Pseudo-Clinch

08.08.2026 Ceuta-Krise: Spanien zieht nach – Schengen-Abkommen zwischen Spanien und Italien jetzt von beiden Seiten ausgesetzt
 
Spanien hat seit der Nacht zum 08.08.2026Grenzkontrollen zu Italien. Die vom spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sanchez per Dekret eingeführten Kontrollen sollen dabei stichprobenhaft umgesetzt werden.
 
Zuvor hatte bereits Italien als Reaktion auf den massenhaften Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta Grenzkontrollen zu Spanien eingeführt.
 
Die Grenzkontrolle und damit die Aussetzung des Schengen-Abkommens zwischen den beiden Mittelmeeranrainerstaaten bezieht sich dabei auf den Luft- und Seeverkehr. Eine Landgrenze besteht nicht.
 
Melonis Kritik schlossen sich etliche europäische Staaten an, wie beispielsweise die finnische Innenministerin Mari Rantanen und der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson.
 
Spaniens Nachbarland Frankreich kündigte nach dem Massenansturm von Migranten auf Ceuta an, die Grenzkontrollen mit mobilen Einheiten zu verstärken.

 
Quelle: apollo-news.net/spanien-zieht-nach-schengen-abkommen-zwischen-spanien-und-italien-jetzt-von-beiden-seiten-ausgesetzt
 

Sind alle Migranten aus der spanischen Exklave verschwunden? Wahrscheinlich nicht.
 
Kommen die ungehindert auf den europäischen Kontinent? Nicht ohne Hilfe von außen (z.B. von „Seawatch“ und ähnlichen Schleppern).
 
Hilft es also, Grenzen zu anderen europäischen Staaten zuzumachen. Das bezweifle ich – und zwar ganz stark.
 
Was also soll das Schengen-Grenzen-Gezeter?
 
Könnte es sein, dass das aktuelle Riesen-Bohei von etwas anderem ablenken soll?
 
Eventuell davon, dass das von der EU in Aussicht gestellte Geld einigen Herrschaften in Nordafrika zu wenig erscheint?

 

21.10.2025 Ursula von der Leyen plant EU-Millionenpaket für Nordafrika
 
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat 675 Mio. € in Aussicht gestellt, um gegen unerwünschte Migration aus Nordafrika vorzugehen. Ein umfassendes Paket zur Bekämpfung illegaler Migration und Schleuserkriminalität werde in Kürze verabschiedet.
 
Das schrieb die deutsche Politikerin in einem Brief an die europäischen Staats- und Regierungschefs vor dem EU-Gipfel am 16.10.2025.
 
Das Paket soll für die Zeit von 2025 bis 2027 gelten. Es unterstütze Tunesien, Libyen, Marokko und Algerien. Dabei gehe es auch um die Förderung und Mobilität von Fachkräften.
 
Außerdem sollen in den nordafrikanischen Ländern demnach bessere Bedingungen für schutzbedürftige Migranten geschaffen werden.
Quelle: zeit.de/politik/ausland/2025-10/von-der-leyen-eu-paket-nordafrika-migration

 

Oder weil die angekündigte Summe bisher nur zum Teil oder auch gar nicht geflossen ist und Ceuta ein Warnschuss war?
 
Oder weil sich in Marokko – wie unten beschrieben – inzwischen eine „Migrationsblase“ gebildet hat, was das marokkanische Königshaus seinen Bürgern nicht (mehr) erklären kann bzw. will, und über irgendwelche Kanäle jetzt neu verhandelt wird?

 

Die Bundesregierung unternimmt vermehrt Anstrengungen, irregulären Einreisen aus Marokko in die EU und nach Deutschland zu reduzieren. Erfolgreich sind sie kaum. Aber durch die europäische Migrationspolitik ist in Marokko eine „Migrationsblase“ entstanden.
Quelle: boell.de/de/e-paper-aus-den-augen-aus-dem-sinn-fluechtlinge-und-migranten-an-den-raendern-europas

 

Was auch immer dahinter steckt: Es ist etwas, dass die europäischen Bürger auf gar keinen Fall erfahren sollen, weswegen Politik und Medien dieses öffentlichkeitswirksame Gezänk veranstalten.
 
#JustMy2Cent

 

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