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02.10.2026 Wie türkische Gastarbeiter die Schlacht im Teutoburger Wald gewannen
 
Seine großen Erfindungen verdankt Deutschland heute nicht mehr Wissenschaft und Forschungen – sie entstehen vielmehr in der Politik. Die wichtigste Entdeckung der vergangenen Jahre lautet:
 
Türkische Gastarbeiter brachten das deutsche Wirtschaftswunder zustand. Und eigentlich auch fast sonst alles, was Deutschland heute ausmacht.
 
Um bei der Aufteilung dieses Stimmenpotentials nicht völlig hintenan zu stehen, übertraf nun NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst die bisherigen Gastarbeiter-Erzählungen. Zum 65. Jahrestag des Anwerbeabkommens reiste er nach Ankara, um dort zu verkünden:
 
„Eine Million Menschen mit türkischen Wurzeln leben bei uns. Vor 65 Jahren gab es das Anwerbeabkommen. Es ist untrennbar verbunden mit dem Wiederaufbau Deutschlands.“
 
Dabei beließ er es nicht: Er hob außerdem die besonderen Verdienste der in Westberlin lebenden Türken beim Mauerfall am 09.11.1989 hervor, an die sich bis jetzt niemand erinnern konnte:
 
„Sie haben den Leuten Tee und Essen angeboten. Sie haben ihre Wohnzimmer geöffnet, damit sich Menschen aus Ostdeutschland darin aufwärmen konnten.“
 
Womit Politiker wie Medienschaffende allerdings nicht gerechnet haben dürften: Die Verwurstung von Türken und Mauerfall war möglicherweise der berühmte Tropfen zu viel.
 
Jedenfalls schwappte eine Flut von Memes durch das Internet, die sich ausdrücklich nicht über türkische Gastarbeiter und deren Nachkommen lustig machen – sondern über die plumpe Schmeichelei deutscher Märchenerzähler.
 
Weiterlesen => tichyseinblick.de/feuilleton/glosse/wuest-tuerkische-gastarbeiter

 

Zwei Beispiele:
 
Türken helfen in Nachkriegsjahren
 
Türken gewinnen 1974 die WM für Deutschland
 

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