Wirtschaft: Exitus/ Exodus/ Insolvenz (09.06.2026)

09.06.2026 Fraunhofer-Gesellschaft offenbar vor Streichung von 1.200 Stellen: Sparkurs trifft Forschung
 
Bei der „Fraunhofer-Gesellschaft“ stehen laut Medienberichten rund 1.200 Vollzeitstellen zur Disposition. Auslöser sind demnach rückläufige Aufträge, steigende Kosten und knapper werdende öffentliche Mittel. Im Jahr 2025 soll bereits ein strukturelles Defizit von rund 2% entstanden sein. Betroffen wären nach den Berichten die Institute und die Zentrale in München. „Fraunhofer“ hängt bei der Finanzierungsstruktur erheblich von öffentlichen Mitteln und öffentlich finanzierten Forschungsprojekten ab, während auch Industrieaufträge eine zentrale Rolle spielen.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/fraunhofer-gesellschaft-offenbar-vor-streichung-von-1-200-stellen-sparkurs-trifft-forschung

 

09.06.2026 Arbeitsagentur braucht Milliarden vom Bund: Deindustrialisierung trifft jetzt den Arbeitsmarkt
 
Die Arbeitsagentur erwartet wegen der schwachen Wirtschaft und steigender Arbeitslosigkeit ein Milliardenloch. Der aktuelle Finanzbericht an den Haushaltsausschuss zeigt deshalb, wie stark die Deindustrialisierung inzwischen den Arbeitsmarkt erreicht. Bis2030 könnten rund 23,4 Mrd. € an Liquiditätshilfen des Bundes nötig werden. Betroffen sind Beitragszahler, Steuerzahler und Beschäftigte in kriselnden Branchen. Besonders gefährlich ist der Anstieg beim beitragsfinanzierten Arbeitslosengeld.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/arbeitsagentur-braucht-milliarden-vom-bund-deindustrialisierung-trifft-jetzt-den-arbeitsmarkt/

 

09.06.2026 Nextmove: Ostdeutscher Elektroauto-Vermieter meldet Insolvenz an
 
Einer der größten Vermieter von Elektroautos in Deutschland hat Insolvenz angemeldet. Über den thüringischen Elektroauto-Vermieter Nextmove wurde am 01.06.2026 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Das geht aus einer Bekanntmachung des Amtsgerichts Erfurt hervor. Den Antrag hatte das Unternehmen mit Sitz in Arnstadt bereits im April gestellt.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/nextmove-e-auto-vermieter-aus-thueringen-meldet-insolvenz-an-10075104

 

04.06.2026 Schlechte Standortbedingungen: Pharmakonzerne ziehen sich aus Deutschland zurück
 
„Eli Lilly“ ist das größte Pharmaunternehmen der Welt. Jetzt halbiert es seine Investitionspläne für Deutschland und denkt sogar darüber nach, neue Medikamente hierzulande nicht mehr einzuführen. Auch Boehringer streicht Investitionen in Höhe von 900 Mio. €.
Quelle: apollo-news.net/schlechte-standortbedingungen-pharmakonzerne-ziehen-sich-aus-deutschland-zurck

 

02.06.2026 Ikea streicht in Dortmund Hunderte Jobs: IT-Aus und Stellenabbau treffen Standort hart
 
In Dortmund-Ellinghausen baut „Ikea“ im Zuge einer internationalen Restrukturierung massiv Stellen ab. Vom Stellenabbau betroffen sind die „Ikea IT Germany GmbH“ und die „Ikea Purchasing Services Germany GmbH“. Der Möbelkonzern will Kosten senken und Aufgaben in größere Einheiten verlagern. Deshalb fallen am Standort zahlreiche Jobs weg. Nach Unternehmensangaben sind mehr als 250 Stellen betroffen. Interne Angaben nennen jedoch bis zu 350 betroffene Mitarbeiter. Bei der „Ikea Purchasing Services Germany GmbH“ reicht die Planung bis Ende 2026. Außerdem soll die Dortmunder IT-Einheit schließen.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/ikea-streicht-in-dortmund-hunderte-jobs-it-aus-und-stellenabbau-treffen-standort-hart

