26.04.2026 Google verfolgt das Leben der Nutzer über Foto-Cloud
„Privatsphäre gibt es in der modernen Welt nicht mehr, da personenbezogene Daten zum wichtigsten Kontrollinstrument werden, und nun geht „Google“ den nächsten Schritt, indem es Ihre Erinnerungen in Treibstoff für künstliche Intelligenz verwandelt.“ Das stellt der US-amerikanische Finanzanalytiker Martin Armstrong in einem aktuellen Blog-Beitrag fest.
Er stützt sich dabei auch einen Beitrag des Magazins „Forbes“, das berichtet, wie das zum Konzern „Alphabet“ gehörende Technologieunternehmen „Google“ ein umfangreiches Update für seine Foto-Plattform einführt.
Das soll es dem unternehmenseigenen KI-System „Gemini“ ermöglichen, die gesamte Fotobibliothek der Nutzer zu scannen, um eine sogenannte „Personal Intelligence“ aufzubauen.
Google gibt offen zu, dass das System tatsächliche Bilder von Ihnen und Ihren Angehörigen nutzen kann, um KI-Inhalte zu generieren, wodurch Nutzer keine Referenzfotos mehr manuell hochladen müssen.“
Es handelt sich laut Armstrong nicht um eine geringfügige Anpassung einer Foto-App, sondern eine strukturelle Veränderung in der Art und Weise, wie Daten gesammelt und interpretiert werden.
Jedes Bild, das jemand mit einem „Google“-basierten Smartphone aufnimmt, werde somit «Teil eines KI-Modells, das versucht zu verstehen, wer Sie sind, mit wem Sie Umgang pflegen, wohin Sie gehen und wie Sie Ihr Leben führen».
Das System analysiere Gesichter, Objekte und sogar Text in Bildern, gruppiere Personen, identifiziert Orte und extrahiere schriftliche Informationen aus Quittungen, Dokumenten und Schildern.
Armstrong verweist darauf, dass Regierungen die Überwachung durch Finanzüberwachung, Kommunikationsverfolgung und behördliche Aufsicht ausweiten wollen.
Die von den Big Tech-Unternehmen aufgebaute Infrastruktur biete eine Grundlage, die für eine umfassendere Kontrolle genutzt werden könne, indem Finanzdaten, Verhaltensmuster und visuelle Informationen zusammengeführt werden.
Auf Feiern oder Treffen verbiete ich jedem, Fotos von mir zu machen. Und das schon seit mehr als 20 Jahren. Diese Maßnahme stößt zwar regelmäßig auf Unverständnis, aber das ist mir schnurzpiepegal.
Im Gegenzug interessiert es mich ebenfalls wenig bis gar nicht, wer auf welcher Veranstaltung oder Party war.
Auch Fotos von Familienfeiern oder Urlaubsfotos (welche frühe gerne als Dias an die Wand geworfen wurden) langweilen mich eher. Entweder ich war dabei oder nicht. Wenn nicht, kenne ich den Großteil der Leute auf den Fotos eh nicht.
Daher wurden solche Aktionen in meinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis – zwar pikiert, aber immerhin – recht schnell eingestellt.
Funfact: An so manchem erleichterten Gesicht konnte ich erkennen, dass ich nicht die Einzige war, die das langweilt. Im Gegensatz zu mir sind die meisten Menschen nur zu höflich, um ehrlich zu sein. 😉
Der Finanzanalytiker gibt zugleich Hinweise, wie Nutzer verhindern können, dass die «Datenkrake» Google ihre Fotos nutzt:
„Gehen Sie auf myaccount.google.com und deaktivieren Sie zunächst alle verfügbaren Tracking- und Personalisierungseinstellungen, denn selbst wenn nur eine einzige aktiv bleibt, wird das System weiterhin mit Daten gefüttert. Erlauben Sie keinerlei Form der ‹Personalisierung›, da dies lediglich der Mechanismus ist, mit dem die datenübergreifende Datenerfassung gerechtfertigt wird.“
Quelle: transition-news.org/google-verfolgt-das-leben-der-nutzer-uber-foto-cloud
Dann gibt es ein Update und schwupps … werden die Einstellungen auf „Standard“ zurückgestellt. Das habe ich oft genug bei „Microsoft“ festgestellt.
Aber letzten Endes muss jeder selbst wissen, wie weiter er sich exponiert.
Über mich findet man nichts im Netz. Nicht mal meine Telefonnummer. Und das bleibt auch so.
#JustMy2Cent