Bis die EU-Verordnung durch ist, gibt es keine Recycler mehr

07.04.2026 EU-Regulierungswut bei Verpackungen: Neue Leitlinie nimmt Hersteller von Kleidung in die Pflicht
 
Die Regulierungswut der Europäischen Union ist auch in der Verpackungsindustrie angekommen. Ende März veröffentlichte die Kommission einen 57VSeiten langen Leitfaden mit weiteren Hinweisen dazu, wie die 124 Seiten lange Verordnung über Verpackungen (2025/40) umzusetzen sei.
 
Denn bei Herstellern hätten sich laut der EU-Kommission viele Fragen ergeben, wie sich Vorgaben praktisch umsetzen lassen.
 
Die EU-Verordnung ist seit 2025 in Kraft. Die Vorgaben für die Verpackungen gelten frühestens ab August 2026, teilweise in einem gestaffelten System auch erst in späteren Jahren.
 
So gibt es beispielsweise Vorschriften dazu, wie viel Recyclingplastik in Plastikverpackungen enthalten sein soll.

 
Quelle: apollo-news.net/eu-regulierungswut-bei-verpackungen-neue-leitlinie-nimmt-hersteller-von-kleidung-in-die-pflicht
 

02.04.2026 Das Desaster der Gelben Tonne: Viele Recycling-Unternehmen stehen vor dem Aus
 
Der allermeiste aus Erdöl gewonnene Kunststoff wird leider nicht recycelt, auch wenn die offiziell gefeierte Recyclingquote von 70% für 2024 von Umweltbundesamt und Verpackungsindustrie etwas anderes suggeriert. Der deutsche Titel des Recycling-Weltmeisters basiert leider nur auf einem statistischen Trick.
 
In Deutschland werden laut „Verband der Chemischen Industrie“ über elf Millionen Tonnen Kunststoff pro Jahr verbraucht. Als Abfall tatsächlich statistisch erfasst werden jedoch davon nur rund sechs Millionen Tonnen, die Haushalte, Gewerbe und Industrie wegwarfen.
 
Von umweltbewussten Bürgern gesammelten Plastikverpackungen werden am Ende dann nur 550.000 Tonnen recycelte Kunststoff-Behälter.
 
Die „Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung“ (GVM) erklärt das damit, dass etwa ein Viertel der Menge im Produktionsprozess verloren geht. Die tatsächliche Recycling-Quote liegt also nur bei etwa 50%.
 
Die Umweltbundesamt-Statistik endet also mit dem Abladen der sortierten Ballen aus Verpackungsplastik auf dem Hof der Kunststoff-Hersteller.
 
Diese Plastik-Recycler werfen die brauchbaren Abfälle in ihre Extruder, die das Altplastik aufschmelzen, reinigen und zu Granulat aufbereiten.
 
Hier entstehen laut „GVM“ im Schnitt Verluste von 26,3%, die in die Statistik des Umweltbundesamts keinen Eingang finden.
 
Doch selbst eine Recycling-Quote von nur 50% bleibt graue Theorie. Sie ist in Wahrheit noch viel, viel niedriger.
 
Denn was dann beim Plastik-Recycler anschließend mit dem Plastikgranulat passiert, weiß derzeit niemand so genau.
 
Das Recycling ist sehr energieaufwendig und daher teuer. Und: Neuplastik aus Erdöl ist nach wie vor viel billiger. Und: China bietet zudem weitaus günstiger Rezyklate an.
 
Die Nachfrage nach Recycling-Plastik ist daher äußerst niedrig. Und die Lager mit Rezyklaten sind entsprechend voll.

 
Quelle: berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/die-duale-system-und-die-gelbe-tonne-viele-insolvenzen-li.10027934?id=01a4cd0b4c2d46d987a3e3152bb128a5 (Abo)
 

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