30.12.2025 Deutsche Pionier-Pipeline für Wasserstoff steht – doch Kunden hat sie keine
Der Gasnetzbetreiber „Gascade“ spricht von einem „entscheidenden Meilenstein beim Aufbau des deutschen Wasserstoff-Netzes“.
Technisch ist das Projekt ein voller Erfolg, politisch ein Signal des Aufbruchs – wirtschaftlich aber bleibt der Highway vorerst leer: Die dringend benötigten Abnehmer fehlen.
Politisch ist das Projekt gewollt: Grüner Wasserstoff gilt als Schlüssel für die Klimaneutralität der Industrie. Bei seiner Nutzung entsteht kein CO2, sondern nur Wasser.
Der Gasleitungsknotenpunkt „Lubmin“ ist dabei strategisch zentral: Am Greifswalder Bodden laufen nicht nur Pipelines zusammen, sondern auch Stromkabel von Offshore-Windparks. Mehrere Unternehmen planen hier Elektrolyseure, um Wasserstoff aus erneuerbarem Strom herzustellen.
Doch die Realität zeigt die Grenzen des Hochlaufs: Abnehmer fehlen. Unternehmensberater Matthias Deeg spricht von massiver Zurückhaltung in der Industrie.
„Im Moment sind die Preise für Wasserstoff brutal hoch, so dass wir teilweise Faktor drei gegenüber dem jetzigen Erdgaspreis zu bezahlen hätten“, erklärt er.
Für energieintensive Branchen wie Stahl, Chemie oder Glas sei das wirtschaftlich nicht tragbar.
„Die Nachfrage nach Wasserstoff geht aktuell eigentlich gegen null. Die Investitionen, die wir derzeit ins Kernnetz betreiben, sind im Moment noch ohne Verkäufer und Käufer“, bilanziert Deeg.
Quelle: focus.de/earth/deutsche-pionier-pipeline-fuer-wasserstoff-steht-doch-kunden-hat-sie-keine_e3b2658b-52b5-4f9b-961e-8d5c56417ca2.html
19.01.2026 Drei Projekte zur Wasserstoff-Erzeugung im Saarland gescheitert
Die deutsche Regierung will Wasserstoff zügig verfügbar machen.
Im Saarland endet dieses Vorhaben vorerst in einem herben Rückschlag, denn die drei geplanten Projekte zur Wasserstoff-Erzeugung in Völklingen, Saarlouis und Perl werden nicht umgesetzt.
Ausschlaggebend sind hohe Strompreise, fehlende Großabnehmer und Regeln, die Investitionen in Elektrolyseure in Deutschland für entsprechende Investoren erschweren.
Für die Stahlindustrie verschärft das die Lage, weil der Umbau für grünen Stahl durch Direktreduktion mit Wasserstoff planbare Mengen erfordert.
Quelle: blackout-news.de/aktuelles/drei-projekte-zur-wasserstoff-erzeugung-im-saarland-gescheitert
Nichtsdestotrotz wird weiter am Projekt „Wasserstoff“ gebastelt:
18.01.2026 Deutschland will 10 GW an Grundlast-Gaskraftwerken bauen (getarnt als „zukünftige“ Wasserstoffkraftwerke)
Angesichts des drohenden industriellen Niedergangs hat die Regierung in Deutschland endlich erkannt, dass es auf zuverlässige und bedarfsgerechte Stromversorgung angewiesen ist.
Doch die Ankündigung, plötzlich 10 Gigawatt an Gaskraftwerken mit fossilen Brennstoffen zu bauen, kommt nicht in Frage. Das käme einem Eingeständnis gleich, dass die vielgerühmte Energiewende ein verhängnisvoller Fehler war, der Milliarden von Euro für ein leichtsinniges, eitles Unterfangen verschwendet hat, die Welt zu verändern.
Stattdessen müssen diese neuen „Kraftwerke“ mit Fokus auf „Gasanlagen“ bis 2045 auf Wasserstoffbetrieb umrüstbar sein. Natürlich ist es fraglich, ob sie jemals mit Wasserstoff betrieben werden können, da dieser die Leitungen spröde macht, Leckagen begünstigt und viermal so teuer ist wie Erdgas. Aber es eignet sich gut als Deckmantel.
Genau das würde ich tun, wenn ich einen gewaltigen Rückzieher vertuschen und so tun wollte, als wäre das nur eine leichte Abwandlung des Themas erneuerbare Energien. (Besonders, wenn ich keinerlei Skrupel hätte).
Beachten Sie, dass in dem „Reuters“ Blob-Media-Artikel (unten) die Wörter „fossile Brennstoffe“ oder „steuerbar“ nicht erwähnt werden; es ist lediglich von der Notwendigkeit die Rede, Strom über einen „längeren Zeitraum“ zu erzeugen.
Die Geschichte mit der Gas-zu-Wasserstoff-Anlage ist nur ein PR-Vorwand und ein Fluchtweg vor der eigentlichen Mission der erneuerbaren Energien.
Weiterlesen => eike-klima-energie.eu/2026/01/18/deutschland-will-10-gw-an-grundlast-gaskraftwerken-bauen-getarnt-als-zukuenftige-wasserstoffkraftwerke
Die Skrupellosigkeit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden.
frei nach Helmut Schmidt
#JustMy2Cent