„Merz liefert politische Dampfplauderei“

22.06.2026 Schuld ist „die Welt“: Merz‘ politische Bankrotterklärung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt
 
„Reformen“ – die will der Bundeskanzler. Da sagt er gleich zu Beginn des Videoausschnitts. Und dann kündigt Merz an, was dazu notwendig ist: Der Erklär-Bär soll bei den Bürgern anklopfen.
 
„Wir müssen der Bevölkerung erklären, dass Reformen kein Selbstzweck sind. Das machen wir ja nicht, weil wir Spaß daran haben, jetzt Dinge zu verändern. Sondern Veränderungen sind notwendig, damit vieles so bleiben kann, wie es ist.“
 
Während Merz – da sitzend im weißen Hemd und mit bedächtiger Mimik – diese Sätze spricht, tut er so, als würde er gerade als Wissender Unwissenden die Welt erklären.
 
Doch die große, klaffende Lücke zwischen Auftreten, Sprechweise und dem inhaltlich Gelieferten ist offensichtlich.
 
Da will einer „Reformen“ und erweckt den Eindruck, dass er nur Getriebener (Opfer) einer äußeren Entwicklung ist.
 
Scharmlos aber verschweigt der Kanzler, dass notwendige Reformen nun auf jenem Misthaufen gebaut werden sollen, für den er selbst, seine Regierung, aber auch die Vorgängerregierungen verantwortlich sind.
 
Da sagt Merz: „Wir leben in einer Welt, die sich drastisch verändert um uns herum“. Er redet von „unserer Wirtschaft“, die „in vielerlei Hinsicht erheblich gefährdet“ sei, er spricht von „zehn- bis fünfzehntausend Industriearbeitsplätzen pro Monat“, die wir „verlieren“, und von einer „Industrie“, die sich im Augenblick „verändert“.
 
In Merz‘ „Analyse“ hat „die Welt“ schuld – weil diese sich nun mal angeblich verändere. In Merz‘ Betrachtung verändere sich auch die Industrie, ganz so wie die Welt – als ob „die Welt“ oder „die Industrie“ etwa für dreckige geopolitische Entscheidungen der Politik oder für die Digitalisierung verantwortlich wären.
 
Weiterlesen => nachdenkseiten.de/?p=152632

 

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu.

Datenschutzerklärung