28.05.2026 Finanzielle Inquisition: Über sein Geld verfügen darf bald nur noch, wer sich komplett durchleuchten lässt
Norbert Häring liegen Briefe der Südtiroler Sparkasse, Zweigstelle München, an Petra Weber (Name geändert) vor.
Es begann damit, dass die Bank von der Kundin mit einem Kontoguthaben im oberen fünfstelligen Bereich, sehr genaue Angaben über ihr Gesamtvermögen und die Herkunft ihres Geldes wollte.
Und mündete darin, dass die Sparkasse vor kurzem die Geschäftsbeziehung beendete und das gesamte Guthaben der Kundin einfror.
Anfang April schickte die Sparkasse der langjährigen Bestandskundin ein Schreiben. Darin erklärte sie, sie sei „im Rahmen unserer Compliance-Pflichten verpflichtet, bestimmte Informationen zur Herkunft der Gelder und von Transaktionen zu erheben.“
Wissen und haben wollte die Sparkasse innerhalb von zwei Woche, „per verschlüsselte E-Mail“:
ᐅ das Gesamtvermögen in sechs Spannen, von 0 – 50.000 Euro bis > 1 Mio. Euro,
ᐅ das Nettoeinkommen in fünf Spannen bis >75.000 Euro,
ᐅ die Herkunft aller Gelder, die bei der Sparkasse in der Vergangenheit oder zum Fragezeitpunkt angelegt waren,
ᐅ Nachweise in Form von z.B. Gehaltsnachweis, Steuerbescheid, Grundbuchauszug, Kontoauszüge anderer Banken, „Vereinfachte Vermögens- und Schuldenaufstellung“.
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