Neues aus „UnsereDemokratie™“

– Teil 24

„„Um gesellschaftliche Schäden besser zu berücksichtigen, kann der Gesetzgeber die Werbesteuer so anpassen, dass sie der Konzentration schädlicher oder problematischer Inhalte im Angebot einer Plattform Rechnung trägt.“
 
Definition von Fehlinformationen und Desinformation (Auszüge aus dem PDF)
 
In der Mitteilung der Europäischen Kommission zum Europäischen Aktionsplan für Demokratie wird folgende Unterscheidung getroffen:
 
Fehlinformationen sind falsche oder irreführende Inhalte, die ohne böswillige Absicht verbreitet werden, deren Auswirkungen jedoch dennoch schädlich sein können.
 
Desinformation sind falsche oder irreführende Inhalte, die mit der Absicht verbreitet werden, zu täuschen, wirtschaftliche oder politische Vorteile zu erlangen oder der Öffentlichkeit Schaden zuzufügen.
 
In diesem Bericht wird der Begriff „Fehlinformation“ als Oberbegriff für Inhalte verwendet, die sachlich unzutreffend sind (entweder ganz oder teilweise) und geeignet sind, die Öffentlichkeit auf der Grundlage einer verzerrten Darstellung der Realität irrezuführen, falsch zu informieren oder zu beeinflussen.
 
Eine Umfrage unter 150 akademischen Experten zeigt, dass diese Definition weitgehend Zustimmung findet (wobei zu beachten ist, dass satirische oder parodistische Inhalte ausgeschlossen sind).
 
Der Begriff „Desinformation“ wird verwendet, wenn die Täuschungsabsicht offensichtlich ist, und der Begriff „Foreign Information Manipulation and Interference“ kommt zur Anwendung, wenn Desinformation nachweislich von ausländischen Akteuren stammt.
 
Förderung von Änderungen der Geschäftsmodelle: Plattformen sind darauf angewiesen, die Aufmerksamkeit und die Verweildauer auf der Plattform zu maximieren, um Werbung zu verkaufen.
 
Alternative Geschäftsmodelle wie Abonnementmodelle oder gemeinnützige Modelle könnten durch eine erhöhte Werbebesteuerung, Gebühren/Steuern auf der Grundlage der Verbreitung schädlicher/falscher Informationen in Stichproben ähnlich wie bei Finanzprüfungen oder die Einführung von „Rede-Märkten“ gefördert werden, die Inhaltsersteller dazu anregen, mit finanziellen Einsätzen die Qualität und Überprüfbarkeit von Informationen zu signalisieren.
 
Der digitale Informationsraum ist ein künstlich geschaffener Raum, und wie bei allen künstlich geschaffenen Räumen können politische Maßnahmen dazu beitragen, ihn so umzugestalten, dass er die Demokratie unterstützt, anstatt sie zu untergraben.
 
Zersplitterte Realitäten lassen sich überwinden, indem online und offline Räume für den Kontakt und den Austausch zwischen den Bürgern geschaffen werden, die so gestaltet sind, dass sie den zivilen Kontakt zwischen polarisierten Gemeinschaften ermöglichen.
 
Maßnahmen gegen Desinformation sind ergänzend: Dazu gestalten Maßnahmen auf Systemebene Anreize neu und verringern das Angebot; Instrumente auf individueller Ebene stärken die Resilienz und fördern Kompetenzen; und Faktenprüfung bietet eine korrigierende Absicherung, wenn auch mit begrenzter Reichweite.
 
Das Ziel besteht nicht darin, Falschmeldungen vollständig zu beseitigen, sondern widerstandsfähige Informationsumgebungen zu schaffen, in denen die Wahrheit ans Licht kommen kann und die Bürger auf der Grundlage gemeinsamer Fakten diskutieren können.
 
 
Algorithmen, die der Demokratie dienen statt ihr zu schaden: Algorithmen können so gestaltet werden, dass sie antidemokratische Inhalte entweder hervorheben oder zurückhalten, da die Nutzer weniger polarisiert sind und ihre Emotionen weniger negativ ausfallen, wenn antidemokratische Inhalte in der Rangfolge nach unten verschoben werden.
 
Interoperabilität und Rechte an Vor-Ort-Daten, die den Nutzern die Wahl zwischen verschiedenen Algorithmen ermöglichen, bieten Möglichkeiten zur Förderung von Wettbewerb und Innovation.
 
Die Besteuerung digitaler Werbung könnte Plattformen dazu bewegen, ein Geschäftsmodell zu verfolgen, das eher auf die Qualität der Inhalte als auf die Gewinnung von Aufmerksamkeit ausgerichtet ist.
 
Eine Steuer auf bestimmte Arten von Inhalten (z. B. Desinformation) könnte Plattformen für das Ausmaß der verursachten Schäden zur Rechenschaft ziehen, ähnlich wie bei der Besteuerung von Schadstoffabwässern von Industrieunternehmen.
 
Eine innovative, aber derzeit noch experimentelle Lösung könnte den Handel mit Rechten an der Informationsqualität beinhalten. Diese könnten die Lösung für Schäden dezentralisieren, sodass keine Plattform, keine mächtige Einzelperson und keine Regierung die Macht hat, Inhalte zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

 
Quelle: op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/4643ca24-33de-11f1-be39-01aa75ed71a1/language-en
– uncutnews.ch/die-eu-will-eine-steuer-auf-desinformation-einfuehren-bericht-von-fractured-reality
 

Wenn sich „150 akademischen Experten“ einig sind, muss das „Narrativ“ ja stimmen.
 
Hat man an der „Corona-Pandemie“ gesehen.
 
#JustMy2Cent

 

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