 

31.05.2026 Siemens: 377 Jobs bei Evosoft bis Ende 2027
 
Siemens greift bei seiner IT-Tochter „Evosoft“ durch. Alle deutschen Standorte sollen bis Ende 2027 schließen, betroffen sind 377 Arbeitsplätze. Der Schritt zeigt, wie stark der Konzern seine Kostenbasis prüft. „Evosoft“ bietet Softwarelösungen und IT-Dienstleistungen an. Künftig sollen Projekte stärker an Standorte im Ausland gehen. Das Ziel: niedrigere Kosten und eine schlankere Auftragsvergabe.
Quelle: boerse-express.com/news/articles/siemens-aktie-377-jobs-bei-evosoft-bis-ende-2027-911636

 

28.05.2026 Grüner Stahl in der Krise – Deutschlands Stahlwerke finden kaum Käufer
 
In Deutschland stockt der Umbau der Stahlindustrie, weil grüner Stahl trotz geplanter Milliardeninvestitionen kaum zahlungsbereite Kunden findet. Betroffen sind wichtige Stahlwerke in Duisburg, Bremen, Eisenhüttenstadt, Salzgitter und im Saarland. Auslöser sind hohe Stromkosten, teurer Wasserstoff und eine schwache Nachfrage aus Schlüsselbranchen. Zugleich verschärfen billige Importe aus Asien den Wettbewerb. Deshalb geraten Förderprojekte, Industriearbeitsplätze und die Klimaziele der Stahlbranche in Gefahr.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/gruener-stahl-in-der-krise-deutschlands-stahlwerke-finden-kaum-kaeufer

 

26.05.2026 Kollaps der deutschen Wirtschaft: 341.500 Industriejobs sind seit 2019 verloren gegangen
 
Nach dem aktuellen Industriebarometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ernst & Young“ für das erste Quartal 2026 sind seit dem Vorkrisenjahr 2019 insgesamt 341.500 Industriejobs verloren gegangen – ein Rückgang um gut 6%. Allein im ersten Quartal 2026 lag die Beschäftigung in deutschen Industrieunternehmen um 127.300 Stellen beziehungsweise 2,3% unter dem Vorjahresniveau. Damit hat sich der industrielle Arbeitsplatzabbau weiter verfestigt.
Quelle: apollo-news.net/kollaps-der-deutschen-wirtschaft-341-500-industriejobs-sind-seit-2019-verloren-gegangen

 

26.05.2026 Venator schließt Werk in Krefeld – rund 400 Jobs fallen im Chempark Uerdingen weg
 
In Krefeld-Uerdingen schließt die Chemiefirma „Venator“ Ende Mai ihren Standort im Chempark, nachdem der Insolvenzverwalter keinen Käufer fand und die Produktion dort bereits seit September 2025 stillstand. Deshalb verlieren mehr als 380 Beschäftigte ihre Arbeit. Damit endet für den Standort eine monatelange Suche nach einer tragfähigen Lösung. Ausschlaggebend war der gescheiterte Verkaufsprozess. Für die Belegschaft bleibt deshalb vor allem der Wechsel in eine Transfergesellschaft.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/venator-schliesst-werk-in-krefeld-rund-400-jobs-fallen-im-chempark-uerdingen-weg

 

25.05.2026 Nach mehr als 50 Jahren: Schoko-Traditionsbetrieb geht in die Insolvenz
 
„Süße Sachen, die Freude machen“. Dieses Motto liest man auf der Homepage von „DreiMeister“. Doch die Firma sowie mehr als 100 Mitarbeiter müssen offenbar um die Zukunft bangen. Laut einer Veröffentlichung vom 21.05.2026 beim Amtsgericht Arnsberg ist über die „DreiMeister Spezialitäten GmbH & Co. KG“ ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden.
Quelle: merkur.de/wirtschaft/in-die-insolvenz-suesswaren-traditionsbetrieb-geht-94319554.html

