Aufrüstung Israels Dank deutscher Steuergelder

03.09.2026 Deutschland genehmigte Rüstungsgüter an Israel für fast 800 Millionen Euro
 
Zwischen Januar und Juni hat die Bundesregierung Rüstungsexporte nach Israel im Wert von knapp 800 Mio. € genehmigt. Der Großteil der Summe, 735,8 Mio. €, betrifft das zweite Quartal, also von April bis Juni.
 
Das berichtet der „Spiegel2 anhand einer Kleinen Anfrage der Linksfraktion, die der Zeitschrift vorliegt.
 
Laut dem „Spiegel“ sind die Ausfuhrgenehmigungen in diesem Halbjahr bereits viermal so hoch wie im gesamten Vorjahr.
 
2025 seien Israel Rüstungsgüter im Wert von rund 201 Mio. € zugesagt worden. Allerdings seien die Zahlen nicht definitiv und könnten sich noch ändern. Zudem handle es sich um genehmigte Exporte, nicht um tatsächliche.
 
Ein Großteil der Summe betrifft demnach den Verkauf eines U-Boots. Der Bundesregierung zufolge würden 67% des Betrags im zweiten Quartal ein „Großprojekt im maritimen Rüstungsbereich“ betreffen.
 
Der „Spiegel“ ergänzt, dass damit das U-Boot INS „Drakon“ des deutschen Marineschiffbauers „TKMS“ gemeint ist. Besonders daran sei der von der Außenluft unabhängige AIP-Antrieb, dank dem es nichtnuklearen U-Booten möglich sei, wochenlang unter Wasser zu bleiben. Das U-Boot habe seine Werft in Kiel am 01.09.2026 in Richtung Israel verlassen.
 
Gemäß der Bundesregierung entfielen weitere rund 21%der Rüstungsexporte im zweiten Quartal „auf Kooperationen deutscher und israelischer Firmen im Interesse der Bundeswehr“.
 
Der Rest der Summe betreffe Genehmigungen für sonstige Rüstungsgüter, aber keine Kriegswaffen.

 
Quelle: transition-news.org/deutschland-genehmigte-rustungsguter-an-israel-fur-fast-800-millionen-euro
 

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