29.08.2026 Steuergeld für umstrittenes Imam-Netzwerk: Beim Islamismus endet Berlins „Dialog“
Die Runde in der Dar-as-Salam-Moschee in Berlin-Neukölln sollte sich mit „Demokratie, Religion und Zivilgesellschaft“ beschäftigen.
Gekommen waren Steffen Krach von der SPD, Bettina Jarasch von den Grünen, Elif Eralp von der Linkspartei und FDP-Spitzenkandidat Christoph Meyer. Die CDU blieb der Veranstaltung wegen der Vorgeschichte der Gastgeber fern, die AfD war gar nicht erst eingeladen worden.
Meyer ging hin – und sprach dort jenes Thema an, das dort niemand hören wollte:
Islamismus. Medien, die die „falschen“ Fragen hätten stellen können, hatten zuvor teilweise keine Akkreditierung erhalten. Die FDP forderte deshalb schon vor Beginn freien Pressezugang.
Meyer hielt während seiner Wortmeldung ein älteres Gruppenfoto von Moschee-Chef Mohamed Taha Sabri hoch. „BILD“ identifizierte darauf den in den USA als Hamas-Akteur sanktionierten Amin Abu Rashed, „FOCUS“ dagegen den ebenfalls von Washington als hochrangigen Hamas-Vertreter bezeichneten Majed al-Zeer.
Für die Islamismus-Vorgeschichte der Neuköllner Begegnungsstätte braucht es dieses Foto allerdings gar nicht: Sie ist durch Verfassungsschutzberichte, Gerichtsakten und parlamentarische Unterlagen weit besser dokumentiert.
Die Neuköllner Begegnungsstätte, Trägerin der Dar-as-Salam-Moschee, tauchte 2014, 2015 und 2016 in Berliner Verfassungsschutzberichten im Zusammenhang mit der Moslembruderschaft auf.
Der damalige Berliner Verfassungsschutzchef Bernd Palenda erklärte 2017 vor dem Abgeordnetenhaus ausdrücklich, im Bericht seien „Bezüge einzelner Personen in Richtung Hamas und Muslimbruderschaft“ dargestellt worden.
Dabei ging es um das Milieu des sogenannten legalistischen Islamismus: Strukturen, die ihren politischen und gesellschaftlichen Einfluss über Vereine, Verbände, Moscheen und Kontakte zu Politik und Behörden ausbauen.
Die bekannte Vorgeschichte hinderte die Berliner Politik nicht daran, die „NBS“ zum Partner staatlich finanzierter Dialogprojekte aufzubauen.
2022 erhielt der Verein für „Muslimische DiaLogen – Begegnen – Beraten – Bewegen“ 49.424,44 €.
2023 kamen 85.092,37 €für „DiaLogen 2023“ und weitere 57.577,05 € für „JuMusDialoge“ hinzu.
2024 flossen 106.948,12 € für „Muslimische DiaLogen“.
2025 weitere 91.861,94 €.
Allein für diese dokumentierten Projekte überwies Berlin innerhalb von vier Jahren 390.903,92 €an die Neuköllner Begegnungsstätte.
Auch 2026 steht die „NBS“ wieder auf der Berliner Förderliste.
Die Förderung begann unter Rot-Rot-Grün und lief unter dem CDU-geführten Senat weiter. Weder SPD, Linke, Grüne noch CDU scheinen sich an den Islamisten-Verbindungen der Moschee und des Vereins gestört zu haben.
Berlin finanzierte ein Projekt, das Imame zusammenbringen, gesellschaftlich aufwerten und als Ansprechpartner etablieren sollte, und prüfte nach eigener Aussage aber nicht einmal die beteiligten Personen.
Selbst auf die ausdrückliche Frage, ob die Förderung bis zur Klärung der Verfassungstreue sämtlicher Mitwirkender ausgesetzt werde, blieb der Senat bei seiner Linie: Der Träger werde geprüft, nicht die Teilnehmer.
Quelle: report24.news/steuergeld-fuer-umstrittenes-imam-netzwerk-beim-islamismus-endet-berlins-dialog