23.02.2026 Das Kohlenstoff-Kartell der EU beginnt zu zerfallen
Bei aufeinanderfolgenden Gipfeltreffen in Antwerpen und Alden-Biesen stellten mehrere Mitgliedstaaten offen den CO₂-Preis der EU in Frage und nahmen damit den zentralen Eckpfeiler der Europäischen Union ins Visier: das Emissionshandelssystem (ETS).
Das ETS zwingt große Industrieunternehmen dazu, für jede emittierte Tonne CO₂ staatliche Emissionszertifikate zu kaufen.
Fast die Hälfte der EU-Emissionen fällt unter dieses System. Wenn die Preise für Emissionszertifikate steigen, zahlen die Unternehmen mehr.
Dieses Geld fließt direkt an die Regierungen und in EU-Klimaprogramme. Es handelt sich um eine CO₂-Abgabe für die Schwerindustrie in Europa und eine wichtige Finanzierungsquelle für den „Green Deal“ (gestartet 2019).
Seit Jahren beschweren sich immer mehr EU-Regierungen über die Klimaregulierung der Union.
Das ETS selbst war jedoch weitgehend unantastbar und stand fast über der Politik.
Führende Vertreter der Industrie haben davor gewarnt, dass die CO₂-Kosten die Produktion aus Europa vertreiben. Politiker schlossen sich dieser Forderung an.
Selbst der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz forderte kürzlich weitreichende Reformen. Österreich, die Tschechische Republik und Polen führten die ersten Bemühungen zur Schwächung des Systems an, aber inzwischen hat sich eine Mehrheit der anderen Länder angeschlossen.
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