„Wie der Fluch eines Propheten, der sich auf schreckliche Weise bewahrheitet hat“

21.05.2026 Großbritannien wusste, dass die NATO-Erweiterung einen Krieg mit Russland „provozieren“ würde
 
Am 15.04.2026 veröffentlichte „Declassified UK“ eine brisante Untersuchung, die aufdeckte, dass hochrangige britische Politiker und Militärs Mitte der 1990er Jahre sehr wohl wussten, dass die NATO-Erweiterung nach Mittel- und Osteuropa „die Russen provozieren“ und wahrscheinlich einen totalen Krieg auslösen würde.
 
Bislang unveröffentlichte Akten des Verteidigungsministeriums zeigen, dass London wusste, dass Moskaus „Empfindlichkeiten“ gegenüber einer „feindlichen Militärallianz“, die sich bis an seine Grenzen ausdehnte, tiefgreifend waren und auf sehr „realen“ Bedenken beruhten.
 
Dennoch wurde der gefährliche Feldzug der „NATO“ zur Eingliederung Mittel- und Osteuropas zügig fortgesetzt, was schließlich zum Stellvertreterkonflikt in der Ukraine führte.
 
Seit dem Ausbruch der sogenannten „militärischen Sonderoperation“ im Februar 2022 haben britische Regierungsvertreter unermüdlich das Mantra wiederholt, der Stellvertreterkrieg sei „unprovoziert“ gewesen. Ein freigegebenes Memo des Außenministeriums vom März 1995 stellte jedoch fest:
 
„In Moskau herrschte die weit verbreitete psychologische und intellektuelle Wahrnehmung, dass die NATO eine reale Bedrohung darstelle.“
 
Im Mai desselben Jahres beschrieb der damalige Premierminister John Major seinem irischen Amtskollegen John Bruton die russischen Befürchtungen prägnant als „grundlegende Angst … vor einer Einkreisung“.
 
Die Bedenken hinsichtlich einer EU-Mitgliedschaft waren vergleichsweise verhalten:
 
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