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19.08.2026 Deutsche NGOs lieferten 22.500 Migranten in Italien ab – jetzt stellt Rom Berlin die Rechnung
 
Die Zahlen des italienischen Innenministeriums lassen wenig Raum für Beschönigungen.
 
Seit dem Amtsantritt Giorgia Melonis im Oktober 2022 kamen rund 42.300 illegale Migranten mit privaten [G]NGO-Schiffen in Italien an. Rund 22.500 davon brachten deutsche Hilfsorganisationen in italienische Häfen. Damit entfällt bereits mehr als die Hälfte aller dieser Anlandungen auf Organisationen aus Deutschland.
 
Doch Rom rechnet weiter. Zusätzlich gelangten rund 4.500 Migranten mit Schiffen unter deutscher Flagge nach Italien, obwohl die jeweiligen Organisationen nicht zwingend aus Deutschland stammten.
 
Nach Rechnung des italienischen Innenministeriums besteht damit bei beinahe 64%aller Migranten der [G]NGO-Anlandungen seit Melonis Amtsantritt eine deutsche Verbindung.
 
Fast zwei von drei Migranten, die private Schiffe in diesem Zeitraum in Italien ablieferten, kamen demnach entweder mit einer deutschen Organisation oder auf einem Schiff unter deutscher Flagge.
 
Deutsche Organisationen wie „Sea-Watch“, „SOS Humanity“, „RESQSHIP“ oder „Sea-Eye“ gehörten zu diesem Netzwerk.
 
Unter der früheren Bundesregierung floss sogar deutsches Steuergeld: Allein 2024 stellte Berlin insgesamt 2 Mio. € für entsprechende Organisationen bereit; im ersten Quartal 2025 kamen weitere 900.000 €hinzu. Erst die Regierung Merz strich diese direkte(!) Förderung im Juni 2025.
 
Nun möchte ausgerechnet Deutschland Migranten wieder nach Italien loswerden. Berlin pocht darauf, Personen zurück zu überstellen, für deren Verfahren nach den europäischen Zuständigkeitsregeln Italien verantwortlich sein soll.
 
Rom weigert sich jedoch, die Rechnung ohne Widerspruch zu akzeptieren.
 
Nach Auffassung des italienischen Innenministeriums sind ältere Fälle aus der Zeit vor dem 12. Juni durch frühere Vereinbarungen mit Deutschland und anderen Staaten erledigt.
 
Bei neuen Fällen verlangt Innenminister Matteo Piantedosi eine „Kompensation“ – und bringt ausdrücklich jene Migranten ins Spiel, die zuvor von [G]NGO-Schiffen nach Italien transportiert wurden.
 
Außenminister Antonio Tajani verweist ebenfalls auf deutsche [G]NGO-Schiffe und fordert einen Ausgleich zwischen beiden Ländern.
 
Und während sich die Regierungen streiten, fahren die [G]NGO-Schiffe weiter.

 
Quelle: report24.news/deutsche-ngos-lieferten-22-500-migranten-in-italien-ab-jetzt-stellt-rom-berlin-die-rechnung
 

[G]NGO = Governmental Non Governmental Organization.
 
Denn nur, weil die „direkte“ finanzielle Unterstützung „gestrichen“ wurde, heißt das nicht, dass die nicht auf dem einen oder anderen Weg indirekt unterstützt werden. Politiker sind ja immer akribisch darauf Bedacht, dass Zahlungen nicht allzu transparent sind.
 
#JustMy2Cent

 

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