 

19.05.2026 Nächster Weltmarktführer am Ende: Industrieofenbauer ELIOG ist insolvent
 
Der Spezialist für maßgeschneiderte Industrieöfen und Wärmebehandlungsanlagen gilt seit Jahrzehnten als Weltmarktführer in diesem Segment. Eine Sanierung wird nun angestrebt. Gegründet wurde das Unternehmen 1924 in Düsseldorf als Hersteller elektrischer Industrieöfen. Besonders hart traf Eliog der Einbruch im Automobilgeschäft. Die deutsche Automobilindustrie – einer der größten Abnehmer von Industrieöfen – steckt in der tiefsten Krise seit Jahrzehnten. Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW kürzen ihre Investitionsbudgets, während Zulieferer zunehmend Liquidität horten, statt neue Investitionen vorzunehmen.
Quelle: apollo-news.net/nchster-weltmarktfhrer-am-ende-industrieofenbauer-eliog-ist-insolvent

 

17.05.2026 Wegen hoher Energie- und Standortkosten: Großer Autozulieferer MoldTecs ist insolvent
 
Betroffen sind zwei Standorte: der Sitz der „MoldTecs GmbH“ in Sonneberg sowie der Standort Bad Harzburg. Wie viele Stellen konkret bedroht sind, ist bisher offen. Laut dem Unternehmen arbeiten am Standort Bad Harzburg rund 180 Beschäftigte, in Sonneberg sollen es laut Informationen des MDR 330 Mitarbeiter sein. Das Unternehmen ließ wissen, dass der Geschäftsbetrieb vorerst uneingeschränkt weiterlaufen werde. Als Hauptgründe nannte „MoldTecs“ hohe Energie- und Standortkosten. Auch der steigende Wettbewerbsdruck und die rückläufige Nachfrage haben dem Unternehmen in den vergangenen Jahren zu schaffen gemacht.
Quelle: apollo-news.net/wegen-hoher-energie-und-standortkosten-groer-autozulieferer-moldtecs-ist-insolvent

 

17.05.2026 Energieintensive Industrie: Produktion geschrumpft und zehntausende Jobs gestrichen
 
Die energieintensiven Industriezweige in Deutschland – Hersteller etwa von Zement, Glas oder Papier – haben wegen höherer Kosten in den vergangenen vier Jahren die Produktion stark zurückgefahren und zehntausende Jobs gestrichen. Von Februar 2022 bis März 2026 schrumpfte die Produktion um 15,2%. Die Zahl der Beschäftigten sank um 6,3% oder 53.300.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/energieintensive-industrie-produktion-geschrumpft-und-zehntausende-jobs-gestrichen

 

17.05.2026 Festo streicht 1300 Stellen in Deutschland – Traditionsfirma reagiert auf Umsatzkrise
 
Der Automatisierungsspezialist „Festo“ plant in Deutschland den Abbau von rund 1300 Stellen. Das Unternehmen reagiert damit auf schwächere Märkte, stärkere Konkurrenz aus Asien und geopolitische Krisen. Dazu beeinflusst die aktuelle Wirtschaftskrise das Geschäft erheblich. Der Umsatz fiel 2025 um 3,7% auf rund 3,33 Mrd. €. Für die rund 8200 Beschäftigten in Deutschland wächst deshalb die Unsicherheit.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/festo-streicht-1300-stellen-in-deutschland-traditionsfirma-reagiert-auf-umsatzkrise

 

16.05.2026 Europäische Chemiebranche kurz vor dem Zusammenbruch: Werksschließungen in vier Jahren versechsfacht
 
Die europäische Chemiebranche leidet: Innerhalb von vier Jahren haben sich die Werkschließungen versechsfacht. Dadurch ist etwa ein Zehntel der Produktionskapazität verloren gegangen, und rund 20.000 Arbeitsplätze gingen verloren. Der Iran-Krieg könnte die Krise weiter verschärfen. Denn die Industrie schwächelt vor allem wegen hoher Energiepreise, einer schwachen Nachfrage und der Konkurrenz aus China.
Quelle: apollo-news.net/europische-chemiebranche-kurz-vor-dem-zusammenbruch-werksschlieungen-in-vier-jahren-versechsfacht

