19.07.2026 Kernenergieagentur der OECD warnt vor hohen Systemkosten einer Energiewende ohne Kernkraft
Die Kernenergieagentur der „OECD“ warnt Anfang Juli 2026 vor stark steigenden Kosten einer Energiewende ohne Kernkraft.
Der weltweite Strombedarf könnte sich bis 2050 fast verdoppeln, weil Verkehr, Industrie und Rechenzentren mehr Elektrizität benötigen.
Zugleich sollen Kohle und Gas als Reserve entfallen, weshalb Netze, Speicher und flexible Verbraucher größere Lücken ausgleichen müssen.
Neue AKW könnten diese Systemkosten begrenzen, doch Kapitalmangel, fehlende Fachkräfte und schwache Lieferketten bremsen den nötigen Ausbau.
Die Kernenergieagentur bewertet Kernkraft als steuerbare Ergänzung zu Wind, Sonne und Wasserkraft. Reaktoren liefern über lange Zeiträume planbaren CO₂-armen Strom und senken damit den Bedarf an Ersatzkapazitäten.
Das Modell schließt Erneuerbare nicht aus, sondern sucht einen kostenarmen Mix aus mehreren Technologien. Ohne steuerbare Leistung müssten Verbraucher mehr Speicher, Netze und Flexibilitätsprogramme finanzieren.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/kernenergieagentur-der-oecd-warnt-vor-hohen-systemkosten-einer-energiewende-ohne-kernkraft
19.07.2026 Deutschland im Niedergang: Ausländische Medien sehen Zerfall von Infrastruktur und Industrie
Ausländische Medien berichten im Juli 2026 zunehmend über Deutschland im Niedergang. Britische und spanische Zeitungen sowie internationale Wirtschaftsmedien verbinden Bahnchaos, marode Brücken, Stuttgart 21 und die Krise bei „Volkswagen“ zu einem umfassenden Bild.
Sie beschreiben eine Volkswirtschaft, deren Infrastruktur verfällt, deren Industrie ihre Wettbewerbsfähigkeit verliert und deren Regierung keine wirklich helfenden Reformen auf den Weg bringt.
Die Kritik betrifft damit nicht mehr einzelne Pannen, sondern Deutschlands wirtschaftliche und staatliche Handlungsfähigkeit.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/deutschland-im-niedergang-auslaendische-medien-sehen-zerfall-von-infrastruktur-und-industrie
Berücksichtigt man die Milliarden Euro, die in der Ukraine und anderen Ländern versickern, wäre meine bevorzugte Bezeichnung „Handlungsunwilligkeit“, wenn nicht sogar „Handlungsabsicht“.
Denn es ginge auch anders.
21.07.2026 Japan gibt Klimaversprechen zugunsten der Energiesicherheit auf
Noch vor nicht allzu langer Zeit versprach Japan der ganzen Welt, ein Vorbild für die Dekarbonisierung zu werden. Regierungsdokumente waren voll von Diskussionen über Wasserstoffkorridore, Offshore-Windparks und Subventionen für Elektrofahrzeuge.
Um den internationalen Klimalobbys gerecht zu werden, plante Japan jahrelang den Ausstieg aus der Kohle. Der Betrieb von Kohlekraftwerken wurde auf nur 50% der Kapazität beschränkt.
Politische Entscheidungsträger sprachen feierlich von einer „moralischen Pflicht“, bis 2050 „Kohlenstoffneutralität“ zu erreichen, und versprachen eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 60% bis 2035 und um 73 % bis 2040, jeweils gemessen am Stand von 2013.
Kommt einem irgendwie bekannt vor.
Doch als die geopolitische Realität Einzug hielt, löste sich diese Haltung in Luft auf.
Japan bereitet sich darauf vor, in einer überarbeiteten Strategie, die im August vorgestellt werden soll, eine neue „Energie-zuerst“-Haltung zu verankern. Der Sicherheit der Versorgung mit fossilen Brennstoffen wird dabei größeres Gewicht beigemessen.
Schon jetzt nehmen die Importe aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Mexiko, Mittel- und Südamerika, Afrika und anderen Teilen Asiens zu. Der Ministerpräsident geht davon aus, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gänzlich vermieden werden kann.
Zum ersten Mal ist Rohöl aus den USA direkt in Japan eingetroffen: „Cosmo Oil“ hat kürzlich 910.000 Barrel US-Rohöl in die Bucht von Tokio gebracht.
Wie überaus willkommen für die USA.
Tokio weigert sich zudem, auf die Versorgung mit fossilen Brennstoffen zu verzichten, die zwar politisch heikel, strategisch jedoch wertvoll sind.
Obwohl Japan ein Verbündeter der USA ist, bezeichnet der japanische Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, Ryosei Akazawa, sogar russisches Rohöl als „äußerst wichtig“ für die Sicherheit Japans.
Dem muss von der EU auf jeden Fall mit einem neuen Saktionspaket ein Riegel vorgeschoben werden!
Japans riesige petrochemische Industrie, deren Rückgrat von Giganten wie Idemitsu Kosan, JXTG Nippon Oil & Energy und Mitsui Chemicals gebildet wird, verarbeitet Rohöl zu synthetischen Fasern, Düngemitteln, Harzen, Farben und elektronischen Bauteilen.
Diese Produkte bilden die weitgehend unsichtbare Grundlage der modernen Fertigung. Jedes Smartphone, jedes Armaturenbrett und jedes Solarmodul ist auf petrochemische Produkte angewiesen.
Ohne sie würde Japans Exportmotor zum Stillstand kommen.
Japan nimmt ebenso wie sein Nachbar Südkorea Kohlekraftwerke wieder in Betrieb, die einst als Relikte einer umweltschädlicheren Ära verurteilt worden waren.
Energiebehörden führten „außergewöhnliche Versorgungsunsicherheiten“ als Begründung dafür an, den gleichen Brennstoff zu nutzen, aus dem auszusteigen sie versprochen hatten.
Vertreter des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie erklärten, dass die Ausweitung des Kohlebetriebs eine Sofortlösung zur Einsparung von Erdgas darstelle.
Die Behörde wies darauf hin, dass die zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Verfügbarkeit von Flüssigerdgas die Regierung dazu zwinge, Notfallpläne zu entwickeln.
Quelle: eike-klima-energie.eu/2026/07/21/japan-gibt-klimaversprechen-zugunsten-der-energiesicherheit-auf/
Und in diesem Land wird die Bevölkerung vom Kanzler indirekt als „faul“ bezeichnet, während er gleichzeitig erklärt „wir haben viel erreicht“, und parallel jammert „kein Bundeskanzler habe so etwas ertragen müssen wie er“.
¯\_(ツ)_/¯