16.09.2026 „Trägt nicht zum Frieden in der Ukraine bei“: EU verwehrt Selenskyjs Ex-Sprecherin den Zugang
Julija Mendel war einst eine der wichtigsten Figuren im engsten Kreis des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die Journalistin wurde im Juni 2019, kurz nach Selenskyjs Amtsantritt, zu seiner Pressesprecherin ernannt.
Sie blieb bis Juli 2021 in dieser Funktion und veröffentlichte später ein Buch über ihre Zeit im Umfeld des ukrainischen Präsidenten.
Inzwischen hat sich das Verhältnis grundlegend verändert. Mendel kritisiert Selenskyj und seine Regierung öffentlich und vertritt die Position, dass ein Ende des Krieges durch Verhandlungen stärker in den Mittelpunkt rücken müsse.
Die Auseinandersetzung verschärfte sich unmittelbar vor ihrem geplanten Auftritt im „Europäischen Parlament“.
Mendel sollte 16.06.2026 bei einer von der AfD organisierten Veranstaltung in Straßburg zum Thema „Ukraine: Dare to Choose Peace – Diplomacy, Not Escalation“ sprechen. Sie selbst erklärte, sie wolle über Frieden und eine diplomatische Lösung sprechen.
Kurz vor diesem Termin verhängte Selenskyj gegen seine ehemalige Sprecherin weitreichende Sanktionen. Die Maßnahmen gelten für 10 Jahre und umfassen unter anderem das Einfrieren von Vermögenswerten sowie Einschränkungen ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten.
Die ukrainische Präsidentschaft begründete den Schritt mit der Verbreitung von Desinformation und russischer Propaganda. Mendel weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet die Sanktionen als politisch motiviert.
Fragwürdig ist, warum Mendel nun auch im Umfeld des Europäischen Parlaments unerwünscht ist.
Was am Verhalten des Brüsseler Imperiums fragwürdig sein soll, erschließt sich mir nicht. Es handelt sich dabei um das „Störe meine Kreise nicht“-Prinzip.
Der Umgang mit Julija Mendel wirft die Frage auf, wie die EU mit kritischen Stimmen umgeht.
Auch das sollte dem Autor Jonas Prien der „Berliner Zeitung“ nach den Sanktionen gegen Jaques Baud, Hüseyin Doğru und anderen doch inzwischen klar sein.
Quelle: berliner-zeitung.de/article/eu-verwehrt-ex-selenskyj-sprecherin-den-zugang-kritik-an-ukraine-unerwuenscht-10399993 (Abo)
Ich habe mir das Interview von Tucker Carlson mit Julija Mendel angehört und auch einige ihrer Artikel gelesen. Die Frau ist alles, nur nicht „pro-russisch“.
Aber darum geht es sich nicht. Jeder, der nur das Wort „Frieden“ im Zusammenhang mit Russland in den Mund nimmt, wird von der Kriegerkaste weggebissen und sanktioniert. Es könnte ja tatsächlich Frieden geben und dann müssten diese Heuchler Rechenschaft über ihr Mitwirken und die verschleuderten Steuergelder ablegen.
Und das will EU-weit kein einziger Politiker.
Eric Bonse von „LostInEU.eU“ erhielt auf seine Frage, wieso sich die EU den Sanktionen Selenskis anschließt, folgende Antwort:
„Zu Einzelfällen nehmen wir keine Stellung. Generell gelten im Parlament Vorschriften für den Zugang zu seinen Räumlichkeiten.“
Solche Dünnpfiff-Antworten kennt man inzwischen zur Genüge von der Bundespressekonferenz.
#JustMy2Cent