Erneut ein Beweis, wie unwichtig die Bürger den Politikern sind – Teil 2

31.01.2026 Jetzt fluten Käfigeier aus der Ukraine die EU – und bleiben unerkannt
 
2022 öffnete die EU aus Solidarität ihre Agrarmärkte und setzte Zölle sowie Importquoten aus. Ziel war es, der Ukraine Exporteinnahmen zu sichern und die Wirtschaft im Krieg zu stützen.
 
Jetzt machen neue EU-Daten deutlich, wie stark sich diese Sonderregeln auswirken:
 
Von Januar bis November 2025 exportierte die Ukraine laut „Eurostat“ mehr als 85.000 Tonnen Schaleneier im Wert von rund 148 Mio. €in die EU. 2022 waren es noch rund 13.000 Tonnen für etwa 18 Mio. €. Das entspricht einem mengenmäßigen Anstieg um rund 550 Prozent und einem Wertzuwachs von gut 720%.
 
Frische Schaleneier im Supermarkt stammen weiterhin aus Deutschland oder den Niederlanden und sind entsprechend gekennzeichnet.
 
Ukrainische Eier landen hingegen in Produkten, bei denen keine Herkunftsangabe nötig ist: Nudeln, Backwaren, Snacks, Desserts, Mayonnaise oder in der Gastronomie.
 
Für verarbeitete Eiprodukte gibt es keine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Auch die Haltungsform der Legehennen bleibt ungenannt
 
„Der deutsche Verbraucher hat sich vor Jahren klar gegen Käfigeier entschieden“, sagt Dr. Nora Irrgang, Expertin für Tiere in der Landwirtschaft bei der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. „Doch genau diese Eier kommen über Umwege auf den Markt – ohne Kennzeichnung und ohne Transparenz.“
 
Davon profitieren vor allem große Agrarkonzerne mit Produktionsstandorten in der Ukraine. Kaum ein Agrarsektor der Ukraine wächst so rasant wie die Geflügel- und Eierproduktion.
 
Und kaum ein Unternehmen steht dabei so im Mittelpunkt wie der Konzern „MHP“. Der Gigant betreibt Geflügel- und Eieranlagen von einer Größe, wie sie in der EU praktisch nicht existieren. Inklusive Käfighaltung im großen Stil.
 
Seit 2023 gilt in Deutschland sogar ein Verbot der Kleingruppenhaltung, einer Käfigform, die EU-weit noch erlaubt ist.
 
Deutschland ist damit strenger als das EU-Recht. In der Ukraine hingegen sind weder klassische Legebatterien noch andere Käfigsysteme untersagt. „Dort ist erlaubt, was hier längst verboten ist“, sagt Irrgang.
 
Deutschland verschärft den Tierschutz in der eigenen Landwirtschaft, erlaubt aber gleichzeitig den Import von Produkten, die unter Bedingungen entstehen, die hier illegal sind.
 
Unabhängig davon sind in der Ukraine auch Umweltstandards betroffen.
 
„In der Ukraine sind Pestizide erlaubt, die in der EU seit Jahren verboten sind“, so Irrgang weiter. „Das ist ein weiterer Aspekt, über den Verbraucher informiert sein müssten, wenn sie Produkte aus solchen Ländern konsumieren.“

 
Quelle: berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/jetzt-fluten-kaefigeier-aus-der-ukraine-die-eu-und-bleiben-unerkannt-li.10008685
 

Ein Grund mehr, sein Essen selbst zuzubereiten. Aber als erste Maßnahme sollte man zumindest die „Lebensmittel“ von Großkonzernen wie „Nestle“ meiden.
 
#JustMy2Cent
 
Teil 1 findet ihr hier.

 

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