Noch funktioniert die grüne Sandmännchen-Propaganda

17.06.2023 Die Illusion vom billigem Strom durch den Ausbau erneuerbarer Energien
 
Die Bundesregierung stützt ihre Energiepolitik auf die Idee, dass erneuerbare Energien den Strom günstiger machen, da Wind und Sonne keine Rechnung schicken. Jedoch zeigen bisherige Daten ein anderes Bild.
 
Die beiden Annahmen der deutschen Energiepolitik, dass Strom immer billiger wird und CO₂-Preise immer höher steigen, darf man aber durchaus infrage stellen. Ein Gegenbeispiel ist Dänemark, das bereits rund 60% seiner Energie aus Wind und Sonne bezieht, aber dennoch die höchsten Strompreise weltweit hat. Mittlerweile denken die Dänen sogar über den Bau von Atomkraftwerken nach.
 
Auch in Deutschland wurde das Versprechen von günstiger Elektrizität trotz 25 Jahren Energiewende bisher nicht erfüllt. Bereits im Jahr 2017 hatte Patrick Graichen (damals Chef von Agora Energiewende) angekündigt, dass die Energiewende jetzt billig werde. Windstrom koste nur noch 5 bis 6 Cent pro Kilowattstunde koste und nun seien die „Erntejahre“ der Energiewende in Sicht.
 
Selbst im besten Szenario werden die Großhandelsstrompreise bis 2040 voraussichtlich nicht unter 57 € pro Megawattstunde sinken. In einem mittleren Szenario könnten sogar 70 € erwartet werden. Zusätzlich zu den Großhandelspreisen kommen noch Kosten für Netzausbau und Systemstabilisierung hinzu.
 
Derzeit zahlen die Deutschen eine Abgabe von 30 € pro Tonne CO₂ für den Verbrauch von Öl, Gas und Benzin. Gemäß dem BEHG wird die Abgabe bis 2027 zwischen 55 € und 65 € steigen. Dies verteuert Heizöl um 17,5 bis 20,6 Cent pro Liter.
 
EU-Entscheidungsträger haben aus Rücksicht auf ärmere Bevölkerungsgruppen in Ost- und Südeuropa einen Höchstpreis der CO₂-Abgabe auf 45 € festgelegt. Heißt: Die CO₂-Abgabe auf Heizöl und Gas in Deutschland wird im Jahr 2027 nicht weiter steigen. Im Gegenteil: Sie wird vorerst auf das niedrigere europäische Niveau zurückfallen.
 
Ein Manager der Heizungsindustrie sieht das ähnlich. Selbst bei einer 40%igen Förderung von Wärmepumpen könnten die Mehrkosten im Vergleich zum Öl-Kessel einschließlich Zinslast schnell 22.000 € oder mehr betragen. „Spare ich mir das, würde das Geld für 19.000 Liter Heizöl in 15 Jahren reichen, selbst wenn der Heizölpreis auf 1,20 € pro Liter steigt. Wegen solcher Realitäten entscheiden sich die Leute dann doch oft wieder für den Öl-Kessel.“
 
Wer die Kaufentscheidung allein auf die vermutete Entwicklung von Strompreisen durch den Ausbau erneuerbarer Energien und CO₂-Berechtigungen gründet, steht auf unsicherem Grund.

 
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/die-illusion-vom-billigem-strom-durch-den-ausbau-erneuerbarer-energien
 

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