08.04.2026 EU legt Preis für CO2-Zoll fest – Streit um Ausnahmen für Bauern
Die EU-Kommission hat erstmals den Preis für ihren neuen CO₂-Grenzzoll festgelegt. Für das erste Quartal liegt er bei 75,36 €, wie die Brüsseler Behörde am 07.04.2026 mitteilte.
Mit diesem Schritt wird das Klimaschutzinstrument, das bestimmte Einfuhren verteuern soll, erstmals finanziell greifbar.
Der Preis bezieht sich auf Zertifikate für den sogenannten CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM).
Dadurch werden Abgaben auf die CO₂-Emissionen bei der Herstellung importierter Güter wie Stahl, Aluminium, Zement und Düngemittel fällig. Dieser CO₂-Ausgleich soll eine Verlagerung der Produktion in Staaten mit geringeren Klimaauflagen verhindern.
Unternehmen dient der nun erstmals festgelegte Referenzwert als Orientierung, wie viel Importeure für die CO₂-Belastung bestimmter Waren an der EU-Grenze zahlen müssen.
Die Gebühren für diese Importe fallen für Einfuhren ab Januar 2026 an. Dafür nötige Zertifikate müssen die Unternehmen erst 2027 erwerben.
Über den neuen Zoll ist als Folge des Iran-Krieges bereits ein Streit entbrannt.
Ende März wies die EU-Kommission eine Forderung unter anderem von Frankreich, Italien und Kroatien zurück, die Abgabe für importierte Düngemittel auszusetzen. Damit sollten Landwirte entlastet werden, die mit hohen Preisen zu kämpfen haben.
Ein Aussetzen berge jedoch die Gefahr, die Abhängigkeit von Importen zu verschärfen, sagte EU-Agrarkommissar Christophe Hansen.
Frankreich verwies auf gestiegene Kosten durch Lieferunterbrechungen im Zuge des Iran-Krieges.
Die Kommission will am 13.04.2026 mit der Industrie über Maßnahmen zur Unterstützung der europäischen Düngemittelproduktion beraten.
Quelle: msn.com/de-de/finanzen/top-stories/eu-legt-preis-f%C3%BCr-co2-zoll-fest-streit-um-ausnahmen-f%C3%BCr-bauern/ar-AA20lNX1
– gefunden bei Report24.news
Good luck with that!
26.09.2022 Hohe Gaspreise beeinträchtigen Düngemittelindustrie
Die hohen Gaspreise wirken sich auch auf den Absatz von Düngemitteln in Deutschland aus.
Wie das „Statistische Bundesamt“ nach Ergebnissen der Düngemittelstatistik mitteilt, ging die Menge der in Deutschland in den Verkehr gebrachten Düngemittel im 2. Quartal 2022 gegenüber dem Vorjahresquartal stark zurück.
So halbierte sich der Inlandsabsatz von Phosphat-Dünger gegenüber dem Vorjahresquartal (-50,6%) auf 14.000 Tonnen des darin enthaltenen Nährstoffs Phosphat.
Auch der Absatz von Kali-Dünger nahm um etwa die Hälfte (-52,3%) ab auf 55.900 Tonnen Kaliumoxid.
Stickstoff-Dünger wurde im Umfang von 238.000 Tonnen Stickstoff abgesetzt – 18,5% weniger als im Vorjahresquartal.
Einzig der Absatz von Kalk-Dünger (592.600 Tonnen Calciumoxid) blieb mit -0,1 % gegenüber dem 2. Quartal 2021 nahezu unverändert.
In den Absatzzahlen sind sowohl in Deutschland produzierte als auch importierte Düngemittel enthalten.
Hintergrund des Absatzrückgangs ist, dass die Herstellung der meisten Düngemittel sehr energieintensiv ist.
Die hohen Gaspreise und der damit verbundene Rückgang von Düngemittelproduktion und ‑vertrieb schlagen sich seit diesem Frühjahr verstärkt in den Preisen für Düngemittel nieder.
So haben sich die Erzeugerpreise für Düngemittel und Stickstoffverbindungen im August 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat mehr als verdoppelt (+108,8%).
Bereits im März 2022, dem ersten Monat nach Beginn des Krieges in der Ukraine, lagen sie um 87,2% höher als im März 2021.
Quelle: destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/09/PD22_N060_51.html
Das war vor vier Jahren, also noch vor der Nord-Stream-Sprengung, dem Boykott von russischem Gas und der Abhängigkeit von LNG-Importen.
Aktuell sind die Gasspeicher EU-weit zu 29% und in Deutschland zu 22,3% gefüllt. Aber glücklicherweise beginnt das Brüsseler Imperium jetzt mit „Beratungen“.
Falls wider Erwarten (*hust*) nichts dabei rauskommt und bei uns nicht mehr genug angebaut werden kann, gibt es ja noch die Handelsabkommen und die entsprechenden Importen aus den Ländern mit den hohen Qualitätsmerkmalen.
Die Lebensmittelindustrie steht bestimmt auch „Gewehr bei Fuß“.
In Irland gibt es massive Proteste gegen den teils hausgemachten Irrsinn, wobei die irische Regierung flugs das Militär angefordert hat.
09.04.2026 Irland: Militär soll massive Proteste gegen hohe Spritpreise auflösen
Die über soziale Medien koordinierte Protestbewegung blockiert seit Dienstag Autobahnen, zentrale Straßen in Dublin – darunter die Hauptverkehrsader O’Connell Street – sowie die strategisch wichtigen Häfen Foynes in der Grafschaft Limerick und Whitegate in Cork. In Whitegate befindet sich Irlands einzige Ölraffinerie, über die ein Drittel der Treibstoffversorgung des Landes abgewickelt wird.
Die irische Regierung hat am 09.04.2026 das irische Militär angefordert, Lastwagen und Traktoren zu beseitigen. Das geht aus einer Mitteilung des Justizministeriums hervor.
Hintergrund der Proteste sind die stark gestiegenen Kraftstoffpreise infolge des Konflikts im Nahen Osten. Durch die andauernde Schließung der Straße von Hormus sind rund 20% des weltweiten Ölhandels zum Erliegen gekommen.
Diesel kostet in Irland derzeit etwa 2,14 € pro Liter, Benzin rund 1,91 €.
Spediteure und Landwirte fordern von der Regierung weitere Steuersenkungen auf Kraftstoff – über die bereits im März beschlossenen Ermäßigungen von 15 Cent bei Benzin und 20 Cent bei Diesel pro Liter hinaus.
Quelle: berliner-zeitung.de/news/irland-militaer-soll-massive-proteste-gegen-hohe-spritpreise-aufloesen-li.10029503
Und bei uns? Funkstille auf ganzer Linie.
Deutsche taugen nicht zu Revolutionen. Bestenfalls zu Rechtschreibreformen.
Quelle: Erhard Blanck – deutscher Schriftsteller – Aphorismen.de