Ein erneuter (selbstverständlich „mutmaßlicher“) Anschlag (gerne auch als „Vorfall“ bezeichnet) in Berlin mit dem berühmt-berüchtigten rasenden Auto.
CSD-Berlin: Auto rast in Menschenmenge – Deutsche Welle
Beim Berliner CSD ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren – ZDF
CSD in Berlin: Fahrzeug in Menschenmenge gefahren – Tagesschau
Angriff beim CSD: Auto rast in Berlin in Menschenmenge – Die Zeit
Anschlag Berlin: Auto rast in CSD-Menge am Tiergarten – Tagesanzeiger
Berlin: Auto rast bei CSD in Menschenmenge – RND
Transporter fährt in Menschenmenge: CSD abgebrochen – Berlin.de
Auto fährt bei Berliner CSD in Menschenmenge – Focus
Auto rast in Berliner CSD-Party [ein „Vorfall“] – RTL
Ein Toter nach Fahrt in Menschenmenge – BZ Berlin
Ein Wagen fährt in Berlin Menschen an – WAZ
Am Tiergarten ist ein Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren – Berliner Morgenspost
CSD in Berlin: Auto fährt in Menschen – T-Online
„Die Welt“ nähert sich mit ihrer Überschrift dem Kern:
CSD in Berlin: Fahrer rast in Menschenmenge – ein Todesopfer
Mit „Amok“ davor, wie bei „Apollo-News“, hätte es sogar eine objektive Überschrift werden können.
Wie man den Anschlag durch einen polizeibekannten Islamisten am besten verbrämt, zeigt „Queer.de“.
Homophober Angriff auf CSD-Teilnehmer in Berlin
Es folgen die bekannten, mehr oder weniger ausführlichen Betroffenheitsfloskeln von Politikern et al:
„Es ist ein Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft – nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert. Berlin ist die Stadt der Freiheit – und unsere Freiheit ist heute aufs Schrecklichste angegriffen worden. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden.“ – Kai Wegner
„Was für eine abscheuliche Tat in Berlin. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft.“ – Friedrich Merz
„Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese Tat miterleben mussten.“ – Alexander Dobrindt
„Die DPolG Berlin verurteilt den islamistischen Anschlag zum CSD.“ – auf „X-Twitter“
„Ich bin entsetzt über die furchtbare Tat während des CSD in Berlin, den Tausende von Teilnehmenden friedlich gefeiert haben. Die Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner und der Gäste der Stadt hat höchste Priorität.“ – Iris Spranger
„Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz. Ich hoffe für die Verletzten, ich trauere mit Angehörigen und Freunden. Es gibt einiges aufzuklären. Dann ist die Zeit für Konsequenzen!“ – Stefan Evers
„Meine Gedanken sind bei den Opfern in Berlin. Den Verletzten gute Genesung! CSD-Motto „Haltung ist hot“ heißt auch, sich gegen alle Feinde von Demokratie und friedlichem Zusammenlebens in bunter Gesellschaft zu stellen. – Matthias Gastel
„An Abscheulichkeit nicht zu übertreffen.“ – Jochen Schropp
„Diese Tat ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft, auf unsere Art zu leben und zusammenzuleben. Meine Gedanken sind bei Angehörigen und Freunden der beim Anschlag getöteten Frau und den zum Teil Schwerverletzten.“ – ein „erschütterter“ Frank Walter Steinmeier
„Wer Menschen attackiert, die für Freiheit, gleiche Rechte und Vielfalt einstehen, greift die Grundlage unseres demokratischen Gemeinwesens an, der tritt die Menschenwürde mit Füßen. Unsere Verfassung schützt das Recht, frei und ohne Angst zu leben und für die eigenen Überzeugungen einzutreten.“ – Julia Klöckner
