22.06.2026 Die Schließung einer weiteren kalifornischen Raffinerie wird die nationale und globale Wirtschaft gefährden
Die staatlichen Regulierungsbehörden verabschiedeten einen umfassenden Klimaplan, der die Kohlendioxidemissionen bis 2045 um 85% gegenüber dem Niveau von 1990 senken soll.
Der Plan sieht unter anderem vor, den Öl- und Gasverbrauch auf weniger als ein Zehntel des heutigen Niveaus zu reduzieren – ein Ziel, das die Investitionsaussichten für Raffinerien, die bereits über Modernisierung, Umrüstung oder Stilllegung nachdenken, weiter trübt.
Die „California Energy Commission“ (CEC) prognostiziert langfristig einen deutlichen Anstieg des Kerosinbedarfs im Bundesstaat Kalifornien, von etwa 271.000 Barrel pro Tag (TBD) im Jahr 2023 auf geschätzte 378.000 TBD bis 2045.
Diese Kerosinbedarfsraten in Barrel pro Tag entsprechen den entsprechenden Raten in Gallonen pro Tag, von 11,3 Millionen Gallonen pro Tag im Jahr 2023 auf 15,9 Millionen Gallonen pro Tag bis 2045.
Der Luftfahrtsektor ist für rund 16 % des gesamten Rohölproduktverbrauchs in Kalifornien verantwortlich.
Da es keine Pipelines über die Sierra Nevada gibt, ist Kalifornien eine Energieinsel, die von der Rohölversorgung und der Infrastruktur der Ölraffinerien der anderen 49 Bundesstaaten abgeschnitten ist.
Der Treibstoffbedarf Kaliforniens für Flughäfen, Pkw, Lkw und die Schiffe, die drei der verkehrsreichsten Hafenterminals Amerikas anlaufen, wird vor allem aus Raffinerien im Bundesstaat selbst gedeckt.
Drei der größten Häfen Amerikas befinden sich in Kalifornien: Los Angeles und Long Beach in Südkalifornien sowie Oakland in Nordkalifornien.
Aufgrund von Infrastrukturbeschränkungen können diese Häfen keine großen Mengen importierten Treibstoffs umschlagen. Die kalifornischen Raffinerien wurden für den Treibstoffbedarf des Bundesstaates ausgelegt.
Durch die Stilllegung einiger Raffinerien und die drohende Schließung weiterer Raffinerien sind sowohl militärische als auch zivile Einrichtungen aufgrund dieser Infrastrukturengpässe extrem gefährdet.
Kalifornische Raffinerien haben ursprünglich fast den gesamten Bedarf an Kraftstoffen für den Transportsektor auf der kalifornischen Energieinsel decken können.
Kalifornien ist der größte Kerosinverbraucher der USA. Rund 20% des Bedarfs werden mittlerweile aus ausländischen Raffinerien importiert, vorwiegend aus Indien und anderen asiatischen Ländern (Südkorea).
Die Importe sind im Zuge zweier kürzlich erfolgter Raffinerieschließungen in Kalifornien sprunghaft angestiegen.
Gouverneur Newsom kann jedoch nicht erklären, woher die Kraftstoffe für den täglichen Verbrauch von 13 Millionen Gallonen Flugbenzin für neun internationale Flughäfen und 41 Militärflughäfen kommen sollen.
Kaliforniens aktuelle Lage in Verbindung mit dem Krieg im Iran wird das Land in eine existenzbedrohende Krise stürzen, sollte eine weitere Raffinerie stillgelegt werden.
Betrachtet man die drei jüngsten Raffineriebrände mit den daraus resultierenden Produktionsausfällen, wird die tatsächliche Verwundbarkeit überdeutlich.
Quelle: eike-klima-energie.eu/2026/06/22/die-schliessung-einer-weiteren-kalifornischen-raffinerie-wird-die-nationale-und-globale-wirtschaft-gefaehrden