„Jahrhundert-Kurzschluss“

29.10.2026 Netzbetreiber zum Küsten-Blackout: Fehlerhafte Klemme soll „Jahrhundert-Kurzschluss“ verursacht
haben

 
Nach dem verheerendsten Stromausfall, den das Land Schleswig-Holstein jemals erlebt hat, ist der Wunsch nach Antworten groß. In einer Ausschusssitzung des Landtags lieferte der Netzbetreiber „SH Netz“ am 28.10.2026 nun eine technische Erklärung dafür, wie es zu dem Blackout an der Nordseeküste gekommen sei.
 
Doch so ganz überzeugt davon wirkten selbst die Vertreter des teilstaatlichen Unternehmens nicht.
 
Der technische Vorstand von „HanseWerk“, Benjamin Merkt, führt den Stromausfall auf einen Installationsfehler bei Arbeiten an der Freileitung im Jahr 2023 zurück.
 
Damals soll ein beauftragter Dienstleister eine Klemme falsch montiert haben. In der Folge riss das Leiterseil und stürzte auf einen Strommast, wodurch ein Kurzschluss ausgelöst wurde.
 
Durch eine ungünstige Netzkonfiguration und weitere Störungen gelangte schließlich eine Überspannung bis in die Haushalte.
 
Bei der Untersuchung entdeckte „SH Netz“ weitere fehlerhaft montierte Klemmen.
 
Energiewende-Kritiker wie der frühere Umweltsenator von Hamburg, Fritz Vahrenholt, halten es auch für möglich, dass der viele Windstrom im Netz den Zusammenbruch mit verursacht oder zumindest befördert haben könnte.
 
Derweil wird das Ausmaß der Schäden immer klarer und gewaltiger, und die Bürger können nur bedingt auf eine gerechte Entschädigung hoffen.
 
Versicherungen zahlen grundsätzlich nur den Zeitwert der beschädigten Geräte, nicht den Neupreis. Gerade bei teuren Heizungsanlagen und Wärmepumpen kann dadurch eine erhebliche finanzielle Lücke entstehen.
 
„SH Netz“ will zunächst Schadensfälle mit einer Schadenssumme von mehr als 5.500 €bearbeiten.
 
Zwar sollen erste Auszahlungen zeitnah erfolgen, wann sämtliche Schadensfälle abgewickelt sein werden, wurde bisher jedoch noch nicht verkündet.

 
Quelle: apollo-news.net/netzbetreiber-zum-ksten-blackout-fehlerhafte-klemme-soll-jahrhundert-kurzschluss-ausgelst-haben
 

Den „verheerendsten Stromausfall, den das Land Schleswig-Holstein jemals erlebt hat“ gab es zum Jahreswechsel 78/79. Zitat NDR:
 
„Zum Jahreswechsel 1978/79 versinkt der Norden Deutschlands im Schnee. Verwehungen türmen ihn teils mehrere Meter hoch auf. Zahllose Straßen sind nicht mehr passierbar. Vielerorts fällt der Strom aus, weil die Masten unter der Last des Schnees zusammenbrechen.
 
Zum Schnee- und Eissturm kommt an der Ostseeküste ein schweres Hochwasser hinzu. Es überschwemmt in Flensburg, Schleswig und Lübeck ganze Stadtviertel, in Sassnitz auf Rügen werden die Hafenanlagen beschädigt.
 
In zahlreichen Landkreisen wird der Katastrophenalarm ausgerufen, in Schleswig-Holstein sind 80 Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten.
 
Hubschrauber versorgen die Eingeschlossenen aus der Luft, rund 30.000 Helfer von DRK, Bundeswehr, Technischem Hilfswerk, Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen sind im Einsatz.“
 
Dass sich das „Apollo“-Team nicht daran erinnert, ist deren Alter geschuldet. Gerade deshalb wäre ich mit derartigen Superlativen vorsichtig. Das hat so einen Hauch von „Bild“, der nicht sein muss.
 
#JustMy2Cent

 

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