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„Förderlogik belohnt Kapital – und verschärft Ungleichheit“

Die CO₂-Abgabe wirkt nicht nur beim Tanken und Heizen, sondern sie läuft durch die gesamte Wertschöpfungskette. Denn Speditionen kalkulieren höhere Sprit- und Energiekosten ein, und Hersteller brauchen Strom sowie Prozesswärme. Außerdem verteuern Kühlung, Lagerhallen und Filialbetrieb viele Produkte, sodass die Abgabe als stiller Aufschlag im Supermarkt und beim Handwerker ankommt.

Kollateralschäden

Für manche Bürger im Südwesten heißt es immer noch: Nerven bewahren und heißen Tee trinken. Sie sitzen noch immer in eiskalten Wohnungen und Häusern. Warten – diesmal auf den Installateur. Heizungstechniker im Dauereinsatz: „Das Telefon klingelt bei uns ohne Unterlass“, sagt Diplom-Ingenieur Alexander Dobriloff, Chef der Firma „RO-DO Wärmedienst“, direkt im Epizentrum des Stromausfallgebietes, am S-Bahnhof Schlachtensee.

„Es geht nicht um Panikmache – es geht um Physik“

Betrachten wir zunächst die technische Realität eines Blackouts. Das europäische Stromnetz läuft mit 50 Hertz Netzfrequenz – eine präzise synchronisierte Maschine, bei der sich alle Generatoren im Gleichtakt drehen. Nach einem totalen Zusammenbruch existiert: keine Referenzfrequenz, keine Spannung, keine Kommunikation über das Netz. Alles muss von Grund auf neu synchronisiert werden.

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