Und die wollen allen Ernstes Bürger-Daten digitalisieren

18.08.2026 Hackerangriff auf Berliner Senatsverwaltungen
 
Die Senatskanzlei hatte Nachmittag des 17.08.2026 mitgeteilt, bei forensischen Untersuchungen sei eine „Inkriminierung des Landesnetzes“ festgestellt worden.
 
Das Berliner Landesnetz ist eine Highspeed-Datenautobahn für die Kommunikation in der Hauptstadtverwaltung. Betroffen seien sowohl die Stadtentwicklungsverwaltung als auch die Verkehrsverwaltung.
 
Beide seien aus Sicherheitsgründen bereits am 14.08.2026 vom Landesnetz abgetrennt worden, um weiteren Schaden abzuwenden. Den Begriff Cyberattacke oder Hackerangriff vermied die Senatskanzlei. In Behördenkreisen ist dennoch von einem „schweren Cyberangriff“ die Rede.
 
Einem RRB-Bericht, dem zufolge bei dem Angriff sensible Daten abgegriffen wurden, widerspricht die Senatskanzlei.
 
Der IT-Experte Manuel Atug kritisierte am 17.08.2026 im „RBB“ die Cybersicherheit der Verwaltung. Bei Anhörungen durch das Abgeordnetenhaus seien sich andere Experten und er einig gewesen, dass Berlin in diesem Bereich „sehr schlecht“ aufgestellt sei.
 
„Als man uns ein paar Jahre später noch mal gebeten hat, ein Update dazuzugeben, weil man ja gewisse Maßnahmen ergriffen hätte, haben wir feststellen müssen, dass die Cybersicherheit in Berlin noch schlechter geworden ist“, sagte Atug dem RBB. Verbesserungsvorschläge seien nicht umgesetzt worden.

 
Quelle: tagesspiegel.de/berlin/nach-hackerangriff-auf-berliner-senatsverwaltungen-auszahlung-von-wohngeld-an-uber-50000-haushalte-in-gefahr-15952358.html
– gefunden über Danisch.de
 
Update 24.08.2026
 

24.08.2026 Nach Hackerangriff: Berliner Senat überrascht über Größe des IT-Systems
 
Die Berliner Senatsverwaltungen sind nach einem Hackerangriff wieder vollständig an das IT-Landesnetz angebunden. Das teilte der Berliner Senat am 23.08.2026 mit.
 
„Die forensischen Untersuchungen zur Absicherung des IT-Systems der Landesverwaltung dauern an und werden auch in den kommenden Wochen fortgesetzt“, hieß es weiter.
 
Vor dem Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses räumte der Staatssekretär für Digitalisierung, Florian Hauer, „strukturelle Defizite in der IT“ ein.
 
„Wir sind gefordert, diese so schnell wie möglich abzustellen und dafür auch notwendige Ressourcen zur Verfügung zu stellen“, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur „dpa“.
 
Der eingerichtete Notfallstab tage weiterhin täglich.
 
„Es gibt keine weiteren Hinweise, dass es noch eine Infiltration gibt, aber das ist eine Momentaufnahme. Es gibt weiter Verdachtsmomente“, sagte Hauer.
 
Man scanne weiterhin das interne IT-Netz und gehe nach Analysen in die Tiefe und nun auch in die Fläche des Netzes.
 
„Das IT-System des Landes ist sehr groß, wir sind überrascht wie groß“, sagte der Staatssekretär.

 
Quelle: golem.de/news/nach-hackerangriff-berliner-senat-ueberrascht-ueber-groesse-des-it-systems-2608-212218.html
– gefunden bei Danisch.de
 

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