Eine einzige große Milchmädchenrechnung

05.09.2026 Deutschland nach 500 Milliarden Energiewende: weniger und teurerer Strom, mehr CO₂
 
Der deutsche Strompreis lag für einen Haushalt mit 3500 Kilowattstunden im Jahr 2000 bei rund 14 bis 15 Cent je Kilowattstunde. 2023 lag der Durchschnitt bei 47,01 Cent, 2025 bei 39,28 Cent, Anfang 2026 bei knapp 37 Cent.
 
Parallel dazu brach die Bruttostromerzeugung vom Hoch im Jahr 2019 mit 610 Terawattstunden auf 511 TWh in 2023, 503 TWh im Jahr 2024 und 509 TWh im Jahr 2025 ein.
 
Seit 2023 ist die Bundesrepublik zusätzlich noch Strom-Nettoimporteur. Deutschland importiert französischen Atomstrom und polnischen Kohlestrom.

 

Das stimmt nur zur Hälfte. Hauptimport-Länder sind Frankreich, Dänemark und die Niederlande.
 
Stromimporte Frankreich
 
Stromimporte Dänemark
 
Stromimporte Niederlande
 
Schlimmer als Deutschland trifft es nur Österreich.
 
Stromexporte Österreich
Quelle: stromdaten.info

 

Der CO₂-Ausstoß des produzierten deutschen Stroms lag 2025 laut Umweltbundesamt bei 344 Gramm je Kilowattstunde. Nur Polen stößt mit 589 Gramm noch mehr aus. Frankreich hingegen liegt bei 41 Gramm, Norwegen bei 28 Gramm.
 
Das ist das Ergebnis nach dem flächendeckenden Wind- und Solarausbau, der die deutsche Wirtschaft ruiniert und die Steuerzahler ausgeblutet hat.
 
Es wird weniger Strom produziert, der dafür teurer ist und den zweithöchsten CO₂-Ausstoß der EU hat.

 

CO₂-Ausstoß BRD 2023
Quelle: europarl.europa.eu/topics/de/article/20180301STO98928/treibhausgasemissionen-nach-landern-und-sektoren-infografik

 

Die genauen Gesamtkosten der Energiewende sind ebenso teuer wie in der Gesamtsumme unbekannt.
 
2016 schätzte das Düsseldorfer „DICE-Institut“ die Kosten der Stromwende von 2000 bis 2025 auf mindestens 520 Mrd. €, vor allem für den Bau von Flatterstromkraftwerken plus der dafür erforderlichen Netze und Redispatchmaßnahmen.
 
„Ernst & Young“ kam auf Kosten von 1.214 Mrd. €.
 
Die „DIHK“-Studie von „Frontier Economics“ schätzt die Gesamtkosten von 2025 bis 2049 auf 4,8 bis 5,4 Billionen €, davon 2,0 bis 2,3 Billionen € allein für notwendige Energieimporte, dazu Netzausbau und neue Flatterstromanlagen.
 
Und das ist selbst im Sinne der Klimajünger völlig sinnlos, denn der Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn hat schon 2012 vorgerechnet, dass jede in Deutschland eingesparte Tonne CO₂ entsprechende Emissionsrechte freisetzt, die andernorts genutzt werden können.
 
Dadurch wird der CO₂-Ausstoß im europäischen Gesamtsystem lediglich verlagert statt zusätzlich gesenkt.

 
Quelle: report24.news/deutschland-nach-500-milliarden-energiewende-weniger-und-teurerer-strom-mehr-co%e2%82%82
 

Was von Politikern – egal welcher Farbe – mit schöner Regelmäßigkeit unter den Teppich gekehrt wird, ist der CO₂-Ausstoß des Militärs, vor allem während eines Krieges.

 

28.07.2025 Klimakiller Krieg: Wie das Militär den Klimawandel anheizt
 
Schätzungsweise 5,5% der globalen Emissionen gehen auf das Konto der Streitkräfte dieser Welt.
 
„Das ist eine Schätzung, da es bisher keine offiziellen Angaben gibt, weil das Militär aus den Klimaverhandlungen ausgenommen wurde und damit auch die Berichterstattungspflicht nicht gegeben ist“, erklärt Jürgen Scheffran, Professor für „Integrative Geografie“ an der Universität Hamburg.
 
Er leitet die Forschungsgruppe „Klimawandel und Sicherheit“. Zu diesen 5,5% gehört laut Scheffran alles, was beim Militär eine Rolle spielt: Ausrüstung, Munition, Treibstoff, Militärbasen, Verpflegung, Logistik und auch Krankenhäuser.
 
Am Beispiel des Eurofighter-Kampfjets lassen sich die ungeheuren Dimensionen der Klimafolgen verdeutlichen:
 
Der Kampfjet verbraucht in einer Stunde rund 6.000 Liter Kerosin. Bei einem kurzen Flugmanöver verursacht ein einzelner Jet so viel wie eine Privatperson in Deutschland in einem ganzen Jahr – inklusive Urlaubsflügen und Heizung.

 
Quelle: mdr.de/wissen/podcast/zehnminuten/krieg-klimawandel-klimakrise-wie-viele-treibhausgase-verursachen-militaer-und-kriege-100.html
 

Deutschland liegt mit 2% auf Platz 9 der Länder, die über zwei Drittel der CO₂-Emissionen verursachen.
 
CO₂-Emissionen Industrieländer

 

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