„Ein Angriff gegen die Freiheit von uns allen, gegen unsere Werte und unser friedliches Zusammenleben“. – Andreas Bovenschulte
„Jetzt braucht es eine lückenlose Aufklärung der Tat und eine konsequente Bestrafung. Der CSD steht für das Recht jedes Menschen, frei und selbstbestimmt zu leben. Dieses Recht und diese Freiheit werden wir verteidigen.“ – Lars Klingbeil
„Der CSD steht für Vielfalt und für ein Leben, in dem alle Menschen frei und ohne Angst lieben können. Dieses Zeichen für eine offene Gesellschaft darf durch Gewalt und Hass nicht eingeschüchtert werden.“ – Bärbel Bas
„Der Regenbogen ist ein starkes Symbol für Freiheit und der CSD ist Ausdruck der Vielfalt! Lasst uns zusammen trauern und zusammenstehen gegen Hass und Gewalt!“ – Bodo Ramelow
„Der Hass darf nicht gewinnen.“ – Heiner Koch
„Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Angehörigen des Todesopfers, bei den Verletzten, ihren Familien und bei allen, die vor Ort Angst, Schrecken und Gewalt miterleben mussten.“ – Christian Stäblein
„Hunderttausende Menschen haben friedlich gefeiert, für eine offene & vielfältige Gesellschaft. Das war ein abscheulicher Angriff auf unsere Freiheit. Mei Gedanken sind bei den Betroffenen, den Angehörigen und den Einsatzkräften.“ – Hendrik Wüst
„Der Anschlag auf den CSD ist ein feiges erbärmliches Verbrechen. Es ist ein Anschlag auf unsere freie Gesellschaft, ein Anschlag gegen uns alle. Meine Gedanken sind bei allen Opfern und ihren Freunden und Familien. Hoffentlich wird der feige flüchtige Verbrecher schnell gefasst.“ – Karl Lauterbach
„Der schreckliche Angriff auf den CSD in Berlin macht mich tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und den Rettungskräften. […] Unabhängig von den Hintergründen betrifft ein solcher Angriff immer mehr als eine Stadt oder eine bestimmte Gruppe. Er richtet sich gegen uns alle als offene und liberale Gesellschaft und das Recht, sich friedlich zu versammeln und gemeinsam zu feiern. Dieses Recht und das freiheitliche Leben zu verteidigen, bleibt unsere Aufgabe – weit über einen solchen schrecklichen Tag hinaus. – Wolfgang Kubicki
Einer stimmt nicht in den Chor der Phrasendrescher ein.
„Sagen, was ist! Der mutmaßliche CSD-Terrorist Abdul B. entstammt dem islamistischen Milieu. Wir werden politische Spaltung in Deutschland nicht überwinden, wenn wir die Hände vor die Augen halten und unsere Rituale abspulen. Sagen, was ist! Wir haben ein ernsthaftes Problem in Deutschland. Verfassungs-Patrioten müssen nun klare Signale senden, dass wir diesen Strukturen in Deutschland mit allen nötigen Mitteln den Kampf ansagen. Alles Andere ist Heftpflaster!“ – Fabio De Masi
Die ersten (üblichen) Mahnung wurden auch schon auf den Weg geschickt:
„Die Antwort auf diesen Anschlag darf nicht Angst heißen.“ – Hamburger Abendblatt
Auf der CSD-Bühne rief die Sängerin Sarah Connor dazu auf, „laut zu bleiben“; die Rapperin Ikkimel erklärte, „Liebe sei niemals der Fehler“.
Jetzt fehlen nur noch die Aufforderung, die Tat „nicht zu instrumentalisieren“, und Aufrufe, vorsorglich schon mal gegen „rassistische Stimmungsmache“ zu demonstrieren, um das inzwischen bestens erprobte Post-Terrorakt-Ritual abzurunden.
Es ist nicht der erste Anschlag auf unsere Gesellschaft und es wird nicht der letzte bleiben.
Weil auch dieser weder politische noch gesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen wird.
#JustMy2Cent