28.02.2026 Schwarz-rote Heizungspolitik: Warum die Grüngasquote zum nächsten Kostendesaster führen könnte
Schwarz-Rot will die Regelung streichen, dass neue Heizungen mit mindestens 65% erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.
Doch weil die Regierungskoalition sich zwar von der Habeckschen De-facto-Wärmepumpenpflicht verabschiedet, aber am vollkommen unrealistischen Ziel der Klimaneutralität bis 2045 festhält, musste Ersatz her. Man erfand die Grüngasquote.
CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn kündigte an, dass bei neu eingebauten Heizungen ab 2029 zehn Prozent grüne Gase beigemischt werden sollen.
Diese können entweder Biomethan, Bioöl oder „grüner Wasserstoff“ sein. Biomethan ist günstiger als „grüner Wasserstoff“, steht aber nur begrenzt zur Verfügung. Mit steigender Quote müssten jedoch die Importe erhöht oder auch Wasserstoff hinzugemischt werden.
Damit ist eigentlich schon heute klar: Biomethan wird zu wenig produziert und „grüner Wasserstoff“ ist teuer. Somit sind beide Optionen kaum geeignet, um die Grüngasquote zu erfüllen.
Außerdem werden Biomethan und „grüner Wasserstoff“ bereits in der Industrie benötigt, um Vorgaben zur Emissionsreduktion zu erfüllen.
Das „Fraunhofer ISI“ warnt: Wenn man mit Wasserstoff heizt, müssten Heizungskomponenten umgerüstet werden – welche genau, unterscheidet sich je nach Anteil, denn die Komponenten sind immer nur für ein bestimmtes Gasgemisch ausgelegt.
Bereits ab einem Anteil von über zehn Prozent müsste es Umrüstungen geben. Und zwar immer wieder, wenn der Wasserstoffanteil nach und nach steigt.
Neben steigenden Kosten durch den EU-Emissionshandel „ETS-2“, der auf die CO₂-Emissionen des Heizens anfällt, würden für Verbraucher also Kosten anfallen, weil die Heizungen öfter umgerüstet werden müssten.
Quelle: apollo-news.net/warum-die-grungasquote-zum-nachsten-kostendesaster-fuhren-konnte