01.09.2026 EU stoppt brasilianisches Fleisch wegen Antibiotika – und entlarvt den Mercosur-Schwindel
Florian Philippot, Vorsitzender der französischen „Patriotes“ und entschiedener Frexit-Befürworter, schreibt auf X-Twitter:
Die EU habe das Mercosur-Abkommen unterschrieben, ohne ausreichende Garantien zum Antibiotika-Einsatz in der südamerikanischen Viehzucht zu haben.
Jetzt, kurz nach dem vorläufigen Inkrafttreten des Deals, stoppt man die Importe aus dem größten Mercosur-Partner.
Andere Produkte aus Mercosur fließen weiter – und die Suspendierung werde früher oder später wieder aufgehoben.
Genau das ist der Kern des Problems. Während europäische Bauern unter einem Berg von Normen, Verboten und Kontrollen ächzen – Antibiotika als Wachstumsförderer sind in der EU längst verboten, kritische Wirkstoffe für den Menschen streng reglementiert – öffnet Brüssel mit Freihandelsabkommen wie „Mercosur“ die Schleusen für Importe aus Ländern, die diese Standards nicht oder nur unzureichend einhalten.
Sobald der politische Druck der Bauern oder die öffentliche Meinung zu groß wird, zieht man die Notbremse – vorübergehend.
Die Kommission betont, man arbeite mit den brasilianischen Behörden zusammen und Importe könnten wieder aufgenommen werden, sobald die Garantien vorliegen. Für Geflügel und Honig läuft gerade eine Prüfung; bei Rindfleisch könnte es länger dauern.
Das Mercosur-Abkommen wurde über Jahre als großer Erfolg der „wertebasierten Handelspolitik“ verkauft: Umweltschutz, Arbeitsrechte, Kampf gegen Antibiotikaresistenzen.
In Wahrheit zeigt sich erneut, dass solche Abkommen vor allem den Interessen der globalen Konzerne und der Brüsseler Bürokratie dienen.
Die Antibiotika-Suspendierung ist kein Beweis für die Strenge der EU, sondern für ihre Heuchelei.
Quelle: tkp.at/2026/09/01/eu-stoppt-brasilianisches-fleisch-wegen-antibiotika-und-entlarvt-den-mercosur-schwindel