19.04.2026 Jetzt geraten die Eigenheime der Babyboomer ins Visier
Die Babyboomer-Frage wird zunehmend zum Politikum. Aus Bern kommen dazu auffallend klare Worte. Gegenüber Blick spricht das Bundesamt für Wohnungswesen von «rund 300.000 Einfamilienhäusern auf großzügigen Parzellen, die häufig unterbelegt sind und von einer zunehmend älteren Bewohnerschaft bewohnt werden».
Viele dieser Häuser seien «kaum für ein selbständiges Wohnen im Alter geeignet» – wegen ihrer Größe, der hohen Unterhaltskosten, fehlender Barrierefreiheit oder der schlechten Anbindung an Läden und den öffentlichen Verkehr.
Der Bund wittert Morgenluft: Das „Hüsli“ gerät ins Visier der Behörden. In den kommenden Jahren werde „ein breiter Generationenwechsel einsetzen, der oftmals mit einem erheblichen Sanierungsbedarf einhergeht“.
Das Bundesamt ist überzeugt: „Diese Ausgangslage bietet die Chance für eine qualitätsvolle und sozialverträgliche Verdichtung.“Und die Behörden wollen jetzt genau wissen, was sich aus den Einfamilienhausquartieren herausholen lässt.
Eine nationale Studie, mitfinanziert vom Bundesamt, soll das Entwicklungspotenzial systematisch untersuchen. Sie ist Teil eines größeren Projekts, das von der Beratungsfirma „Wüest Partner“ angestoßen worden ist.
Quelle: cash.ch/news/top-news/jetzt-geraten-die-eigenheime-der-babyboomer-ins-visier-927722
Wie lange wird es wohl dauern, bis eine „Beratungsfirma“ auch bei uns eine derartige Studie an die Bunderegierung heranträgt?