Warum KI in Deutschland scheitert

02.08.2026 Kein Strom, kein Milliarden-Jackpot: Demmins KI-Rechenzentrum ist geplatzt
 
Ein Acker am östlichen Stadtrand von Demmin bleibt Acker. Wo ein KI-Rechenzentrum mit mindestens 300 Megawatt Leistung, mehr als einer Milliarde Euro Investitionsvolumen und bis zu 1250 direkten und indirekten Arbeitsplätzen entstehen sollte, fehlt am Ende ausgerechnet die entscheidende Ressource: ein ausreichend leistungsfähiger Stromanschluss, der für das Vorhaben rechtzeitig verfügbar ist.
 
Das Projekt der Unternehmen „ClimateChange Energy“ und „Noya Group“ ist damit vorerst beendet. Gespräche mit dem Netzbetreiber „E.DIS“ hätten ergeben, dass die vor Ort verfügbare Energiemenge für ein Rechenzentrum dieser Größenordnung nicht ausreiche.
 
Eine kleinere Ausführung wollten die Investoren nicht verfolgen. Das geplante Datencenter hätte etwa das 20-Fache des aktuellen Stromverbrauchs von Demmin benötigt.
 
Mecklenburg-Vorpommern gilt als Energieland. Windparks und Photovoltaikanlagen erzeugen dort deutlich mehr Strom, als im Land selbst verbraucht wird.
 
Ein erheblicher Teil der Stromproduktion muss deshalb in andere Regionen abtransportiert werden. Gleichzeitig fehlt für einen einzelnen Großverbraucher wie ein KI-Rechenzentrum in Demmin die verbindlich verfügbare Leistung im Netz.
 
Das klingt paradox, ist es technisch aber nicht.
 
Erzeugungsleistung auf Feldern und Dächern ist nicht dasselbe wie eine jederzeit garantierte Anschlussleistung für einen Betrieb, der rund um die Uhr enorme Mengen Strom abnimmt.
 
Ein Rechenzentrum plant nicht mit der Frage, ob es bei Sonne und Wind genügend Energie gibt. Es braucht einen belastbaren Netzanschluss, der auch nachts, im Winter und bei Flaute konstant liefert.

 
Quelle: berliner-zeitung.de/article/rechenzentrum-kommt-nicht-kein-milliarden-jackpot-fuer-demmin-10247712
 

Und bei „konstant liefern“ sieht es nicht nur aktuell, sondern auch in Zukunft mau aus.

 

29.07.2026 Geheimplan Energiekrise: Bundesnetzagentur bereitet sich auf Strommangel über „mehrere Tage bis Wochen“ vor
 
Die Bundesnetzagentur bereitet sich auf „mehrere Tage bis Wochen“ dauernden Strommangel vor. Im Ernstfall sollen Unternehmen dazu gezwungen werden, ihre Produktion zu drosseln. Um „Verunsicherungen“ zu vermeiden, hat die Regulierungsbehörde diese Pläne bisher geheimgehalten.
Quelle: https://apollo-news.net/geheimplan-energiekrise-bundesnetzagentur-bereitet-sich-auf-strommangel-ueber-mehrere-tage-bis-wochen-vor/

 

„Pläne geheimhalten“. Genialer Einfall!
 
Keinem dieser „Genies“ scheint in den Sinn gekommen zu sein, dass Unternehmen wie „ClimateChange Energy“ und „Noya Group“ wahrscheinlich Klage hätten einreichen können, wenn das mit dem Bau geklappt hätte.
 
Ich bin ein Laie, was Recht anbelangt, aber das Unterschlagen wichtiger Informationen bei Abschluss eine Vertrages könnte durchaus teuer werden.
 
Was aber keinen dieser Betrüger auch nur einen Dreck interessiert, weil nicht sie für Schäden haftbar gemacht werden, sondern wir Steuerzahler.
 
#JustMy2Cent

 

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