interluebke-insolvent-iran-krieg-trifft-deutschen-moebelhersteller-mit-voller-wucht
02.05.2026 Zwei Autozulieferer an einem Tag vor dem Aus – über 1.000 Jobs bei Bohai und Schlote gefährdet
In Harzgerode, Wernigerode, Sömmerda und Brandenburg droht zwei insolventen Autozulieferern das operative Aus. Am 28.04.2026 wurde bekannt, dass beim „Bohai-Trimet“-Konzern und der „Schlote“-Gruppe wichtige Rettungsversuche scheitern könnten. Hauptauftraggeber ziehen Aufträge ab, während Übernahmegespräche bisher keine Lösung brachten. Dadurch geraten mehr als 1.000 direkte Arbeitsplätze in Gefahr. Zusätzlich hängen rund 650 weitere Jobs in der Region wirtschaftlich an „Bohai“.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/zwei-autozulieferer-an-einem-tag-vor-dem-aus-ueber-1-000-jobs-bei-bohai-und-schlote-gefaehrdet
28.04.2026 Halberstädter Würstchen: Unternehmerfamilie gibt nach 35 Jahren auf
Die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens resultiert aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Vor allem die stark gestiegenen Energie-, Fleisch- und Personalkosten haben das Unternehmen getroffen. Zusätzlich leidet die Produktionsgesellschaft unter den Herausforderungen eines rückläufigen und hart umkämpften Lebensmittelmarktes.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/halberstaedter-wuerstchen-unternehmerfamilie-gibt-nach-35-jahren-auf-10033354
26.04.2026 125 Jahre Glasproduktion in der Lausitz: Wie die Flamme der Schmelzöfen allen Krisen trotzte und nun erlischt
In der Straße der Einheit in Weißwasser glüht kein Ofen mehr. Kein oranger Schein, kein industrielles Pochen. Andreas Nelte, der den Standort der „Telux Glasproducts & Components GmbH“ seit Jahrzehnten kennt und leitet, führt über ein Gelände, das 125 Jahre Glasproduktion gesehen hat. Heute arbeiten hier noch 16 Menschen. „Wenn alles gut geht, glüht ab dem nächsten Monat wieder was“, sagt er. Es klingt weniger nach Zuversicht als nach einem Satz, den man sich über Jahre immer wieder gesagt hat, um weiterzumachen.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/125-jahre-glasproduktion-in-der-lausitz-wie-die-flamme-der-schmelzoefen-allen-krisen-trotzte-und-nun-erlischt-10029487
25.04.2026 Familienunternehmen nach 62 Jahren insolvent – Firmenchef kritisiert hohe Bürokratiekosten
Das Robotikunternehmen „Stecher“ aus Baden-Württemberg erzielte noch bis vor Kurzem Rekordumsätze und wurde mit dem Innovationspreis des Landes ausgezeichnet. Nun ist die Stecher-Gruppe nach 62 Jahren Betriebstradition insolvent. Insgesamt 175 Mitarbeiter am Standort Sauldorf-Krumbach sind betroffen. Der Standort Deutschland sei durch hohen Bürokratieaufwand zunehmend teurer geworden – daran habe auch die Kanzlerschaft von Friedrich Merz nichts geändert, vielmehr habe sich die Situation weiter verschärft. Ausschlaggebend sei letztlich der Iran-Konflikt gewesen: Zahlreiche Auftraggeber hätten ihre Projekte gestoppt und Budgets eingefroren.
