Wenn das umgesetzt wird, sind wir endgültig verloren

03.02.2026 Draghi fordert Ende der EU-Nationalstaaten
 
Draghi, ehemaliger Präsident der Europäischen Zentralbank und früherer italienischer Ministerpräsident, trat am Montag an der KU Leuven in Belgien auf. Dort forderte er nichts weniger als das Ende der Nationalstaaten. Er sprach die Pläne der EU-Elite offen aus: Um die EU zu retten, brauche es mehr EU.
 
Draghi warnte vor einer veränderten globalen Ordnung, die er als „defunct“ und „tot“ bezeichnete. Die alte Weltordnung, geprägt von US-geführter Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und offener Wirtschaft, sei zusammengebrochen. An ihre Stelle träten Mächte wie die USA und China, die Europas Abhängigkeiten und Fragmentierung gezielt ausnutzten.
 
„Wo Europa föderiert hat – im Handel, im Wettbewerbsrecht, im Binnenmarkt und in der Geldpolitik –, werden wir als Macht respektiert und verhandeln als Einheit“, sagte Draghi. „Wo wir das nicht getan haben – in Verteidigung, Industriepolitik und Außenpolitik –, werden wir als lose Versammlung mittelgroßer Staaten behandelt, die man teilen und einzeln angehen kann.“

 

Das liegt daran, dass es von Haus aus keine Einigkeit gibt. Und je mehr Probleme, desto weniger Einheit.

 

Seine Lösung ist radikal anti-national: Eine Gruppe souveräner Staaten mit Vetorechten könne keine echte Macht erzeugen.
 
„Jeder mit eigenem Veto, jeder mit separater Kalkulation, jeder anfällig, einzeln herausgepickt zu werden.“
 
Er fordert eine EU-Föderation, besser heute als morgen. Einen „pragmatischen Föderalismus“: Fortschritte mit jenen Ländern, die bereit und fähig seien, in Schlüsselbereichen wie Verteidigung, Energie, Technologie und Industrie Souveränität zu bündeln – mit dem klaren Ziel einer Föderation.
 
Ein Schaubild, das von den Europäischen Föderalisten verbreitet wurde, illustriert diese Forderung eindrucksvoll:
 
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