01.09.2026 Stellenmehrung in der Bundesverwaltung – Bundeshaushalt 2017 bis Planentwurf 2027
Im Bundeshaushalt 2026 sind insgesamt 305.753 Planstellen für Beamte und Stellen für Arbeitnehmer vorgesehen. 2017 waren es noch 257.069. Damit ist der Personalbestand innerhalb von neun Jahren um 48.684 Stellen bzw. 18,9% gewachsen.
Der gesamte Aufwuchs entfällt auf die Beamtenschaft. Die Zahl der Beamtenplanstellen steigt von 152.229 im Jahr 2017 auf 206.444 im Jahr 2026. Das entspricht einem Plus von 54.215 Planstellen bzw. 35,6 Prozent. Die Zahl der Arbeitnehmerstellen sinkt dagegen um 5.531 bzw. 5,3 Prozent.
Auch seit 2024 setzt sich der Aufwuchs fort. Gegenüber dem letzten Haushalt vor Amtsantritt der Merz-Regierung steigt der Personalbestand bis 2026 um 7.613 Stellen bzw. 2,6%.
Damit ist ein Einstieg in das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel, den Personalbestand in den erfassten Bereichen bis 2029 um mindestens 8% zu reduzieren, bislang nicht erkennbar.
Auch die Bundesministerien und das Bundeskanzleramt sind seit 2017 deutlich gewachsen. In den über den gesamten Zeitraum vergleichbaren Häusern steigt die Zahl der Planstellen und Stellen von 22.429 im Jahr 2017 auf 26.505 im Jahr 2026. Das entspricht einem Zuwachs von 4.076 Stellen bzw. 18,2%.
Auch hier konzentriert sich der Aufbau auf Beamtenstellen: Ihre Zahl steigt um 4.486 bzw. 28,0%, während die Zahl der Arbeitnehmerstellen um 410 bzw. 6,4%zurückgeht.
Insgesamt sind 2026 einschließlich der neu geschaffenen Ministerien 27.443 Stellen in den Bundesministerien und im Bundeskanzleramt vorgesehen. Gegenüber 2024 sind das 142 Stellen mehr.
Hinzu kommt das neue Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung mit 385 Stellen im Ministerium selbst.
Mit dem Personalaufbau steigen die Personalausgaben deutlich. Die geplanten Personalausgaben des Bundes erhöhen sich von knapp 32 Mrd. € im Jahr 2017 auf mehr als 48 Mrd. € im Jahr 2026. Das entspricht einem Anstieg um rund 16 Mrd. € bzw. 50,1%.
Auch die tatsächlich angefallenen Ausgaben zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend. Die Ist-Personalausgaben steigen zwischen 2017 und 2024 von 31,8 Mrd. € auf 42,4 Mrd. €. Das sind 10,6 Mrd. € bzw. 33,3%mehr.
In den vergleichbaren Bundesministerien einschließlich Bundeskanzleramt erhöhen sich die geplanten Personalausgaben von 1,94 Mrd. € im Jahr 2017 auf 2,83 Mrd. € im Jahr 2026. Das entspricht einem Plus von 895 Mio. € bzw. 46,2 %.
Quelle: insm.de/aktuelles/publikationen/stellenmehrung-in-der-bundesverwaltung-2026
– gefunden bei Report24.de
Nun, jeder eingestellte Beamte mit Pensionsanspruch ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Wähler der Bundesregierung.
Die Staatsquote liegt laut „Statista“ im Jahr 2025 bei 50,3% – was ich bezweifle. Sie wird um einiges darüber liegen.
#JustMy2Cent
03.09.2026 Hunderte Milliarden wegen politischer Vorgaben: Sieben Prozent des Umsatzes gehen für Bürokratie drauf
Laut einer Untersuchung, die im aktuellen Monatsbericht der Bundesbank veröffentlicht wurde, stiegen die durchschnittlichen Bürokratiekosten deutscher Unternehmen zwischen 2022 und 2024 von rund 5% auf rund 7% des Jahresumsatzes – ein Anstieg um fast 50%in nur zwei Jahren.
Grundlage ist eine Befragung von rund 7.000 Unternehmen im Rahmen der Bundesbank-Unternehmensstudie „Bundesbank Online Panel – Firmen“.
Vor allem kleine Unternehmen leiden unter dem Druck der Bürokratie. Bei ihnen sei der Zusammenhang zwischen Bürokratie und Umsatzentwicklung direkt messbar.
Steigen die Bürokratiekosten um einen Prozentpunkt des Umsatzes, sinkt der Umsatz je Beschäftigten laut Bundesbank im Mittel um rund 3%, heißt es in der Untersuchung.
Welche Vorschriften die Unternehmen am stärksten belasten, ermittelt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht ebenfalls.
Die größten und zugleich am stärksten gestiegenen Lasten liegen demnach in der Steuer- und Finanzberichterstattung, im Arbeitsrecht, beim Umweltschutz sowie beim Datenschutz und beim Schutz der Privatsphäre.
Laut der aktuellen „IAB“-Betriebsbefragung mussten die Betriebe in Deutschland allein in den drei Jahren vor 2025 rund 325.000 Arbeitskräfte zusätzlich einstellen, nur um gesetzliche Vorgaben und Dokumentationspflichten zu bewältigen.
Quelle: apollo-news.net/sieben-prozent-vom-umsatz-papierkrieg-setzt-unternehmen-unter-druck
Das muss man positiv sehen: Damit senkt man die Arbeitslosenquote.
Damit tragen die großkapitalistischen Unternehmen, die sowieso schon mehr als genug verdienen, zumindest einen kleinen Teil zur sozialistischen Bewegung, vor allem aber zum Wohl der Arbeitendenklasse bei.
[*\Ironie aus]