„Merz‘ Vabanque-Spiel“

28.05.2026 Merz und die Ukraine: Ungedeckte Schecks und tickende Zeitbomben
 
Deutschland wolle eine “neue Dynamik” in die Ukraine-Politik bringen. So begründete Kanzler Merz seinen – mittlerweile gescheiterten – Vorstoß für einen Sonderstatus als „assoziiertes Mitglied“ der EU. In Wahrheit geht es um etwas ganz anderes.
 
Vor allem geht es darum, den deutschen Führungsanspruch zu untermauern. Merz will den Weg weisen – selbst wenn er sich dabei verrennt. Dazu passt, dass Außenminister Wadephul kurz nach dem Merz-Plan mehr Geld für die Ukraine anmahnte.
 
Die Alliierten sollten Deutschlands “Beispiel” folgen und aus der eigenen Kasse nochmal 90 Mrd. € locker machen.
 
Beide Vorstöße sind zwar auf den ersten Blick gescheitert.
 
Der ukrainische Präsident Selenskyj lehnte einen Sonderstatus ab – sein Land habe eine Vollmitgliedschaft in der EU verdient. Höhere Zahlungen an die Ukraine haben Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und sogar UK und Kanada zurückgewiesen. Damit ist Berlin kurz nacheinander zweimal aufgelaufen.
 
Doch das steckt die Bundesregierung erstaunlich locker weg. Sie will “Duftmarken” setzen und austesten, “was geht”.
 
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