30.06.2026 Wie der deutsche Bundeskanzler BlackRock durch die Hintertür ins deutsche Rentensystem einschleusen will
Empfehlung 28 der „Alterssicherungskommission“ will die gesetzliche Rente um einen Fonds ergänzen, in den Arbeitnehmer wie Arbeitgeber zusätzlich zu den bestehenden Rentenbeiträgen je ein Prozent vom Brutto einzahlen müssen.
Dieser Fonds soll zentral verwaltet werden. Für jeden Arbeitnehmer soll zwar festgehalten werden, wieviel er auf „seinem“ Kapitalrentenkonto hat, allerdings ist das Geld nicht vererbbar.
Es handelt sich also um einen staatlichen öffentlichen Kapitalfonds und dankenswerterweise hat die Kommission auch ein nach ihrer Meinung empfehlenswertes Beispiel für einen vergleichbaren deutschen Staatsfonds in Petto, den „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung – KENFO“.
Der „KENFO“ startete 2017 mit einem einmaligen Startkapital von 24,1 Mrd. €, das von den Betreibern deutscher Kernkraftwerke eingezahlt wurde.
Nach Auszahlung von rund 5 Mrd. € für die Atommüll-Entsorgung in den vergangenen neun Jahren verwaltet der Fonds heute ein Vermögen von rund 25,6 Mrd. €.
Das klingt doch erstmal ganz gut, oder etwa nicht?
Abgesehen davon, dass es keine echte Atommüll-Entsorgung gibt, sondern immer wieder nur Zwischenlagerungslösungen, müssen die leicht zu recherchierenden Zahlen dieses Fonds angemessen gewürdigt werden.
In den knapp neun Jahren seit 2017 hat „KENFO“ jährlich im Schnitt 650 bis 700 Mio. € an den Staat ausbezahlt, das entspricht vordergründig einer Rendite von rund 2,9% p.a.
In der Zeit von 2017 bis 2025 betrug die durchschnittliche jährliche Inflationsrate 2,83%, insgesamt also 25,5%. Das heutige Fondskapital von 25,6 Mrd. € entspricht also kaufkraftmäßig nur noch 19,07 Mrd € des Jahres 2017.
Ergebnis also negativ, die zur Rettung der gesetzlichen Rentenversicherung angepriesene Kapitalfondslösung erweist sich bei genauem Hinsehen als Luftnummer.
Die Anlagestrategie von „KENFO“ wurde über all die Jahre wesentlich bestimmt durch ein mit diesem Job beauftragtes Unternehmen, die „BlackRock Investment Management (UK) Limited“.
Zudem waren Experten des „BlackRock Investment Institute“ personell und beratend in die Gremien und Risikoanalysen des „KENFO“ eingebunden, um den strategischen Einsatz des Kapitals zu steuern und volkswirtschaftliche Szenarien zu begleiten.
Ein wesentlicher Akteur bei der „KENFO“-Steuerung sind weiterhin die Fachleute des DWS Fonds, der wiederum zu 80 Prozent der Deutschen Bank gehört.
Na immerhin, ein Gegengewicht denkt man, bis man weiter nachforscht und erfährt, dass auch da, wo nicht „BlackRock“ draufsteht, trotzdem „BlackRock“ drinstecken kann.
Größter Einzelaktionär der „Deutschen Bank“ mit 8,14% ist „BlackRock“ und dazu halten weitere US-Kapitalgesellschaften wie „State Street“ (4,06%) und „Vanguard“ (2,85%) noch mehr große Anteile, und an diesen wiederum ist „BlackRock“ beteiligt, und so weiter und so fort…
Fazit: Die Bundesregierung unter Friedrich Merz will also die Rentenbeiträge um 2% erhöhen, ohne das so zu nennen, und dieses Geld, statt es in die deutsche gesetzliche Rentenversicherung zu investieren, in die Steuerungsgewalt des internationalen Finanzkapitals geben.
Um welchen Betrag handelt es sich konkret?
Die Bruttolöhne und Gehälter der Arbeiter und Angestellten in Deutschland lagen 2025 bei insgesamt ca. 1,9 Billionen €.
2% davon sind 38 Mrd. €, Tendenz jährlich steigend, allein aufgrund der Inflationsrate. In zehn Jahren also insgesamt ca. 500 Mrd. €.
Die Manager von „BlackRock“ und Co. werden sich beglückwünschen ob ihrer seinerzeitigen Entscheidung, ihren Topmitarbeiter Friedrich Merz langfristig zum deutschen Bundeskanzler aufzubauen. Mission erfüllt!
Das Erwirtschaften einer „Rendite“, die gerade mal der Inflationsrate entspricht, also keine Rendite ist im klassischen Wortsinn, dürfte unter Umständen sogar gelingen, so wie beim „KENFO“-Fonds vorexerziert.
Das Bedürfnis der Arbeiter und Angestellten nach einer sicheren Rente spielt im geschilderten Umfeld mit Sicherheit die allergeringste Rolle.
Es kann aber auch noch viel dicker kommen, denn die Zocker an der Börse haben schon mehrfach gezeigt, wie gut sie darin sein können, Crashs zu produzieren, bei denen für die Kleinen nichts überbleibt vom investierten Geld.
Quelle: globalbridge.ch/wie-der-deutsche-bundeskanzler-blackrock-durch-die-hintertuer-ins-deutsche-rentensystem-einschleusen-will