17.06.2026 Trump plaudert am G7-Gipfel Plan B aus für Fortsetzung der Kriege in Westasien
Manchmal sagen Politiker in einem unbeobachteten Moment die Wahrheit. Donald Trump ist auf dem diesjährigen G7-Gipfel in Évian-les-Bains genau das passiert — und was da herauskam, ist ein Fenster in die Kriegs-Strategie Washingtons und Tel Avivs.
Trump erklärte am 16.06.2026 vor Reportern, neben Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani sitzend:
„Israel kämpft schon zu lange gegen die Hisbollah, und es werden zu viele Menschen getötet… Ich habe Israel vorgeschlagen, Syrien sich um die Hisbollah kümmern zu lassen.“ Und dann, der entscheidende Satz: „Wenn Israel den Job nicht erledigen kann, ohne alle anderen zu töten … dann wird Syrien den Job machen.“
Das ist genau das. was Analysten wie Alastair Crook oder Alex Krainer prognostiziert haben: Die USA geben nicht auf, sie führen ihre Aggression mit anderen Mitteln weiter. Und es ist ein Eingeständnis des Scheiterns — verpackt als Befehl.
„Euronews“ berichtete mit der Schlagzeile, Trump habe Netanjahu zu „mehr Verantwortung“ ermahnt und Syriens Präsidenten als den „Fähigsten“ zur Bekämpfung der Hisbollah bezeichnet. Das ist der Terrorist, auf den die USA davor eine Kopfprämie von 50 Mio. $ ausgesetzt hatten und der jetzt für sie arbeitet – als Terrorist.
„Middle East Eye“ nannte es eine Bestätigung von Berichten, die „ein hochrangiger US-Beamter ursprünglich dementiert hatte“ — nämlich dass Washington Syrien zu einer Invasion des Libanon drängt.
Die Analyse der strategischen Implikationen stammt von „DD Geopolitics“ auf „Substack“ und zeichnet ein Bild, das in den Konzernmedien nirgendwo zu finden ist.
Weiterlesen => tkp.at/2026/06/17/trump-plaudert-am-g7-gipfel-plan-b-aus-fuer-fortsetzung-der-kriege-in-westasien
Zitat aus „DD Geopolitics“:
Trump versucht, Damaskus in eine destruktive Rolle als lokaler Subunternehmer Washingtons zu zwingen. Dies ist ein kalkulierter Versuch, regionale Wunden auszunutzen und Nachbarstaaten in einen lokalisierten, zermürbenden Konflikt hineinzuziehen.
Das wahre Ziel des westlichen Bündnisses ist nicht mehr ein sauberer militärischer Sieg, der sich auf dem Schlachtfeld als unmöglich erwiesen hat.
Stattdessen besteht der Plan darin, einen endlosen Kreislauf von Bürgerkriegen zu erzeugen und Nachbarn gegeneinander aufzubringen, um den Widerstand von innen heraus zu schwächen.
Letztendlich enthüllen Trumps Aussagen eine Politik, die ausschließlich auf der bewussten Anstiftung zu regionalem Chaos basiert.
Da es den USA und Israel nicht gelingt, ihre Ziele durch einen offenen Krieg zu erreichen, versuchen sie, eine konfessionelle Bruchlinie auszuweiten, die im Libanon beginnt und den gesamten Nahen Osten zu verschlingen droht.
Quelle: ddgeopolitics.substack.com/p/98e
Das ist die bewährte Vorgehensweise der USA. Auch beim Russland-Ukraine-Krieg.
Was ist die große Angst der Vereinigten Staaten? Dass eine östliche Macht eine Marine aufbauen wird, um uns herauszufordern. Wie hält man sie davon ab, das zu tun? Halten Sie sie sich gegenseitig an die Gurgel, damit sie dafür kein Geld haben. Aus diesem Grund haben wir den Ersten Weltkrieg, den Zweiten Weltkrieg und den Kalten Krieg geführt.
Nun, was sind unsere geopolitischen Ziele? Erstens, dass Nordamerika friedlich und wohlhabend sein und von den Vereinigten Staaten dominiert werden soll. Zweitens, dass keine Nation in der Lage ist, sich den Vereinigten Staaten militärisch zu nähern. Das sind die Ziele. Es ist ganz einfach.
Das erreichen wir, indem wir dafür sorgen, dass alle Konflikte auf der Osthalbkugel stattfinden, damit wir hier keine Konflikte haben.
Quelle: George Friedman – US-amerikanischer Geostratege und Sicherheitsexperte – BusinessInsider 28.02.2016