Quelle: apollo-news.net/familienunternehmen-nach-62-jahren-insolvent-firmenchef-kritisiert-hohe-buerokratiekosten
25.04.2026 Sensorspezialist Sick AG streicht 500 Jobs in Südbaden – jede zehnte Stelle bedroht
Betroffen sind die Standorte Waldkirch, Reute, Freiburg und Donaueschingen, an denen derzeit etwa 5000 Menschen arbeiten. Der Einschnitt wurde vor kurzem bekanntgegeben, nachdem das Unternehmen bereits seit November vor weiteren Kürzungen gewarnt hatte und im Januar die Schließung des Standorts Karlsruhe sowie den Abbau von rund 100 Stellen in Hamburg angekündigt hatte. Auslöser sind nach Unternehmensangaben verschärfte Wettbewerbsbedingungen, sinkende Erträge und ein zu schwaches Profitabilitätsniveau.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/sensorspezialist-sick-ag-streicht-500-jobs-in-suedbaden-jede-zehnte-stelle-bedroht
23.04.2026 MANN+HUMMEL schließt Werk in Speyer – 600 Beschäftigte vor dem Aus
„MANN+HUMMEL“ will sein Werk in Speyer bis 2028 schließen. Betroffen sind 600 Beschäftigte, darunter 400 Mitarbeiter in der Produktion. Die Fertigung soll schrittweise in andere Werke verlagert werden. Als Auslöser nennt das Unternehmen schwaches Wirtschaftswachstum in Europa, höhere Energie- und Arbeitskosten sowie zusätzliche Belastungen durch Zölle und geopolitische Unsicherheiten in den Lieferketten. Für Speyer ist die Entscheidung deshalb ein harter Einschnitt, weil ein Industriestandort mit Wurzeln bis 1945 vor dem Ende steht.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/mannhummel-schliesst-werk-in-speyer-600-beschaeftigte-vor-dem-aus
21.04.2026 VW könnte Kapazität für bis zu eine Million Fahrzeuge pro Jahr abbauen
Für Deutschland ist der Umbau in vollem Gang. VW vereinbarte Ende 2024 mit dem Betriebsrat den Abbau von mehr als 35.000 Stellen bis 2030; Reuters spricht inzwischen konzernweit von rund 50.000 Jobs in Deutschland bis 2030, wenn man Audi und Porsche einbezieht. Schon 2024 wurde für die deutschen Standorte ein Abbau von rund 700.000 bis 734.000 Einheiten Kapazität vereinbart. In Wolfsburg soll die Produktion auf weniger Linien konzentriert werden, der Golf wird ab 2027 in Mexiko gebaut. In Dresden endete die Fahrzeugproduktion im Dezember 2025, in Osnabrück läuft die Fertigung des T-Roc Cabrio Mitte 2027 aus.
Quelle: apollo-news.net/abschied-vom-eigenen-auto-vw-koennte-kapazitaet-fuer-bis-zu-eine-million-fahrzeuge-pro-jahr-abbauen
20.04.2026 Erich Jäger GmbH insolvent – rund 1000 Arbeitsplätze bei Autozulieferer betroffen
Die „Erich Jäger GmbH“ aus Friedberg hat am 14.04.2026 beim Amtsgericht Friedberg Insolvenz angemeldet. Betroffen ist ein Auto- und Industriezulieferer mit mehr als 90 Jahren Unternehmensgeschichte sowie rund 1000 Beschäftigten weltweit, davon etwa 200 Arbeitsplätze in Deutschland. Das Unternehmen produziert Steckverbindungssysteme für Fahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen. Auslöser des Verfahrens sind bestehende Zahlungsschwierigkeiten. Der Geschäftsbetrieb läuft jedoch weiter, zugleich wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt. Für die Beschäftigten beginnt damit eine Phase mit unklarer Perspektive.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/erich-jaeger-gmbh-insolvent-rund-1000-arbeitsplaetze-bei-autozulieferer-betroffen
15.06.2026 Betz International insolvent – hohe Dieselpreise treffen Spedition mit 140 Mitarbeitern
