Auszug aus dem Artikel „Tschüss, Kanzler!“ vom 20.09.2026
Merz stümpert mit seiner Regierung vor sich hin, verschlimmert die nationale Situation noch und auf Gegenliebe stößt er auch immer weniger – nicht mal in den eigenen Reihen gibt es hohen Zuspruch.
Heute soll er vor dem Präsidium seiner Partei vorsprechen, er will für Vertrauen werben. Oder besser gesagt: Er möchte es auffordern, sich geschlossen hinter seine Person zu stellen. Der Ausgang ist ungewiss.
Präsidien haben allerdings die seltsame Eigenart, die Wirklichkeiten grundsätzlich falsch einzuschätzen – daher kann es durchaus passieren, dass Friedrich Merz weiterhin im Amt bleibt. Für eine nächste Weile.
Wie die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und die Senatswahlen in Berlin ausgehen, dürfte unerheblich sein für diese Personalie. Beschädigt ist er jedoch seit langem. Ganz egal wie es heute ausgeht.
Sollte er bleiben, könnte sein Machttrieb, der ihn nicht aufgeben lässt – er will endlich geliebt werden! –, zu einem Ernstfall für Deutschland werden. Die Alternativen, die sich bieten, sind jedoch der Rede nicht wert.
Weiterhin ist die Partei ein Kader blasser Köpfe, der wenig Staatsmännisches zu bieten hat.
Und sollte es Hendrik Wüst werden, bekennender Fanboy der Mütterlichen, dann wird wohl der Tag kommen, an dem die ersten rufen werden: „Wir wollen unseren Friedrich wieder!“
Und dann sitzt der Mann irgendwo in einem Aufsichtsrat, verdrückt sich eine Träne und flüstert leise: „Sie haben mich halt doch gemocht.“
Quelle: https://overton-magazin.de/kommentar/politik-kommentar/tschuess-kanzler