 

16.05.2026 Wacker Chemie streicht 1.300 Stellen – Burghausen verliert massiv Industriearbeitsplätze
 
„Wacker Chemie“ baut in Burghausen im Landkreis Altötting bis Ende 2027 rund 1.300 Stellen ab, weil der Konzern sein Sparprogramm PACE umsetzt. Deutschlandweit sollen etwa 1.600 Arbeitsplätze wegfallen. Die Chemieindustrie leidet unter hohen Kosten, schwacher Nachfrage und starkem internationalen Wettbewerb. Der größte Risikofaktor bleibt die sinkende Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland, deshalb trifft der Einschnitt Beschäftigte, Familien, Zulieferer und die regionale Wirtschaft erheblich.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/wacker-chemie-streicht-1-300-stellen-burghausen-verliert-massiv-industriearbeitsplaetze

 

14.05.2026 Golden Toast-Hersteller Lieken schließt Großbäckerei in Essen
 
„Golden Toast“-Hersteller „Lieken“ will seine Großbäckerei in Essen-Borbeck Ende 2026 schließen. Die Belegschaft wurde am 08.05.2026 über die Pläne informiert. Das Unternehmen nennt sinkende Nachfrage, rückläufige Produktionsmengen, hohe Energie-, Betriebs- und Instandhaltungskosten sowie Sanierungsbedarf als Gründe. Betroffen sind rund 120 Arbeitsplätze. Zugleich verliert Essen einen weiteren industriellen Produktionsstandort der Lebensmittelbranche.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/golden-toast-hersteller-lieken-schliesst-grossbaeckerei-in-essen

 

13.05.2026 Automobilindustrie: Zulieferer Boryszew in Gardelegen schließt zum Jahresende
 
Der insolvente Autozulieferer „Boryszew Kunststofftechnik“ in Gardelegen wird zum Jahresende schließen. Trotz mehr als einjähriger Suche konnte kein langfristiger Investor gefunden werden. Betroffen sind allein am Standort in Sachsen-Anhalt 330 Beschäftigte.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/zulieferer-boryszew-in-gardelegen-schliesst-zum-jahresende-330-mitarbeiter-betroffen-10036078

 

10.05.2026 Soluxtec insolvent – einer der letzten deutschen Solarmodulhersteller kämpft ums überleben
 
Soluxtec hat am 29.04.2026 beim Amtsgericht Bitburg Insolvenz beantragt. Der Solarmodulhersteller produziert seit rund 15 Jahren in Bitburg und Föhren, doch der Preissturz bei Photovoltaikmodulen hat das Geschäftsmodell schwer getroffen. Rund 70 Mitarbeiter sind betroffen, während ihre Gehälter zunächst über Insolvenzgeld gesichert sind. Der zentrale Risikofaktor bleibt der globale Verdrängungswettbewerb. Damit gerät einer der wenigen verbliebenen deutschen Solarmodulhersteller in akute Gefahr.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/soluxtec-insolvent-einer-der-letzten-deutschen-solarmodulhersteller-kaempft-ums-ueberleben

 

05.05.2026 Interlübke insolvent: Iran-Krieg trifft deutschen Möbelhersteller mit voller Wucht
 
Der Möbelhersteller Interlübke aus Rheda-Wiedenbrück hat Ende April 2026 Insolvenz angemeldet, nachdem der Iran-Krieg die Kosten stark erhöht hatte. Das Amtsgericht Bielefeld setzte Rechtsanwalt Dr. Yorck Tilman Streitbörger als vorläufigen Insolvenzverwalter ein. Besonders riskant wurde die Lage, weil das Werk noch mit Öl heizt und zugleich Spediteure, Holzlieferanten und Lacklieferanten ihre Preise erhöhten.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/interluebke-insolvent-iran-krieg-trifft-deutschen-moebelhersteller-mit-voller-wucht

