„Wir“ schließen eine wichtige strategische Lücke

09.07.2026 Deutschland kauft „Tomahawk“-Marschflugkörper
 
Deutschland wird US-Mittelstreckenwaffen des Typs „Tomahawk“ kaufen und in Deutschland stationieren.
 
Darauf habe man sich beim „NATO“-Gipfel in Ankara mit der US-Seite verständigt, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner Regierungserklärung im Bundestag.
 
Die „Tomahawk“-Marschflugkörper würden von der Bundesregierung erworben und in Deutschland stationiert.
 
„Wir schließen damit eine wichtige strategische Lücke in unserer Verteidigung. Und wir werden gleichzeitig daran arbeiten, eigene europäische Systeme zu entwickeln und in Europa zu stationieren“, sagte Merz
 
Die Marschflugkörper haben eine Reichweite von 2.500 Kilometern – könnten also von Deutschland weit bis in russisches Gebiet fliegen. Moskau ist 1.600 Kilometer Luftlinie von Berlin entfernt.
 
Die europäischen „NATO“-Staaten verfügen derzeit noch nicht über eigene Mittelstreckenwaffen.

 
Quelle: tagesschau.de/inland/innenpolitik/deutschland-usa-ruestung-tomahawk-100.html
 

Tomahawks werden nur konventionell bestückt und sind – gegen die Behauptung einiger Medien – nicht nuklearfähig. Allerdings laut Experten könnte diese Stationierung die Gefahr eines Atomkrieges maßgeblich erhöhen, denn die Reichweite bedeutet, dass die „NATO“ aus Deutschland die nukleare Infrastruktur Russlands bedrohen kann. Zudem wird die Entscheidung Deutschlands, aufzurüsten, von Russland als Eskalationsschritt in einem bereits bestehenden Wettrüsten gesehen.
Quelle: atomwaffena-z.info/glossar/begriff/tomahawk-marschflugkoerper

 
Update 11.07.2026
 

09.07.2026 Merz kauft Uralt-Technik für 1,4 Milliarden: Sind Tomahawks ihr Geld überhaupt noch wert?
 
Der Tomahawk gilt zwar als eines der präzisesten westlichen Marschflugkörpersysteme, wird aber seit Jahrzehnten in ein amerikanisches Führungs-, Aufklärungs- und Zielplanungsnetz eingebunden.
 
Nach Angaben des Herstellers und der US-Marine basiert der Einsatz auf umfangreicher Missionsplanung und der Einbindung in amerikanische Führungs- und Zielplanungsverfahren.
 
Wie weit Deutschland im Ernstfall tatsächlich unabhängig über Einsatz und Zielplanung entscheiden könnte, ist bislang nicht öffentlich erläutert worden.
 
Deutschland kauft Hardware, keine Fähigkeit.
 
Die Missionsplanung des Tomahawk hängt an amerikanischen Systemen, die Zieldaten kommen aus amerikanischen Quellen, Wartung und Software-Updates kontrolliert der Hersteller. Einen Technologietransfer oder eine Lizenzfertigung sieht das FMS-Verfahren nicht vor.
 
In einer Zeit, in der derselbe Partner Truppen abzieht, Zusagen kassiert und Verbündete öffentlich attackiert, könnte das heikel werden.

 
Quelle: berliner-zeitung.de/article/merz-kauft-uralt-technik-fuer-14-milliarden-sind-tomahawks-ihr-geld-ueberhaupt-noch-wert-10182970 (Abo)
 

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