Die „Betz International GmbH“ aus Sonnenbühl in Baden-Württemberg ist insolvent. Das zuständige Amtsgericht Tübingen leitete das Verfahren am 07.04.2026 ein und bestellte den Rechtsanwalt Dirk Poff zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Auslöser der Schieflage waren nach Angaben aus dem Unternehmensumfeld vor allem hohe Dieselpreise, harter Wettbewerb, geringe Margen und die schwache Konjunktur in Deutschland. Damit geraten 140 Beschäftigte der Spedition in eine unsichere Lage, während nun geprüft wird, ob und in welcher Form der Geschäftsbetrieb weiterlaufen kann.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/betz-international-insolvent-hohe-dieselpreise-treffen-spedition-mit-140-mitarbeitern
11.04.2026 Olympus streicht in Hamburg 234 Stellen – seit 1. April 2026 drohen auch Kündigungen
Bei „Olympus“ in Hamburg sind seit dem 01.04.2026 insgesamt 234 Vollzeitstellen aus dem Stellenplan gestrichen. Betroffen sind alle Standorte des Medizintechnikunternehmens in der Stadt. Der Abbau ist Teil eines weltweiten Sparprogramms, das Olympus bereits im November 2025 angekündigt hatte und das rund 2000 Stellen umfasst. Auslöser ist ein neues globales Betriebsmodell, mit dem der Konzern Strukturen verschlanken, Abläufe vereinfachen und Kosten senken will. In Hamburg trifft die Maßnahme fast 8% der Belegschaft, denn dort arbeiten rund 3000 Menschen.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/olympus-streicht-in-hamburg-234-stellen-seit-1-april-2026-drohen-auch-kuendigungen
09.04.2026 Daimler Truck baut neues Lkw-Werk in Tschechien und verlagert Produktion
Daimler Truck baut nahe Cheb bei Karlovy Vary ein neues Lkw-Werk in Tschechien und verlagert dafür einen Teil der Produktion aus Wörth am Rhein. Das Projekt wurde Ende März 2026 bekannt. Die Fabrik soll auf 65 Hektar im „Strategic Business Park Cheb“ entstehen und bis zu 25.000 Fahrzeuge pro Jahr bauen. Geplant sind Investitionen von bis zu 8 Mrd. Kronen, rund 330 Mio. € sowie etwa 1.100 neue Arbeitsplätze. Der Baustart ist für 2027 vorgesehen, während die Produktion spätestens 2030 anlaufen soll.
Quelle:blackout-news.de/aktuelles/daimler-truck-baut-neues-lkw-werk-in-tschechien-und-verlagert-produktion
08.04.2026 Traum von einer Batterie-Gigafactory endet bei Akasol in Darmstadt im Personalabbau
In Darmstadt kippt Ende März ein früheres Industrieversprechen ins Gegenteil. Bei BorgWarner Akasol läuft ein Abfindungsprogramm an, nachdem der Konzern den Abbau von 120 Stellen in der Produktion konkretisiert hat, während über weitere Einschnitte im Entwicklungszentrum noch verhandelt wird. Auslöser sind sinkende Aufträge der beiden wichtigsten Kunden, geringere Abrufe zum Jahresende und der konzernweite Umbau. Brisant ist vor allem der Kontrast zur früheren Expansionslinie, denn der Standort galt mit seiner „Gigafactory 1“ als Symbol für den Ausbau der Batteriefertigung für Nutzfahrzeuge.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/traum-von-einer-batterie-gigafactory-endet-bei-akasol-in-darmstadt-im-personalabbau
03.04.2026 Holzbaufirma CL-Tech: 2,9 Millionen Euro staatliches Fördergeld kassiert – jetzt pleite
Das Holzbauunternehmen „CL-Tech“ aus Kaiserslautern ist im Bereich Hightech-Holzbau tätig und auf die Produktion anspruchsvoller Holzelemente spezialisiert. Dafür wurde das Unternehmen in der Branche als Senkrechtstarter gefeiert und vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium mit rund 2,9 Mio. gefördert. Jetzt musste „CL-Tech“ abrupt Insolvenz anmelden. Damit setzt sich die Pleitewelle in der Holzbranche fort.
Quelle: apollo-news.net/29-millionen-euro-staatliches-foerdergeld-kassiert-jetzt-pleite-holzbaufirma-cl-tech-ist-insolvent