17.02.2026 Reden, die uns hunderte Jahre zurückwerfen
Kürzlich hielt Premierminister Mark Carney, vielleicht der ultimative liberale Insider, in Davos eine wegweisende Rede, in der er das Ende der regelbasierten internationalen Ordnung verkündete und eine neue Ära der machtbasierten Diplomatie einläutete.
Auf der jüngsten Münchner Sicherheitskonferenz unterstützte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz Carney, indem er erklärte, dass die „regelbasierte Ordnung, so unvollkommen sie auch in ihrer besten Form war, nicht mehr existiere.“
Und Polen will die Atombombe. Denn nur noch Macht entscheidet in den Augen westlicher Führer, nicht irgendwelche Verträge, Regeln oder sogar ein „Völkerrecht“ oder diese „Menschenrechte„.
Kommen wir zur „Kaiserin Europas„. Speziell in Russland kommen angesichts der quasi imperialen EU-Ansprüche unter „deutscher Führung“ ganz böse Gedanken auf, die nachvollziehbar sind.
In den staatlichen und staatsnahen Medien (RIA Novosti, TASS, Rossija 1, Sputnik, Telegram-Kanäle von Solowjow, Skabejewa, Podoljaka usw.) herrscht eine Mischung aus:
ᐅ Alarmismus — „Die Deutschen rüsten wieder auf, genau wie in den 1930er Jahren.“
ᐅ Historischer Framing — Der aktuelle Konflikt wird als Fortsetzung des „Großen Vaterländischen Krieges“ dargestellt. Russland kämpft wieder gegen „Nazis und ihre westlichen Förderer“.
ᐅ Triumphalismus — „Wir haben sie 1945 besiegt, wir werden sie auch diesmal besiegen.“
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17.02.2026 „Und das ist nur der Anfang“: Rede von der Leyens auf Sicherheitskonferenz wird zum friedenspolitischen Albtraum
Die Präsidentin der Europäischen Kommission beginnt ihre Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit den Worten: „Sehr geehrte Damen und Herren“. Es sind die einzigen Worte im Vortrag der EU-Politikerin, die keiner Kritik bedürfen. Vieles von dem, was Ursula von der Leyen danach sagt, kommt einer friedenspolitischen Zumutung gleich.
„Wir sehen uns einer unübersehbaren Bedrohung durch Kräfte von außen gegenüber, die versuchen, unsere Union von innen zu schwächen“, sagt die Christdemokratin ganz so, als ob diese politisch herbeifantasierte „Bedrohung“ von außen der Realität entspräche.
Nicht, dass es keine Bedrohung gäbe, nein, nein. Allerdings kommt die Bedrohung nicht von einem äußeren Feind, sondern von innen.
In der EU nämlich, wo vom Grundsatz her der Geist der Demokratien aus den Mitgliedsstaaten zusammenfließen sollte, ist eine Politik machtelitärer Großmannssucht entstanden – zum schweren Schaden der Demokratie.
In von der Leyens Rede zeigt sich eine Feindbildpolitik, die in ihrer Konsequenz nur noch von Aufrüstung und militärischer Stärke angetrieben wird.
Damit ist das „Schiff EU“ nicht nur mit voller Fahrt auf die Klippen zugesteuert, es ist bereits mittenrein gefahren – mit von der Leyen am Ruder.
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