Und die wollen allen Ernstes Bürger-Daten digitalisieren – Teil 2

In dem Beitrag „Und die wollen allen Ernstes Bürger-Daten digitalisieren“ zitierte ich einen Artikel vom „Tagesspiegel“, in dem unter anderem stand, dass laut „einem RRB-Bericht die Senatskanzlei widerspricht, bei dem Angriff seien sensible Daten abgegriffen worden.“.
 
Anscheinend wusste die „Senatskanzlei“ gar nicht, was überhaupt an Daten abgesaugt wurde, was sie aber nicht daran hinderte, ein solches Statement mit dem Brustton der Überzeugung zu verkünden.

 

05.09.2026 Von Zeugnissen bis hin zu geheimen Notfallplänen: Das ganze Ausmaß der im Darknet veröffentlichten Berliner Daten
 
1,44 Millionen Dateien der Berliner Senatsverwaltung sind seit Freitag im Darknet öffentlich verfügbar. Auch „Apollo News“ konnte diese einsehen.
 
Dabei wird das drastische Ausmaß des Datenlecks ersichtlich: Von hochsensiblen Personaldokumenten wie Zeugnissen und Gehaltsabrechnungen bis hin zu geheimen Plänen für den Verteidigungsfall sind sämtliche Daten jetzt öffentlich einsehbar.
 
Wie „Bild“ berichtete, handelt es sich bei den Daten um insgesamt 5,26 Terabyte, darunter 46.522 Verträge, 16.389 E-Mail-Adressen, 5.941 Passwörter und 5.000 Personalakten.
 
Darunter befinden sich Daten aus allen möglichen Abteilungen der Berliner Senatsverwaltung, wie die „SZ“ feststellt. Unter anderem wurden Unterlagen der Fachbereiche, interne Mails und Dokumente zu politischen Prozessen offengelegt.
 
Insbesondere das Ausmaß der veröffentlichten Personaldokumente ist erheblich.
 
Nach Auswertungen des „Tagesspiegels“ stellten die Hacker neben Reha-Unterlagen und eingescannten Ausweisen sogar Geburtsurkunden der Kinder von Angestellten ins Darknet.
 
Auch vor Akten zu Disziplinarverfahren und Personaldokumenten, die als „vertraulich“ gekennzeichnet waren, machten die Hacker nicht halt.
 
Betroffen von dem Datenleck ist auch die „Berlin Energie Netz und Service GmbH“. Von dem Unternehmen, das zu 100% dem Land Berlin gehört, konnte „Apollo News“ Arbeitsverträge, Arbeitszeugnisse, aber auch Gehaltsabrechnungen und Jahreslohnsteuerbescheinigungen einsehen.
 
Neben umfangreichen Personaldaten wurden geheime Notfallpläne und Daten zu Schwachstellen der kritischen Infrastruktur in der Bundeshauptstadt offengelegt. Darunter befinden sich zudem die Telefonnummern und Adressen der Verantwortlichen, die im Ernstfall einschreiten sollen.
 
Wenn man Betroffene identifiziert habe, wolle man sie informieren, erklärt die Senatskanzlei laut der Mitteilung weiter.
 
Bürgern, die unabhängig davon von der Veröffentlichung persönlicher Dokumente erfahren, empfiehlt die Stadt, Strafanzeige zu erstatten.

 
Quelle: apollo-news.net/von-zeugnissen-bis-hin-zu-geheimen-notfallplnen-das-ganze-ausma-der-im-darknet-verffentlichten-berliner-daten
 

„Wenn Ihre Daten gestohlen werden, tun wir unser Bestes, den Täter dingfest zumachen. Falls Sie jedoch per Zufall erfahren sollten, dass sie Opfer wurden, beschreiten Sie bitte den Rechtsweg. Gezeichnet, Ihre Regierung.
 
PS: Dass sich Ihre Daten unwiderruflich in kriminellen Händen befinden, muss Ihnen allerdings klar sein.“
 
Dass ist wie mit Kameras in der Öffentlichkeit, die „unserer Sicherheit dienen“. Die nutzen auch keinem, der überfallen, verletzt oder sogar getötet wurde.
 
Die Infrastruktur in diesem Land ist ein Desaster, einschließlich der Sicherheit unserer Daten in Regierungshänden.
 
Es sollte sich also jeder dreimal überlegen, was er bereit ist, diesen beamteten Sesselpupsern zu überlassen.
 
#JustMy2Cent
 
PS. Aber Hauptsache, es werden Waffen in Milliardenhöhe gekauft, damit die Ukraine „UnsereDemokratie™“ am Donbass verteidigt.

 

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