30.10.2026 Wie das Umweltbundesamt Betriebe in die Pleite treibt
Am 27.10.2026 hat die Traditionsfirma „Tullau Pappen2 den Betrieb eingestellt. Für immer. An beiden Standorten – in Rosengarten-Tullau (bei Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg) und im bayerischen Halblech-Trauchgau – sind die Maschinen abgestellt.
Seit 1878 wurde hier Vollpappe und Graupappe für die Industrie hergestellt. Das ist nun vorbei. Jetzt stehen mehr als 90 Mitarbeiter auf der Straße.
Deutschlands Umweltpolitik hat ein neues Opfer gefordert. Und das kommt so:
Anfang September hatte „Tullau Pappen“ für beide Standorte Insolvenz beantragt. Strom, Gas, Öl, Rohstoffe, Personal – alles immer teurer. Viel zu teuer. Die Preise mussten erhöht werden, doch die Kunden gingen die höheren Preise nicht mit.
Doch eine Insolvenz ist kein Todesurteil. Im Prinzip ist sie ein Werkzeug: Schulden einfrieren, sanieren, Investor finden, Betrieb weiterführen und Arbeitsplätze retten. Genau das hatte der vom Gericht bestellte vorläufige Insolvenzverwalter auch vor.
Der Stuttgarter Fachanwalt Tibor Braun leitete Sanierungsmaßnahmen ein und sprach mit Investoren. Noch im September klang er zuversichtlich: „Es ist ein Vorteil, wenn man etwas produziert, was andere nicht können.“
Sechs Wochen später ist von dem Vorteil nichts übrig. Alles ist vorbei, noch bevor das Insolvenzverfahren überhaupt eröffnet wurde.
Der Grund hat einen Namen: Emissionshandel.
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