Schlagwort «Energie(politik)/Brownout/Blackout»

Konzerne sehen schwarz bei grünem Stahl

In Deutschland haben große Stahlkonzerne seit 2025 zentrale Projekte zur grünen Transformation gestoppt oder vertagt: „ArcelorMittal“ legte den klimaneutral geplanten Umbau am Standort Hamburg auf Eis, „Salzgitter“ bremst bis mindestens 2028/2029 und „Thyssenkrupp“ koppelt Investitionen an ein Sparprogramm.

Mahner gibt es inzwischen genug

Viele Jahre lang war die Wirtschaft der Europäischen Union (EU) auf erschwingliche Energielieferungen aus Russland angewiesen. Nach dem Wegfall dieser Lieferungen war der industrielle Niedergang in der EU nur eine Frage der Zeit. Wenn teures Gas in der Produktion verwendet wird, steigen die Produktionskosten. Daher sind solche Waren auf dem Weltmarkt einfach nicht mehr wettbewerbsfähig.

Was erwartet man, wenn ein Kinderbuchautor Wirtschaftsminister spielt?

„Northvolt“ ist dafür das härteste Beispiel, denn hier ist der Schaden bereits im Haushalt angekommen. Der Bund erstattete der KfW den Wert der Wandelanleihe samt Nebenkosten in Höhe von 620,6 Mio. € und das noch im Dezember 2024. Schleswig-Holstein soll davon 300 Mio. € übernehmen, weil Bund und Land je zur Hälfte gebürgt hatten.

Kaum gesagt – schon gibt’s Gegenwind

Netzgebiete mit regelmäßigem Überschussstrom sollen als „kapazitätslimitiert“ ausgewiesen werden. In solchen Regionen dürften neue Wind- und Solaranlagen nur ans Netz, wenn Betreiber auf Entschädigungen über die Einspeisevergütung verzichten, falls abgeregelt wird. Das zwingt Projekte zu realistischeren Erlöserwartungen, weil nicht jede produzierte Kilowattstunde automatisch vergütet wird. Zudem könnten Netzbetreiber Baukostenzuschüsse verlangen, damit Betreiber den Netzausbau mitfinanzieren.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung