05.08.2026 Steigende Strompreise ab 2027: Bund kürzt Zuschuss für Netzentgelt um eine Milliarde Euro
Steigende Strompreise könnten Haushalte und Unternehmen ab Januar 2027 erneut belasten. Die Bundesregierung legte am 15.07.2026 den Wirtschaftsplan des Klima- und Transformationsfonds für 2027 vor. Darin sinkt der Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten von 6,5 Mrd. € auf rund 5,5 Mrd. €.
„Verivox“ erwartet deshalb durchschnittlich 3% höhere Netzgebühren und etwa 1% höhere Haushaltsstrompreise. Ein Drei-Personen-Haushalt mit 4.000 Kilowattstunden Verbrauch müsste rechnerisch rund 12 € mehr pro Jahr zahlen. Die Stahlindustrie warnt zugleich vor zusätzlichen Netzkosten von rund 50 Mio. €.
Der Zuschuss von 6,5 Mrd. € drückte die durchschnittlichen Netzgebühren 2026 rechnerisch um 1,7 Cent je Kilowattstunde netto.
Eine Milliarde Euro weniger könnte die Gebühren 2027 um etwa 0,25 Cent erhöhen. Deshalb kalkuliert „Verivox2 mit rund 12 € Mehrkosten bei 4.000 Kilowattstunden. Paare mit 2.800 Kilowattstunden müssten etwa 8 € mehr zahlen. Für einen Single-Haushalt mit 1.500 Kilowattstunden wären es rund 5 €.
Besonders stark trifft die Kürzung stromintensive Unternehmen.
Die „Wirtschaftsvereinigung Stahl“ erwartet deshalb etwa 50 Mio. € zusätzliche Netzkosten pro Jahr. Das entspräche nach Angaben des Verbandes einem Anstieg um rund 20%.
Steigende Strompreise verschärfen deshalb den Kostennachteil deutscher Werke gegenüber internationalen Wettbewerbern.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/steigende-strompreise-ab-2027-bund-kuerzt-zuschuss-fuer-netzentgelt-um-eine-milliarde-euro