30.07.2026 US- und französische Geheimdienste steuern ukrainische Drohnen-Angriffe gegen Russland
Westliche Aufklärung helfe bei der Kartierung russischer Luftverteidigungssysteme, der Identifizierung von Lücken und optimalen Flugrouten für Drohnenschwärme sowie bei der Auswahl besonders kritischer Ziele. Im Bild oben die Explosion an der Sudzha-Pipeline nach einem britisch-ukrainischen Angriff, so das Military Watch Magazine.
Laut „Financial Times“-Angaben, die von mehreren Medien übernommen wurden, haben die Geheimdienstinformationen der Ukraine ermöglicht, Dutzende großer Ölraffinerien und acht Wildberries-Logistikzentren mit einer Gesamtfläche von rund 860.000 Quadratmetern anzugreifen – etwa 15% der Lagerkapazität des Unternehmens. Besonders schwer getroffen wurde das Lager in Elektrostal bei Moskau am 18.07.2026 mit rund 250.000 Quadratmetern Brandfläche.
Westliche Offiziere unterstützen bei der Zielkartierung, der Bewertung russischer Luftabwehrstellungen und der Routenplanung.
Der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Andrii Zagorodnyuk erklärte, die US- und französische Aufklärung verbessere die Priorisierung von Zielen und erlaube es, auf Ausweichziele umzuschalten, wenn primäre durch Luftabwehr blockiert seien.
Die europäische Hälfte Russlands mit rund 80 Millionen Einwohnern gelte inzwischen nicht mehr als sicheres Hinterland.
Diese Form der Geheimdiensthilfe geht weit über die Lieferung von Waffen hinaus. Sie macht westliche Staaten zu aktiven Teilnehmern an der Zielauswahl und der Umgehung der russischen Luftverteidigung für Angriffe auf russisches Staatsgebiet.
Russland betrachtet solche Schläge – zu Recht – als Angriffe, die ohne westliche Aufklärung und Zielzuweisung in dieser Präzision kaum möglich wären.
Die Berichterstattung der Financial Times und die darauf basierenden Artikel legen offen, was offiziell oft verschleiert wird: Der Krieg ist längst kein rein ukrainisch-russischer Konflikt und war es auch nie.
Quelle: tkp.at/2026/07/30/us-und-franzoesische-geheimdienste-steuern-ukrainische-drohnen-angriffe-gegen-russland