Normalerweise veröffentliche ich keine „offenen“ Briefe, die an Leute gerichtet sind, die diese sowieso nie lesen werden.
Bei diesem ist jedoch interessant, inwieweit die USA bisher Kriege ausgelöst haben und hinterher behaupteten „Hey! Das waren die anderen!“.
15.04.2026 Wer soll Ihnen oder den USA noch irgendetwas glauben, Herr Trump?
Das Muster, nach dem auch Sie verfahren, ist sehr alt. Auch bei der US-amerikanischen Bevölkerung waren die völkerrechtswidrigen Militäreinsätze ihrer Regierung scheinbar schon in Fleisch und Blut übergegangen.
Die US-Amerikaner haben sich an die illegalen Kriege ihres Landes scheinbar gewohnt – warum sollte man sich darüber noch aufregen? Das könnte sich mit dem Irankonflikt ändern.
Wenn man sich die Geschichte militärischer Auseinandersetzungen der USA anschaut, erkennt man schnell: Die einzelnen Konflikte unterscheiden sich – aber das Muster dahinter ist praktisch immer dasselbe.
Bevor ich über konkrete Konflikte spreche, möchte ich kurz darstellen: wie ist die USA zu seiner heutigen Größe gekommen?
Den Osten der heutigen USA nahmen sich die Siedler, indem sie die indigene Bevölkerung systematisch zurückdrängten, bekämpften, dezimierten und den Rest in Reservate zwangen.
Die Mitte des Landes kam 1803 durch den „Louisiana Purchase“ zustande, bei dem die USA Frankreich unter Napoleon Bonaparte für läppische 15 Millionen Dollar ein riesiges Territorium – praktisch die Mitte der heutigen USA – abkauften – ein Jahrhundert-Deal. Vielleicht war dieses Immobiliengeschäft das Vorbild für den Dealmaker Donald Trump bei seinen „Bemühungen“ um Grönland, als er Überlegungen anstellte, das Land von Dänemark abzukaufen.
Und den Westen holten sich die USA im Krieg gegen Mexiko – ausgelöst durch die fragwürdige Rio-Grande-Geschichte.
Mitte des 19. Jahrhunderts bewegten sich US-Truppen in ein umstrittenes Gebiet am Rio Grande. Dann fallen Schüsse. Und es heißt: Mexiko habe „amerikanisches Blut auf amerikanischem Boden vergossen“, was aller Wahrscheinlichkeit nicht stimmte beziehungsweise von den USA provoziert wurde – wie auch der aktuelle Ukrainekonflikt –, aber bei den emotional leicht bewegbaren Amerikanern Empörung auslöste. Der perfekte Vorwand für einen Krieg war geschaffen, und er wurde begonnen.
Das typische Strickmuster der USA: Sie provozieren einen Vorfall, der die Nation empört, und sie bekommen grünes Licht für ihren imperialistisch motivierten Krieg. Nachfolgend weitere Beispiele für diese perfide Vorgehensweise:
Weiterlesen => overton-magazin.de/kommentar/politik-kommentar/wer-soll-ihnen-oder-den-usa-noch-irgendetwas-glauben-herr-trump
Oder wie es Paul Brandenburg vor einiger Zeit so treffend auf den Punkt brachte:
„Die USA sind das einzige Land, das Demokratie vom Himmel wirft.“