01.08.2026 Europas grüne Selbstzerstörung: Ideologie statt Thermodynamik
Während sich die EU-Kommission in Brüssel gegenseitig für den Green Deal auf die Schulter klopft, zeigt der „75. Statistical Review of World Energy“ eine völlig andere Realität:
Europas Energieverbrauch sinkt seit 2015 jährlich um etwa 1%. Der asiatisch-pazifische Raum wächst im gleichen Zeitraum um 2,6%pro Jahr.
Das ist kein Triumph ökologischer Tugendhaftigkeit. Das ist Deindustrialisierung in Zeitlupe.
Wenn eine Volkswirtschaft weniger Energie verbraucht, produziert sie weniger.
Wenn sie weniger produziert, verliert sie an Wettbewerbsfähigkeit.
Wenn sie an Wettbewerbsfähigkeit verliert, wandern Industrien ab.
Und wenn Industrien abwandern – nun, dann sinkt zwar der CO₂-Ausstoß auf dem Papier, aber nur weil die Emissionen nach China, Indien oder Vietnam exportiert wurden.
Die Atmosphäre interessiert sich herzlich wenig für EU-Buchhaltungstricks.
Die nackten Zahlen: Der globale Energieverbrauch erreichte2025 ein neues Allzeithoch von 600 Exajoule.
Zur Einordnung: Ein Joule ist die Arbeit, die nötig ist, um eine Sekunde lang ein Watt Leistung zu erbringen. 600 Exajoule sind 600 Trillionen Joule – eine Zahl mit 20 Nullen.
Die Aufteilung:
Öl: 33,5 %
Kohle: 27,6 %
Erdgas: 25,1 %
Solar und Wind zusammen: 3 %
Drei Prozent. Für diese drei Prozent hat die EU ihre gesamte Industriepolitik über Bord geworfen, Energiepreise in stratosphärische Höhen getrieben und sich von russischem Pipeline-Gas auf amerikanisches Fracking-Flüssiggas umgestellt.
Letzteres mit einem CO₂-Fußabdruck, der den des russischen Gases um ein Vielfaches übersteigt, wenn man Transport und Verflüssigung einrechnet.
Die EU hat auf eine Technologie gewettet, die nach 20 Jahren massiver Subventionen und regulatorischer Bevorzugung gerade einmal 3% des weltweiten Energiebedarfs deckt.
In der Wirtschaft nennt man so etwas ein Verlustgeschäft.
Quelle: tkp.at/2026/08/01/europas-gruene-selbstzerstoerung-ideologie-statt-thermodynamik