 

02.05.2026 Zwei Autozulieferer an einem Tag vor dem Aus – über 1.000 Jobs bei Bohai und Schlote gefährdet
 
In Harzgerode, Wernigerode, Sömmerda und Brandenburg droht zwei insolventen Autozulieferern das operative Aus. Am 28.04.2026 wurde bekannt, dass beim „Bohai-Trimet“-Konzern und der „Schlote“-Gruppe wichtige Rettungsversuche scheitern könnten. Hauptauftraggeber ziehen Aufträge ab, während Übernahmegespräche bisher keine Lösung brachten. Dadurch geraten mehr als 1.000 direkte Arbeitsplätze in Gefahr. Zusätzlich hängen rund 650 weitere Jobs in der Region wirtschaftlich an „Bohai“.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/zwei-autozulieferer-an-einem-tag-vor-dem-aus-ueber-1-000-jobs-bei-bohai-und-schlote-gefaehrdet

 

28.04.2026 Halberstädter Würstchen: Unternehmerfamilie gibt nach 35 Jahren auf
 
Die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens resultiert aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Vor allem die stark gestiegenen Energie-, Fleisch- und Personalkosten haben das Unternehmen getroffen. Zusätzlich leidet die Produktionsgesellschaft unter den Herausforderungen eines rückläufigen und hart umkämpften Lebensmittelmarktes.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/halberstaedter-wuerstchen-unternehmerfamilie-gibt-nach-35-jahren-auf-10033354

 

26.04.2026 125 Jahre Glasproduktion in der Lausitz: Wie die Flamme der Schmelzöfen allen Krisen trotzte und nun erlischt
 
In der Straße der Einheit in Weißwasser glüht kein Ofen mehr. Kein oranger Schein, kein industrielles Pochen. Andreas Nelte, der den Standort der „Telux Glasproducts & Components GmbH“ seit Jahrzehnten kennt und leitet, führt über ein Gelände, das 125 Jahre Glasproduktion gesehen hat. Heute arbeiten hier noch 16 Menschen. „Wenn alles gut geht, glüht ab dem nächsten Monat wieder was“, sagt er. Es klingt weniger nach Zuversicht als nach einem Satz, den man sich über Jahre immer wieder gesagt hat, um weiterzumachen.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/125-jahre-glasproduktion-in-der-lausitz-wie-die-flamme-der-schmelzoefen-allen-krisen-trotzte-und-nun-erlischt-10029487

 

25.04.2026 Familienunternehmen nach 62 Jahren insolvent – Firmenchef kritisiert hohe Bürokratiekosten
 
Das Robotikunternehmen „Stecher“ aus Baden-Württemberg erzielte noch bis vor Kurzem Rekordumsätze und wurde mit dem Innovationspreis des Landes ausgezeichnet. Nun ist die Stecher-Gruppe nach 62 Jahren Betriebstradition insolvent. Insgesamt 175 Mitarbeiter am Standort Sauldorf-Krumbach sind betroffen. Der Standort Deutschland sei durch hohen Bürokratieaufwand zunehmend teurer geworden – daran habe auch die Kanzlerschaft von Friedrich Merz nichts geändert, vielmehr habe sich die Situation weiter verschärft. Ausschlaggebend sei letztlich der Iran-Konflikt gewesen: Zahlreiche Auftraggeber hätten ihre Projekte gestoppt und Budgets eingefroren.
Quelle: apollo-news.net/familienunternehmen-nach-62-jahren-insolvent-firmenchef-kritisiert-hohe-buerokratiekosten

 

