05.06.2026 Bagatellgrenze von 30 Euro: Klingbeil will Bonpflicht lockern
Die umstrittene Bonpflicht soll fallen – zumindest für kleine Beträge. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant eine Bagatellgrenze von 30 €.
Bis zu diesem Betrag sollen Händler ihren Kundinnen und Kunden künftig keinen Beleg mehr aushändigen müssen. Das geht aus einem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums hervor.
Die Bagatellgrenze solle Wirtschaft und Umwelt entlasten. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD vereinbart:
„Wir schaffen die Bonpflicht ab. Für Geschäfte mit einem jährlichen Umsatz von über 100.000 Euro führen wir ab dem 01.01.2027 eine Registrierkassenpflicht ein.“
Längerfristig will das Ministerium den Papierbeleg vollständig durch digitale Alternativen ersetzen – etwa per Mail oder QR-Code.
Per Mail? Ernsthaft?!
Längerfristig läuft das auf Bargeld-Abschaffung hinaus, was ja immer vehement bestritten wird.
„Geplant ist eine Umstellung vom klassischen Papierbeleg zu digitalen Kassenbelegen“, heißt es laut „Handelsblatt“ im Entwurf. Zunächst gilt die 30-Euro-Grenze, anschließend folgt die vollständige Digitalisierung. Ein genaues Datum nennt der Entwurf bislang nicht.
Die Belegausgabepflicht gilt seit Januar 2020. Sie soll Steuerbetrug durch manipulierte Ladenkassen erschweren. In der Praxis führte sie vor allem bei Bäckereien und anderen kleinen Betrieben zu einer Flut an Thermopapierbons, die meist ungelesen im Müll landen.
Das war von Anfang an klar gewesen. Ich brauche keinen Bon, wenn ich eine Kiste Wasser, drei Brötchen oder etwas Wurst kaufe. Und selbst wenn man mir den „hinterherwerfen“ würde, landet der dann bei mir im Müll.
Aber Politiker sind nun mal nicht in der Lage, längerfristig zu denken. Im Gegenteil: Bei denen sind inzwischen unüberlegte Schnellschüsse an der Tagesordnung.
Im Gegenzug zur Lockerung der Bonpflicht plant Klingbeil eine neue Pflicht für größere Betriebe: Wer mehr als 100.000 Euro Jahresumsatz erzielt, soll laut Entwurf ab Januar 2027 manipulationssichere elektronische Kassen einsetzen müssen.
So soll Steuerhinterziehung erschwert werden.
Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de/bagatellgrenze-von-30-euro-klingbeil-will-bonpflicht-lockern-379509
Vor nicht allzu langer Zeit in Österreich:
10.05.2026 Bisher 20 Mrd. Euro aus Österreich in Ukraine transportiert
Rund 20 Mrd. € sind seit Ausbruch des Ukraine-Krieges aus Österreich in die Ukraine transportiert worden.
Dabei handelte es sich um Bargeld in Euro und US-Dollar sowie um Goldbarren, berichtete die „Kronen Zeitung“ gestern über die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ.
Insgesamt handelte es sich dabei um 1.011 Bargeld- sowie 19 Goldtransporte zur ukrainischen staatlichen „Oschadbank“, wie aus der Beantwortung des Finanzministeriums hervorgeht.
Auslöser der Anfrage seitens der FPÖ war ein Transport von Bargeld und Gold von Wien in die Ukraine, der in Ungarn von Spezialkräften einer Anti-Terror-Einheit wegen Geldwäscheverdachts gestoppt wurde.
Quelle: orf.at/stories/3429459
Wurde das bei uns in irgendeiner Form thematisiert? Hat z.B. der Spiegel mal nachgefragt, wieso Bargeld und Gold in großem Umfang in die Ukraine geschickt wurden und wahrscheinlich immer noch geschickt werden?
Natürlich nicht!
07.03.2026 Ungarn lässt Bankmitarbeiter frei, behält aber Geld und Gold eines Geldtransports
Nach der vorübergehenden Festnahme mehrerer Ukrainer durch ungarische Behörden vor dem Hintergrund eines Streits um eine Ölpipeline hat Ungarn die festgenommenen Bankmitarbeiter wieder freigelassen – das bei der Festnahme beschlagnahmte Bargeld und Gold jedoch einbehalten. Ungarn habe die Wertsachen noch nicht zurückgegeben, erklärte der Chef der ukrainischen Zentralbank, Andryj Pyschnyj, am Freitag auf Facebook.
Die Situation sei „unfassbar“, fügte der Zentralbankchef hinzu und betonte, Kyjiw [„Kiew“ ist anscheinend zu deutsch] arbeite daran, die Ladung „so schnell wie möglich“ zurückzuerhalten.
Quelle: spiegel.de/ausland/ungarn-bankmitarbeiter-freigelassen-geld-und-gold-bleiben-beschlagnahmt-a-2f470eb5-2717-4354-8e86-58d70124d8ee
Das Geld wurde inzwischen seinem „rechtmäßigen Besitzer“ ausgehändigt.
Das ist alles nur noch eine einige Farce!
#JustMy2Cent