Und die wollen allen Ernstes Bürger-Daten digitalisieren – Teil 3

03.10.2026 IT-Dienstleister Dataport: 90 Millionen Verlust: Staatliche Microsoft-Alternative wird zum Steuergeld-Desaster
 
140 Millionen Euro Aufwand, rund 90 Millionen Euro Verlust: Der öffentlich-rechtliche IT-Dienstleister Dataport hat mit seiner geplanten Microsoft-Alternative „Phoenix“ einen erheblichen finanziellen Schaden verursacht.
 
Der Bund der Steuerzahler führt das Projekt deshalb in seinem neuen Schwarzbuch zur Steuergeldverschwendung auf.
 
Mit „Phoenix“ wollte der staatliche IT-Dienstleister einen eigenen digitalen Arbeitsplatz für Behörden entwickeln und die Verwaltung unabhängiger vom us-amerikanischem „Microsoft“ machen.
 
Das Projekt verschlang jedoch immer mehr Geld. Bis zur entscheidenden Sitzung des Verwaltungsrats im Juni 2024 waren laut Hamburger Rechnungshof bereits rund 140 Mio. € an finanziellem Aufwand aufgelaufen.
 
Für eine Fortsetzung von Phoenix wären nach damaliger Schätzung noch einmal rund 100 Mio. € zusätzlich nötig gewesen. Selbst der anschließende Rückzug aus dem Projekt sollte mindestens weitere 32 Mio. € kosten.
 
Der Rechnungshof kommt zu dem Schluss, dass Dataport die finanziellen Risiken zuvor „gravierend unterschätzt“ hatte.
 
Auch bei der Projektsteuerung stellten die Prüfer erhebliche Mängel fest. Ein internes und ein externes Review kamen zu dem Ergebnis, dass Phoenix wirtschaftliche und finanzielle Risiken aufwies und als Produkt noch nicht wettbewerbsfähig war.
 
Potenzielle Auftraggeber sprangen bereits vor dem Aus ab. Schleswig-Holstein zog sich nach Angaben des Rechnungshofs unter anderem wegen Verzögerungen und fehlender Sicherheitskonzepte zurück.
 
Teile von Phoenix wurden an das vom Bund gegründete Zentrum für Digitale Souveränität übergeben. Dort wird die Lösung unter dem Namen „openDesk“ weiterentwickelt.

 
Quelle: apollo-news.net/90-millionen-verlust-staatliche-microsoft-alternative-wird-zum-steuergeld-desaster
 

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