Spahn macht auf Kubicki

18.04.2026 Spahn fordert Atomkraft-Rückkehr: Jetzt reagieren die AKW-Betreiber
 
Der Unionsfraktionschef Jens Spahn fordert eine Debatte über eine Reaktivierung der zuletzt abgeschalteten Atomkraftwerke.
 
„Ich finde jedenfalls, diese Debatte müssen wir gesellschaftlich führen“, sagte der CDU-Politiker am Abend des 15.04.2026 bei einem Forschungskongress der Unionsfraktion.
 
Während andere Staaten 30 bis 50 Mrd. € in den Bau neuer Atomkraftwerke investierten, könne Deutschland seine zuletzt abgeschalteten Reaktoren „mit um die neun, zehn Milliarden Euro“ wieder ans Netz bringen, sagte Spahn mit Verweis auf entsprechende Studien.
 
Die drei letzten AKW – Isar 2 in Bayern, Emsland in Niedersachsen und GKN 2 in Baden-Württemberg – waren im April 2023 endgültig stillgelegt worden.
 
Die deutschen AKW-Betreiber widersprechen Spahns Überlegungen, die zuletzt abgeschalteten Atomkraftwerke in Deutschland zu reaktivieren.
 
„Der Rückbau-Status ist praktisch gesehen irreversibel“, sagt ein Sprecher der „EnBW Energie Baden-Württemberg AG“, Betreiber des Kraftwerks Neckarwestheim 2, das im April 2023 als letztes AKW in Deutschland vom Netz genommen wurde.
 
In besagtem Kraftwerk seien inzwischen für den Betrieb wichtige Hauptkühlmittelleitungen „vollständig demontiert und zerlegt“ worden, so der Sprecher. „Der Primärkreislauf, den man vereinfacht als Hauptschlagader der Anlage bezeichnen könnte, ist damit praktisch gesehen nicht mehr vorhanden.“
 
Auch „RWE“, der Betreiber des Kraftwerks Emsland, äußert Zweifel an der Möglichkeit einer Reaktivierung der Kraftwerke.
 
„In Deutschland ist der Ausstieg aus der Kernenergie politisch entschieden“, erklärt ein Sprecher des Energieversorgers auf Anfrage. Der zügige und sichere Rückbau der ehemaligen Atomkraftwerke sei gesetzlich vorgeschrieben.
 
„Dieser Pflicht kommt RWE nach“, so der Sprecher. „Der Rückbau unserer Anlagen geht an allen Standorten planmäßig und mit großen Schritten voran.“
 
An Spekulationen darüber, was theoretisch alles möglich wäre, wolle sich RWE nicht beteiligen.
 
Eine Anfrage der Berliner Zeitung an 2Preussenelektra“, den Betreiber von Isar 2, blieb bislang unbeantwortet.

 
Quelle: berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/spahn-fordert-atomkraft-rueckkehr-jetzt-reagieren-die-akw-betreiber-li.10030928?id=00b7096af50b40818b7062536bbbc612 (Abo)
 

Warum ich den Vergleich mit Kubicki ziehe? Darum!
 
Ich bin mir ziemlich sicher, dass Spahn ganz genau weiß, wie es um die AKWs in Deutschland bestellt ist. Deswegen lege ich diese politische Marktschreierei, die er da gerade betreibt, auch unter „Heuchelei“ ab.
 
#JustMy2Cent

 

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