Noch mehr Bürokratiedruck auf Landwirte und produzierendes Gewerbe

24.01.2026 Trotz Deindustrialisierung: EU weitet Regulierungsdruck auf Landwirtschaft und produzierendes Gewerbe aus
 
Konkret wird die neue EU-Richtlinie dazu führen, dass rund 30% der Geflügel- und Schweinemastbetriebe künftig unter das Regime der Industrieemissions-Regulierung fallen.
 
Als stünde der Sektor nicht bereits am Rande des Kollapses angesichts des bestehenden Regulierungsdrucks, wird nun also der nächste Angriff auf die Betriebe orchestriert.
 
EU-weit sollen etwa 50.000 Betriebe verpflichtet werden, verbindliche Umweltmanagementsysteme einzuführen, die in Prüfrhythmen von ein bis drei Jahren kontrolliert werden.
 
Deutschlandweit sind 13.000 Anlagen zur EU-Compliance verpflichtet.
 
Betriebe mit einer Schweinehaltung von mindestens 1.200 Mastschweinen oder 700 Zuchtsauen sowie Geflügelbetriebe mit circa 40.000 Masthühnern oder 21.400 Legehennen fallen künftig in den unmittelbaren Adressatenkreis des verschärften Regelwerks.
 
Unter Androhung empfindlicher Strafzahlungen von mindestens 3% des in der EU erzielten Jahresumsatzes im Falle von Verstößen versucht die EU, den Green Deal mit der Brechstange durchzusetzen.
 
Für die betroffenen Betriebe bedeutet die Umsetzung vor allem eines: einen massiven Zuwachs an Dokumentations-, Genehmigungs- und Nachweispflichten.
 
Künftig sind sie zu regelmäßigen Emissionsmessungen und detaillierten Dokumentationsarbeiten verpflichtet. Die entsprechenden Berichte werden an die Landesumweltbehörden übermittelt und in EU-weite Register sowie öffentliche Portale eingespeist.
 
Industrieexperten beziffern den Erfüllungsaufwand im Einzelfall – etwa zur Reduktion von Ammoniakemissionen – auf Kosten zwischen 100.000 € und 500.000 € pro Stall, abhängig von Größe und technischer Ausstattung.
 
Müssen jedoch die sogenannten „BAT“-Anforderungen („Best Available Techniques“) Jahr für Jahr durch weitere Nachrüstungen erfüllt werden, können diese Belastungen rasch in Millionenhöhe anwachsen.
 
Für den deutschen Umweltminister Carsten Schneider (SPD) ist die Verschärfung der Richtlinie ein Grund zur Freude. Er verwies auf die Erfolge dieser Politik in den vergangenen zehn Jahren, die bereits zu erheblichen CO₂-Einsparungen geführt und eine umweltfreundlichere Produktion in Europa gefördert hätten.

 
Quelle: apollo-news.net/trotz-deindustrialisierung-und-internationaler-isolierung-eu-erhoeht-regulierungsdruck-weiter
 

EU-Mercosur-Abkommen: Risiken für Klimaschutz und Menschenrechte
 
Im Gegenzug könnten die Mercosur-Staaten mehr Agrarprodukte wie Rind- und Geflügelfleisch, Zucker und daraus gewonnenes Bio-Ethanol in die EU ausführen. Dabei handelt es sich ausgerechnet um die Haupttreiber für die Abholzung des Amazonasregenwaldes, Treibhausgasemissionen, Landvertreibungen und Menschenrechtsverletzungen. Verbindliche Menschenrechts- und Umweltstandards sowie effektive Durchsetzungsmechanismen sucht man in dem Abkommen vergebens.
Quelle: misereor.de/fileadmin/user_upload/Infothek/studie-EU-mercosur-abkommen-risiken-fuer-klimaschutz-und-menschenrechte.pdf

 

Ziel ist ja auch nicht, die Bürger in der EU mit besseren Lebensmitteln zu versorgen, sondern Unternehmen zu ermöglichen, Waren wie E-Autos (ganz wichtig) zollfrei exportieren zu können.
 
Allerdings hat China dort schon beide Füße in der Tür (Stichwort: BRICS), und die USA unter Trump treten eine andere Tür aktuell ein (Stichwort: Venezuela).
 
Die „Europäer“ werden sich – wenn überhaupt – mit Brotkrumen zufrieden geben müssen, und die Südamerikaner werden von ihren Regierungen noch mehr ausgebeutet.

 

Politik: Wettrennen trojanischer Pferde.
Quelle: Stanislaw Jerzy Lec – polnischer Aphoristiker – Zitate.net

 

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