25.04.2026 Sensorspezialist Sick AG streicht 500 Jobs in Südbaden – jede zehnte Stelle bedroht
 
Betroffen sind die Standorte Waldkirch, Reute, Freiburg und Donaueschingen, an denen derzeit etwa 5000 Menschen arbeiten. Der Einschnitt wurde vor kurzem bekanntgegeben, nachdem das Unternehmen bereits seit November vor weiteren Kürzungen gewarnt hatte und im Januar die Schließung des Standorts Karlsruhe sowie den Abbau von rund 100 Stellen in Hamburg angekündigt hatte. Auslöser sind nach Unternehmensangaben verschärfte Wettbewerbsbedingungen, sinkende Erträge und ein zu schwaches Profitabilitätsniveau.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/sensorspezialist-sick-ag-streicht-500-jobs-in-suedbaden-jede-zehnte-stelle-bedroht

 

23.04.2026 MANN+HUMMEL schließt Werk in Speyer – 600 Beschäftigte vor dem Aus
 
„MANN+HUMMEL“ will sein Werk in Speyer bis 2028 schließen. Betroffen sind 600 Beschäftigte, darunter 400 Mitarbeiter in der Produktion. Die Fertigung soll schrittweise in andere Werke verlagert werden. Als Auslöser nennt das Unternehmen schwaches Wirtschaftswachstum in Europa, höhere Energie- und Arbeitskosten sowie zusätzliche Belastungen durch Zölle und geopolitische Unsicherheiten in den Lieferketten. Für Speyer ist die Entscheidung deshalb ein harter Einschnitt, weil ein Industriestandort mit Wurzeln bis 1945 vor dem Ende steht.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/mannhummel-schliesst-werk-in-speyer-600-beschaeftigte-vor-dem-aus

 

21.04.2026 VW könnte Kapazität für bis zu eine Million Fahrzeuge pro Jahr abbauen
 
Für Deutschland ist der Umbau in vollem Gang. VW vereinbarte Ende 2024 mit dem Betriebsrat den Abbau von mehr als 35.000 Stellen bis 2030; Reuters spricht inzwischen konzernweit von rund 50.000 Jobs in Deutschland bis 2030, wenn man Audi und Porsche einbezieht. Schon 2024 wurde für die deutschen Standorte ein Abbau von rund 700.000 bis 734.000 Einheiten Kapazität vereinbart. In Wolfsburg soll die Produktion auf weniger Linien konzentriert werden, der Golf wird ab 2027 in Mexiko gebaut. In Dresden endete die Fahrzeugproduktion im Dezember 2025, in Osnabrück läuft die Fertigung des T-Roc Cabrio Mitte 2027 aus.
Quelle: apollo-news.net/abschied-vom-eigenen-auto-vw-koennte-kapazitaet-fuer-bis-zu-eine-million-fahrzeuge-pro-jahr-abbauen

 

20.04.2026 Erich Jäger GmbH insolvent – rund 1000 Arbeitsplätze bei Autozulieferer betroffen
 
Die „Erich Jäger GmbH“ aus Friedberg hat am 14.04.2026 beim Amtsgericht Friedberg Insolvenz angemeldet. Betroffen ist ein Auto- und Industriezulieferer mit mehr als 90 Jahren Unternehmensgeschichte sowie rund 1000 Beschäftigten weltweit, davon etwa 200 Arbeitsplätze in Deutschland. Das Unternehmen produziert Steckverbindungssysteme für Fahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen. Auslöser des Verfahrens sind bestehende Zahlungsschwierigkeiten. Der Geschäftsbetrieb läuft jedoch weiter, zugleich wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt. Für die Beschäftigten beginnt damit eine Phase mit unklarer Perspektive.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/erich-jaeger-gmbh-insolvent-rund-1000-arbeitsplaetze-bei-autozulieferer-betroffen

 

15.06.2026 Betz International insolvent – hohe Dieselpreise treffen Spedition mit 140 Mitarbeitern
 
Die „Betz International GmbH“ aus Sonnenbühl in Baden-Württemberg ist insolvent. Das zuständige Amtsgericht Tübingen leitete das Verfahren am 07.04.2026 ein und bestellte den Rechtsanwalt Dirk Poff zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Auslöser der Schieflage waren nach Angaben aus dem Unternehmensumfeld vor allem hohe Dieselpreise, harter Wettbewerb, geringe Margen und die schwache Konjunktur in Deutschland. Damit geraten 140 Beschäftigte der Spedition in eine unsichere Lage, während nun geprüft wird, ob und in welcher Form der Geschäftsbetrieb weiterlaufen kann.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/betz-international-insolvent-hohe-dieselpreise-treffen-spedition-mit-140-mitarbeitern

