08.04.2026 USA & EU verhandeln Abkommen zum Austausch biometrischer Daten
Washington will europäische Fingerabdrücke durch amerikanische Datenbanken laufen lassen, und die EU zieht dies in Betracht.
Das „Department of Homeland Security“ (DHS) und die EU befinden sich in formellen Verhandlungen über eine Regelung, die dem DHS direkten Abfragezugriff auf biometrische Datenbestände der EU-Mitgliedstaaten gewähren würde – ein Maß an Zugriff, das Brüssel bisher keinem Nicht-EU-Staat zu Zwecken der Grenzsicherheit eingeräumt hat.
Das Abkommen ist Teil des Programms „Enhanced Border Security Partnership“ (EBSP) des „DHS“, das „Visa-Waiver“-Programmländer faktisch dazu verpflichtet, ihre biometrischen Datenbanken zu öffnen, andernfalls droht der Verlust visafreier Reiseprivilegien.
Washington hat den 31.12.2026 als Frist gesetzt, bis zu der EBSP-Vereinbarungen funktionsfähig sein müssen.
Danach überprüft das „DHS“ die Einhaltung durch jedes Land. Staaten, die die Erwartungen nicht erfüllen, riskieren die Aussetzung aus dem „Visa-Waiver-Program“ (VWP), was die Wiedereinführung von Visapflichten für ihre Bürger bedeuten würde.
Wenn das „DHS“ auf einen Reisenden, Asylsuchenden, Visumantragsteller oder eine andere im Rahmen von Einwanderungsverfahren auffällige Person trifft, würde es die Datenbank eines teilnehmenden Landes anhand der biometrischen Merkmale dieser Person abfragen.
Ein Treffer liefert Fingerabdrücke und zugehörige Identitätsdaten an das „DHS“.
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