 

11.04.2026 Olympus streicht in Hamburg 234 Stellen – seit 1. April 2026 drohen auch Kündigungen
 
Bei „Olympus“ in Hamburg sind seit dem 01.04.2026 insgesamt 234 Vollzeitstellen aus dem Stellenplan gestrichen. Betroffen sind alle Standorte des Medizintechnikunternehmens in der Stadt. Der Abbau ist Teil eines weltweiten Sparprogramms, das Olympus bereits im November 2025 angekündigt hatte und das rund 2000 Stellen umfasst. Auslöser ist ein neues globales Betriebsmodell, mit dem der Konzern Strukturen verschlanken, Abläufe vereinfachen und Kosten senken will. In Hamburg trifft die Maßnahme fast 8% der Belegschaft, denn dort arbeiten rund 3000 Menschen.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/olympus-streicht-in-hamburg-234-stellen-seit-1-april-2026-drohen-auch-kuendigungen

 

09.04.2026 Daimler Truck baut neues Lkw-Werk in Tschechien und verlagert Produktion
 
Daimler Truck baut nahe Cheb bei Karlovy Vary ein neues Lkw-Werk in Tschechien und verlagert dafür einen Teil der Produktion aus Wörth am Rhein. Das Projekt wurde Ende März 2026 bekannt. Die Fabrik soll auf 65 Hektar im „Strategic Business Park Cheb“ entstehen und bis zu 25.000 Fahrzeuge pro Jahr bauen. Geplant sind Investitionen von bis zu 8 Mrd. Kronen, rund 330 Mio. € sowie etwa 1.100 neue Arbeitsplätze. Der Baustart ist für 2027 vorgesehen, während die Produktion spätestens 2030 anlaufen soll.
Quelle:blackout-news.de/aktuelles/daimler-truck-baut-neues-lkw-werk-in-tschechien-und-verlagert-produktion

 

08.04.2026 Traum von einer Batterie-Gigafactory endet bei Akasol in Darmstadt im Personalabbau
 
In Darmstadt kippt Ende März ein früheres Industrieversprechen ins Gegenteil. Bei BorgWarner Akasol läuft ein Abfindungsprogramm an, nachdem der Konzern den Abbau von 120 Stellen in der Produktion konkretisiert hat, während über weitere Einschnitte im Entwicklungszentrum noch verhandelt wird. Auslöser sind sinkende Aufträge der beiden wichtigsten Kunden, geringere Abrufe zum Jahresende und der konzernweite Umbau. Brisant ist vor allem der Kontrast zur früheren Expansionslinie, denn der Standort galt mit seiner „Gigafactory 1“ als Symbol für den Ausbau der Batteriefertigung für Nutzfahrzeuge.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/traum-von-einer-batterie-gigafactory-endet-bei-akasol-in-darmstadt-im-personalabbau

 

03.04.2026 Holzbaufirma CL-Tech: 2,9 Millionen Euro staatliches Fördergeld kassiert – jetzt pleite
 
Das Holzbauunternehmen „CL-Tech“ aus Kaiserslautern ist im Bereich Hightech-Holzbau tätig und auf die Produktion anspruchsvoller Holzelemente spezialisiert. Dafür wurde das Unternehmen in der Branche als Senkrechtstarter gefeiert und vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium mit rund 2,9 Mio.  gefördert. Jetzt musste „CL-Tech“ abrupt Insolvenz anmelden. Damit setzt sich die Pleitewelle in der Holzbranche fort.
Quelle: apollo-news.net/29-millionen-euro-staatliches-foerdergeld-kassiert-jetzt-pleite-holzbaufirma-cl-tech-ist-insolvent

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